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KMUs versuchen sich über Wasser zu halten
Aus News-Clip vom 04.06.2020.
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Etliche Branchen leiden enorm Nach der Coronakrise kommt nun die Konkurswelle

  • Neue Zahlen vom Mai zeigen, dass die Zahl der Konkurseröffnungen ansteigt.
  • Das ist ein Indikator dafür, dass eine Konkurswelle auf die Schweiz zurollt.
  • Während des Höhepunkts der Coronakrise gingen die Konkurseröffnungen noch zurück – unter anderem wegen des Betreibungsstopps und anderen Hilfsmassnahmen.

Auch das Eventunternehmen «rmp Eventservices» in Basel kämpft ums Überleben. «Wenn wir keine Unterstützung bekommen, geht die Firma Konkurs. Wir haben keine Aufträge mehr, es ist schlimm. Und es ist auch nichts in Aussicht», sagt Geschäftsführerin Petra Sarke.

In normalen Zeiten ist die Firma im Bereich Bühnenbau tätig für grosse Konzerte wie zum Beispiel im Hallenstadion Zürich oder an Open-Air-Veranstaltungen.

Wenn wir keine Unterstützung bekommen, geht die Firma Konkurs. Wir haben keine Aufträge mehr.
Autor: Petra SarkeGeschäftsführerin rmp Eventservices

Wann die Firma ihre Arbeit wieder aufnehmen kann, sei nicht absehbar. Der einzige Lichtblick seien Gelegenheitsjobs für ihre Mitarbeitenden, wie zum Beispiel Hilfsarbeiten bei einem befreundeten Gärtner.

«Das bringt uns aber nur einen Bruchteil der Einnahmen, die uns weggebrochen sind, vielleicht 10 Prozent», sagt Sarke. Im besten Fall könne sie damit einen Teil ihrer Fixkosten decken. Hinzu kommt, dass Ende Mai ein Teil des Anspruchs auf Kurzarbeitsgelder wegfällt.

Die Situation des KMU «rmp Eventservices» ist kein Einzelfall und zeigt, dass es in den Branchen, die von der Coronakrise besonders betroffen sind, düster aussieht. Das zeigen auch neue Zahlen zu den Konkurseröffnungen.

Drohende Konkurswelle

Eine Untersuchung des Wirtschaftsinformations-Unternehmens CRIF zeigt, dass im Mai deutlich mehr Unternehmen Konkurs anmelden mussten als in den Monaten davor. Im März und April verhinderten die Corona-Hilfsmassnahmen des Bundes, wie zum Beispiel der vorübergehende Betreibungsstopp, etliche Zahlungsengpässe. Die Zahlen vom Mai sind ein Vorbote der drohenden Konkurswelle.

CRIF-Sprecherin Heidi Hug betont zwar, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu geniessen seien. Erst die kommenden Monate würden das Ausmass der Konkurse zeigen. Aber es sei zu erwarten, dass die Konkurswelle auch auf Sektoren überschwappe, die eigentlich nicht direkt von der Pandemie betroffen sind.

«Wenn zum Beispiel Restaurants ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können, bekommen das auch die Immobilien-Firmen zu spüren. Das kann einen Rattenschwanz auslösen», sagt Hug.

Tagesschau, 30.05.2020, 19:30 Uhr

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Hunziker  (MH1)
    Inder Grafik sehe ich deutlich weniger Konkurse im März, April und Mai als vor Corona. O.k., diese wurde verschleppt wegen den Hilfsmassnahmen. Dennoch sehe ich kein Problem, auch wenn in den nächsten Monaten mehr Konkurse folgen, solange bis der Durchschnitt wieder auf dem Niveau von Jan und Feb liegt. Das wäre ja der Normalstand ohne Corona.
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  • Kommentar von Ulrich Zimmermann  (Crocc)
    Jetzt zeigt sich wie der unnötige shut-down des BR die Wirtschaft beschädigt hat. Solch brutale Eingriffe dürfen nur in äusserster Not gemacht werden; dazu bestand nie eine Ueberlastungsgefahr der Spitäler. Händewaschen, Abstand halten, zuhause bleiben und Versammlungsverbote hätten uns genügend geschützt ohne Wirtschaftsstillstand. Die enormen Schulden, die mit Hilfsgeldern und Bürgschaften gemacht werden, belasten unsere Zukunft über Jahrzehnte. Der BR hat wirtschaftlich versagt.
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    1. Antwort von Vale Nipo  (VNxpo)
      Das Problem war ja, dass damals noch niemand genau wusste mit was für einem Virus wir es zu tun haben. Stellen Sie sich vor dieses Virus wäre ein paar RNA-Veränderungen tödlicher gewesen.
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    2. Antwort von Martina Möckli  (MaMoe)
      Sie (Kritiker des ”unnötigen” shut-downs”) widersprechen sich ja selbst. ”Händewaschen, Abstand halten, zuhause bleiben und Versammlungsverbote hätten uns genügend geschützt ohne Wirtschaftsstillstand.” Und wenn alle zuhause bleiben mit Versammlungsverbot hätte das Konzerttechnik-Unternehmen mehr Umsätze? Die Hotels, Restaurants, Kulturszene? Fragen Sie mal in Schweden nach... die wirtsch. Schäden sind auch ohne shut down immens. Wer zuhause bleiben soll ”lädeled” kaum - auch wenn er dürfte.
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    3. Antwort von robert mathis  (veritas)
      U.Zimmermann hinterher ist man immer klüger,NIEMAND wusste wie sich der Corona-Virus entwickeln würde (best.auch Sie nicht) ich denke so schlecht waren die Reaktionen des Bundesrates auch im Vergleich mit anderen Staaten nicht,verbessern kann man immer,zudem glauben Sie ernsthaft die Leute hätten sich alle freiwillig an die von Ihnen gewünschte Empfehlungen gehalten,man sieht ja heute wie schnell die Menschen nach der Lockerung schon wieder fahrlässig sind.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Die 2. Welle eben, wie schon gesagt, mit Höhepunkt im nächsten Frühling.
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