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Schweizer Unternehmen immer mehr in weiblicher Hand
Aus Tagesschau vom 17.07.2020.
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Frauen in der Geschäftsführung CSS-Chefin: «Die Firmenkultur ist entscheidend»

Ein Trend ist erkennbar: Frauen werden häufiger in die C-Ebene, die Geschäftsleitung von Konzernen, gewählt als noch vor einigen Jahren. Philomena Colatrella ist seit 2016 Geschäftsleiterin der CSS und erklärt im SRF-Interview, was Unternehmen mit diversen Teams gewinnen können.

Philomena Colatrella

Philomena Colatrella

CSS-Chefin

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Philomena Colatrella ist seit 2016 Konzernchefin der CSS und damit die einzige Frau in der CSS-Geschäftsleitung. Die ausgebildete Rechtsanwältin führt als einzige Frau eine Schweizer Krankenversicherung.

SRF News: Führen Frauen Ihrer Erfahrung nach anders als Männer?

Philomena Colatrella: Es gibt Führungsprinzipien, die von Männern und Frauen analog umgesetzt werden. Ich denke aber auch, dass Frauen über gewisse Attribute verfügen, die bei ihnen stärker ausgeprägt sind: Beispielsweise Kommunikation und Kreativität, aber auch Fürsorge. Und ich glaube, genau diese Eigenschaften sind entscheidend für die Zukunft und Wandlungsfähigkeit eines Unternehmens.

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Colatrella: «Weibliche Eigenschaften sind entscheidend für die Unternehmenszukunft»
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Bisher sind Sie die einzige Frau in der Geschäftsleitung der CSS. Woran liegt das?

Frauenförderung braucht Zeit. Es ist wichtig, dass wir nicht nur oben ansetzen, sondern auch beim mittleren Management und den unteren Etagen Frauenförderung betreiben. Systematisches Talentmanagement in diesem Bereich durchzuführen, heisst Frauen auf Führungspositionen vorzubereiten.

Es darf nicht sein, dass jene, die am längsten arbeiten oder die Ellbogen ausfahren, in Führungspositionen gelangen.
Autor: Philomena ColatrellaCSS-Chefin

Da sind wir auch bedacht darauf, dass wir interne Beförderungen stimulieren und unterstützen können, damit wir über einen Strauss an Kandidatinnen verfügen. Bei der Rekrutierung für Geschäftsleitungspositionen achten wir systematisch darauf, dass die Short-List mindestens zu 50 Prozent aus Frauen besteht.

Was halten Sie von Frauenquoten?

Ich glaube, es ist wichtiger eine Unternehmenskultur zu etablieren, die Frauenförderung unterstützt und Frauenkarrieren entsprechend ermöglicht. Man muss diesen wichtigen Diskurs in der Gesellschaft fortsetzten und die Rahmenbedingungen schaffen, um Frauen weiter zu fördern.

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Colatrella: «Firmenkultur ist wichtig»
Aus News-Clip vom 17.07.2020.
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Es darf nicht sein, dass jene, die am längsten arbeiten oder die Ellbogen ausfahren, in Führungspositionen gelangen. Sondern es sollen jene sein, die sich am besten eignen und die besten Eigenschaften aufweisen. Und in diesem Kontext geht es auch darum, dass Frauen ihre eigenen Ambitionen manifestieren und den Mut haben, in eine Führungsposition hineinzugehen.

Weshalb ist Diversität ein Mehrwert?

Diversität ist ein kultureller Mehrwert für das Unternehmen, hat aber einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse. Das habe ich in den letzten vier Jahren beobachten können. Insbesondere wenn es darum geht, wie Diskussionen geführt werden oder wie sich der Entscheidungsfindungsprozess abspielt. Letztlich betrifft Diversität aber auch die Qualität der Beschlüsse. Es lohnt sich gemischte Teams zu unterstützen und zu fördern. Davon bin ich überzeugt.

Das Gespräch führte Céline Meier.

Tagesschau, 17.07.2020, 19:30 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Rosche Point  (gutherzblut)
    Bei uns kriegen Frauen super Jobs, aber die sind ständig krank oder lästern über andere Mitarbeiterinnen
  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Abraham)
    Habe vor Jahren einer 21-jährigen Frau einen 3-Monatsaufenthalt in einer Tochtergesellschaft in England angeboten, bei vollem Gehalt zwecks Verbesserung der Englischkenntnisse. Hat sie abgelehnt, sie fühle sich sehr verbunden mit ihrem Wohnort. Monate später ein 23-jähriger Mann akzeptiert die gleiche Offerte. In GL und VR, wo Prestige, Macht und Geld zugänglich ist, wollen die Frauen gleich vertreten sein, in Abteilungen nicht, wohl zu mühsam. Nicht mehr mit mir.
    1. Antwort von Roger Gasser  (allesrotscher)
      Man sollte nicht von Einzelnen auf die Algemeinheit schliessen, es war eine Frau und ein Mann, die dürfen verschiedener Meinung sein!
  • Kommentar von João Muller  (Sozialdemokrat)
    Firmen schneiden wirtschaftlich besser ab wenn sie Frauen im Top Management haben wie Studien gezeigt haben. Die Alten die noch zu der Zeit geboren wurden als Frauen keine Rechte hatten werden aussterben und durch Zivilisierte ersetzt und so wird die Gleichberechtigung erreicht
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Ach so, die "Alten" sind also Unzivilisierte? Was können sie dafür, dass sie zu einer Zeit geboren wurden, als das Geschrei nach Gleichberechtigung (ich rede nicht von gleichem Lohn für Mann und Frau bei gleicher Leistung) noch kein Thema war?
    2. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      @Muller: Vielen Dank dass Sie uns Menschen aus den alten Zeiten als Unzivilisiert bezeichnen. Ich stand zwar in den 70ern, 80ern auf der Strasse und protestierte für Gleichberichtigung aber c'est la vie. Vorallem möchte ich eines sagen: Wenn Sie sich nur nicht täuschen über die jungen zivilisieten. Ich habe in den vergangenen Jahren dutzende junge Menschen ausgebildet, Dabei treffe ich derart erzkonservative Haltungen an und zwar bei beiden Geschlechtern.Mann soll arbeiten, Frau zu Hause sein.