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Bei ABB in Baden werden Batteriemodule gefertigt
Aus Info 3 vom 31.10.2019.
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Einweihung von neuer Anlage ABB setzt auf Elektromobilität

Der Technologiekonzern hat in Baden für einen zweistelligen Millionenbetrag eine Fertigungsanlage für Batteriemodule gebaut.

Es riecht nach frischer Farbe, wenn man die Betonhalle auf dem ABB-Areal in Baden betritt, und es hört sich ein bisschen an wie beim Zahnarzt. In einem Gitterkäfig greift ein grosser Roboterarm nach einer silberfarbenen Batteriezelle, die etwa so gross ist wie zwei nebeneinanderliegende Smartphones, und legt sie punktgenau in eine Schublade.

Produktionsingenieurin Julia Braun erklärt: «Wenn beide Schubladen gefüllt sind, kann der Roboter mit der Arbeit beginnen.» Schnell und präzise verpackt und verschweisst er einige Dutzend Batteriezellen zu einem Modul.

«Nur» 15 neue Stellen geschaffen

Braun, die die neue Produktionsanlage mitentwickelt hat, sagt über den Roboter: «Er macht keine Fehler. Er macht den gleichen Prozess zu 100 Prozent immer gleich.» Doch auch menschliche Mitarbeiter sind weiterhin gefragt, in der Entwicklung ebenso wie in der Produktion. 15 neue Stellen hat ABB geschaffen. Nicht viel im Vergleich zu den 6000 ABB-Arbeitsplätzen in der Schweiz und den 150'000 weltweit. Aber: Stellen in wichtigen Bereichen.

Julia Braun
Legende: «Der Roboter macht keine Fehler», sagt Produktionsingenieurin Julia Braun. SRF/Klaus Bonanomi

Mit den neuen Batteriemodulen von ABB sollen schon bald Züge, Busse und Lastwagen elektrisch unterwegs sein. Man setze grosse Hoffnungen in die Elektromobilität, betont ABB-Schweiz-Chef Robert Itschner: «Ein Grund ist Stadler Rail. Die Firma rüstet einen Zug in Holland aus, der heute mit Diesel betrieben wird. Künftig wird er einen Hybridantrieb haben und damit sehr viel weniger Lärm und Emissionen verursachen – und auch energieeffizienter sein.»

Bekenntnis zum Standort Baden

Ein anderer Kunde sei Hess Bus, so Itschner weiter: «Mit Hess Bus arbeiten wir in der Schweiz sehr eng zusammen. Wir werden in den nächsten Monaten Trolleybusse für die Stadt Zürich und andere Städte liefern.»

Die neue Produktionsanlage sei ein Bekenntnis zum Standort Baden, sagt Itschner, und ein Beleg dafür, dass die teure Schweiz als Werkplatz für hochwertige Produkte nach wie vor konkurrenzfähig sei.

«Wir haben einen Businessplan gemacht und das rechnet sich tatsächlich», so der ABB-Schweiz-Chef. «Weil die Qualitätsanforderungen hier wirklich hoch sind und wir Kompetenzen brauchen, die wir nur hier vor Ort haben. Daher sind wir sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Position im Markt haben.»

ABB hofft, mit Batteriemodulen für Grossfahrzeuge, die leistungsfähiger, robuster und langlebiger sein müssen als bei Elektroautos, eine Nische gefunden zu haben und so den Standort Baden weiter stärken zu können.

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ABB setzt auf Elektromobilität
Aus Tagesschau vom 31.10.2019.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Ich finde es sehr positiv, dass in bestimmten Nischen solche Spezialitäten konkurrenzfähig sind. Massgeschneiderte Lösungen für die bestimmten Anwendungsfälle ist genau was dem ÖV hilft beschleunigt in die Fossil-freie Zukunft umzustellen. Es macht sehr ungeduldig, ich kann fast nicht warten bis die neuen Zellen aus Schweden und Deutschland kommen: Welche Performance? Welche Lebensdauer? Die Anwendung im ÖV fordert vermutlich über 365 Ladezyklen/Jahr. Somit sind 10 Jahre mehr als 3'650 Zyklen.
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Und von allen - insbes. von den Medien u den sog. Grünen wird die Kinderarbeit in den Rohstoffabbaugebieten (zB Kongo) verschwiegen u die Korruption.
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    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Hr. Haensler: Es ist nicht ewig interessant, es wurde zur Genüge thematisiert. Was jetzt passiert ist, dass immer mehr nahezu Kobalt-freie Akkus produziert werden. Das nützt der Situation dort mehr als ewiges Gezänk.
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