Affäre um Staatsfonds Finma büsst Bank Coutts mit 6,5 Millionen

Zu sehen der Schriftzug der Bank Coutts. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Privatbank Coutts gehörte lange der Royal Bank of Scotland, heute ist sie in Besitz der Genfer UBP: Reuters

  • Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) büsst die Privatbank Coutts mit 6,5 Millionen Franken.
  • Coutts habe schwer gegen Geldwäscherei-Bestimmungen verstossen, begründete die Finma ihren Entscheid.
  • Der Verstoss steht im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Gegen die verantwortlichen Mitarbeiter der Bank wird nun ein Verfahren geprüft. Bereits im April 2016 hatte der ehemalige Besitzer, die Royal Bank of Scotland (RBS), die Eröffnung eines Enforcement-Verfahrens durch die Finma bestätigt, ohne jedoch den Zusammenhang mit dem 1MDB-Skandal herzustellen.

Dieses Verfahren hat die Finma gemäss ihren Angaben nun abgeschlossen. Laut der Behörde standen die diagnostizierten Mängel in der Geldwäschereibekämpfung im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen und Transaktionen im Umfeld der mutmasslichen Korruptionsaffäre rund um den malaysischen Staatsfonds 1MDB.

Coutts ist heute mehrheitlich im Besitz der Genfer Union Bancair Privée (UBP).