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Der Flughafen Zürich wehrt sich gegen die Senkung der Passagiergebüren
Aus SRF 4 News aktuell vom 12.11.2019.
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Gebühren am Flughafen Zürich Dem Bazl ist der Geduldsfaden gerissen

Das Bundesamt verfügt eine Senkung der Passagiergebühren – das will sich der Flughafen Zürich nicht bieten lassen.

Schon seit längerem sind sich das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) und der Flughafen Zürich nicht einig, was die Passagiergebühren angeht.

Das Bundesamt kritisiert den Flughafen, weil dieser mit seinen Gebühren zu viel Geld verdiene. Doch die Flughafenbetreiber weigern sich bislang standhaft, die Gebühren zu senken, die jeder Passagier und jede Passagierin via Flugticket bezahlt.

60 Millionen ungerechtfertigter Einnahmen?

Nun ist dem Bazl offenbar der Geduldsfaden gerissen. Es will den Flughafenbetreiber zu deutlich niedrigeren Gebühren zwingen. Um 15 Prozent sollen sie schon ab April 2020 sinken. Konkret wären dies gemäss Angaben der Flughafen Zürich AG 60 Millionen Franken weniger Einnahmen pro Jahr.

Weniger als zwei Franken pro Passagier

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Weniger als zwei Franken pro Passagier

Für den einzelnen Passagier macht die vom Bazl verfügte Gebührensenkung nur wenig aus. Bei mehr als 30 Millionen Passagieren pro Jahr, die über Zürich reisen, bedeutet das im Durchschnitt bloss knapp zwei Franken tiefere Gebühren pro Passagier und Abflug oder Landung.

Laut dem Bazl wird bei der aktuellen Gebührenordnung das Kostendeckungsprinzip verletzt. So weise der Flughafen Zürich wegen der gestiegenen Passagierzahlen der vergangenen Jahre im regulierten Geschäftsbereich eine zu hohe Rendite aus. Im Jahr 2018 verzeichnete der Flughafen insgesamt 31.1 Millionen Passagiere.

Flughafen wehrt sich vor Gericht

Das Bazl nimmt mit seinem Entscheid eine Gebührenreduktion vorweg, die ursprünglich erst auf die Gebührenperiode ab Herbst nächsten Jahres geplant war. Diese neue Periode beginnt im Oktober 2020 und dauert – wie die derzeit noch laufende Periode – vier Jahre.

Das letzte Wort in dem Gebührenstreit ist allerdings noch nicht gesprochen. Der Flughafen Zürich will die amtlich verfügte Gebührensenkung nämlich vor Gericht anfechten.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Charpilloz  (Skeptiker)
    Das finde ich der Superhit. Da diskutiert die Politik darüber, die Ticketpreise zu erhöhen, damit weniger geflogen wird und der Preisüberwacher sorgt zusammen mit dem BAZL dafür, dass die Preise wieder runtergehen. Wäre schön, wenn die sich da mal einig würden, wass sie wollen.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Sie vermischen zwei Sachen.
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    2. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Na das Eine ist fuer Maximierung des Gewinns, das Andere fuer die Umwelt... was ist wichtiger.. ja natuerlich der Gewinn...oder?! urghhh
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  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Einige hier scheinen den Unterschied zwischen Ticketpreise und Gebühren nicht zu verstehen. Die Gebühren sollen die Kosten decken und nicht zum Gewinn beitragen. Auszug aus Artikel 21 der Verordnung über die Flughafengebühren: "[...]insbesondere dürfen sie keinen Ertrag abwerfen, der die im flugbetriebsrelevanten Bereich des Flughafens ausgewiesenen Kosten überschreitet." Eine Erhöhung der Ticketpreise müsste über zusätzliche Abgaben erfolgen und dafür braucht es zuerst eine Gesetzesgrundlage.
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    1. Antwort von Peter Mueller  (Elbrus)
      Kosten decken bedeutet keinesfalls, dass man keinen Gewinn erwirtschaften darf auf den Gebühren. Dass in Zürich mit 2 Landebahnen und viel grösserem Equipment die Gebühren höher sind als in Genf versteht sich. Die Service Leistung ist nicht vergleichbar. Das Bazl hat auch kein Wink gemacht - als Air Berlin in Zürich ausgefallen ist infolge Konkurses. (Damals die Nummer 2 in Zürich an Passagieren).
      In 2003 hat die Stadt und der Kanton dem Flughafen geholfen nicht Bern. (Swiss Air Konkurs)
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Ich habe aus der aktuell gültigen Verordnung zitiert aber Sie dürfen dort gerne selbst nachlesen. Was die anderen Thematiken hiermit zu tun haben sollen, erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht so recht. Gebühren, Staatshilfen oder Subventionen sind nicht das Gleiche.
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    3. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Elbrus. Erst einmal war ein Bankenkonsortium tätig. Dann: "Am 1. Oktober 2001 wurde die Öffentlichkeit an einer Pressekonferenz über das Projekt «Phoenix» informiert und angekündigt, dass für Teile des Konzerns in der Folge Nachlassstundung beantragt werde. Eine Übergangsfinanzierung zur Aufrechterhaltung des Flugbetriebs kam nicht mehr rechtzeitig zustande, obwohl der Bundesrat bereit war, die Hälfte eines Kredites zu übernehmen." (Wikipedia)
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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Ich wünschte der Bund würde es beim Gewässerschutz auch so genau nehmen. Und wie quer kann man nur in der Landschaft stehen und ausgerechnet jetzt das Fliegen amrlich verbilligen?
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    1. Antwort von u. Felber  (Keule)
      DAs ist doch mal Konsumenten freundlich, wenn man die abgaben hier vergünstigt. Freude herscht :)
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