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Lehrlinge ausbilden lohnt sich – aber nicht immer
Aus Tagesschau vom 26.11.2019.
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Erhebung in Betrieben Lehrlinge bringen 3000 Franken pro Jahr ein

  • Die Ausbildung von Lernenden lohnt sich: Der Nutzen übertrifft bei einer Mehrheit der Ausbildungsbetriebe in der Schweiz die Kosten.
  • Das gilt für zwei-, drei- und vierjährige Lehrgänge, die mit einem Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis oder einem Berufsattest enden.
  • Dies zeigt eine Erhebung des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung (OBS EHB), die der Bund in Auftrag gegeben hat.

Die Ausbildung von Lehrlingen ist für Betriebe insgesamt ein lohnendes Engagement. Der Nutzen nach Abzug der Kosten betrug im Ausbildungsjahr 2016/2017 über alle Lehrberufe im Schnitt gut 3000 Franken pro Lehrjahr.

Insgesamt wiesen 63 Prozent der Betriebe einen Nettonutzen auf, während bei 37 Prozent der Betriebe am Ende der Lehrzeit die Kosten überwogen.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Ausbildung variiert aber je nach Region und Beruf stark, wie die jüngste Kosten-Nutzen-Erhebung des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung (OBS EHB) zeigt.

Den grössten Nettonutzen bei den dreijährigen Ausbildungen mit Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) bringt der Malerberuf; bei den vierjährigen EFZ-Lehren sind es die Elektroinstallateure. Am wenigsten lohnt sich für die Betriebe die Ausbildung von Hotelfachleuten und Informatikern.

In der Ostschweiz, in der Genferseeregion und im Mittelland ist der Nettonutzen der Lernenden für die Betriebe gemäss der Erhebung grösser als in Zürich oder im Tessin. In Zürich sind die höheren Saläre der Grund.

Im Tessin übernehmen die Lernenden dagegen häufiger unqualifizierte Tätigkeiten. Da Hilfskräfte im Südkanton schlechter bezahlt sind als im Rest der Schweiz, hat die produktive Arbeit der Lernenden einen tieferen Wert.

Zusätzlichen Nutzen können die Betriebe laut der Studie generieren, indem sie die Lernenden nach dem Lehrabschluss weiterbeschäftigen. Der Grund: Sie sparen damit Such- und Einarbeitungskosten für die Rekrutierung von Fachkräften in der Höhe von im Schnitt 10'700 Franken pro Lehrverhältnis.

Die Ergebnisse der Studie decken sich auch mit der Selbsteinschätzung der Betriebe: 78 Prozent von ihnen bezeichneten sich laut den Zahlen des Observatoriums für die Berufsbildung OBS EHB als «eher oder sehr zufrieden» mit dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der eigenen Lehrlingsausbildung.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Gerber  (rosenzeit)
    Wie Sie richtig sagen, kommt es auf den Beruf an. Ich habe 35 Jahre lang Lehrlinge ausgebildet und solche Berechnungen auch versucht. Kommt auf den Lehrmeister an, auf den Betreuungsaufwand. Wo das seriös gemacht wird, sind die Betreuungskosten im 1. und im letzten Lehrjahr (Prüfungsvorbereitungen, Lehrstücke, etc) am höchsten und übertreffen die weiterverrechenbaren Kosten. Im 2. und je nach Lehre im 3. LJ ist es umgekehrt. Wichtig: Wir haben Berufsleute, die wissen wie anpacken !!
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  • Kommentar von Yousef Delavar  (yousefdelavar)
    Und ein Student bringt der Uni viel mehr Geld ein, obwohl der Student nicht arbeitet. Mit jeder guten Bachelor, Masterarbeit und PhD steigert es das Prestige der Uni und dazu zahlt der Staat Millionen jedes Jahr an die Uni. Somit können die ja auch Professorengehälter von 400k im Jahr bezahlen. Und ein Uniabsolvent bringt auch der Wirtschaft mehr ein als einer mit EFZ. Meine Tochter wird definitiv studieren.
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    1. Antwort von Michael Stähli  (Mich)
      Ja ein studierter Theoretiker der kaum weiss welches Ende einer Schaufel man in die Hand nimmt bringt det Wirtschaft sicher mehr als ein Arbeiter der in der heutigen Zeit unter hohem Zeitdruck und mit immer mehr Auflagen handwerklich arbeiten.
      Dafür können wir ja Ausländer nehmen, die kosten eh noch weniger.
      Zum bauen eines Hauses oder einer Maschine reicht ein Ingenieur. Aber reicht auch ein Handwerker?...
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    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Wird Ihre Theorie an der HSG gelehrt? Oder haben Sie sich diese selber beigebracht? Nobelpreisverdächtig! Halli hallo, und gute Unis nützem natürlich dem Prestige des Staates daher können wir ja auch so gute Unis zur Verfügung stellen und das ganze Ausland kommt bei uns arbeiten. Nach ihrer Logik schlage ich daher vor, wir Einheimische hören gleich alle sofort mit Arbeiten auf...
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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    3k ist viel zu wenig. Insb., wenn man betrachtet, dass das Unternehmen den Absolventen behalten kann und dann 1) weiss genau was es hat, 2) es hat einen neuen MA, der das Unternehmen schon sehr gut kennt, besser, als manche andere MA, 3) vernetzt unter anderen Jungen ist und somit weitere Lernende ins Unternehmen holen kann, was insb. in kritischen Branchen nützlich ist. Das ist sicher nicht bloss 3k im Jahr wert.
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    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Was soll 3k sein?
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    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      3k ist der gängige Ausdruck für 3 Tausend. k=Kilo, steht für Tausend.
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    3. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Ja, das ist eine tolle Wachstumsstrategie. Ein richtiges Schneeballsystem! Ein Selbstläufer. Dass darauf nicht schon andere gekommen sind? Gerade bei kritischen Branchen... Sie dürfen mich in meinem Betrieb sofort beraten, wenn ich dann die ersten Millionen netto verdiene, werde ich Sie beteiligen.
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