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Gebührentreiber Negativzinsen
Aus 10vor10 vom 17.12.2019.
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Gebührentreiber Negativzinsen Sparschwein oder Bankkonto?

Das Geld auf dem Bankkonto arbeiten lassen – das war einmal. Heute gibt es weder Zinsen noch Zinseszinsen, sparen lohnt sich nicht mehr. Zudem verrechnen Banken immer höhere Gebühren. Seit der Einführung von Negativzinsen vor fünf Jahren sind die Gebühren um sieben Prozent gestiegen.

Schweizerinnen und Schweizer gehören weltweit zu den fleissigsten, wenn es ums Sparen geht. Zunehmend machen ihnen aber hohe Gebühren zu schaffen: Höhere Kontogebühren, Gebühren für Kunden ohne Online-Banking, neu eingeführte Bearbeitungsgebühren und vieles mehr.

Allein seit Dezember 2014 sind die Bankgebühren um insgesamt sieben Prozent gestiegen, das zeigen die Zahlen aus dem Landesindex der Konsumentenpreise. Konsumentenschützerin Sara Stalder hat dafür kein Verständnis. «Den Banken geht es blendend. Sie versuchen so, auf Kosten der Kleinsparer ihr Geschäft weiter auszubauen.»

Banken verteidigen die Gebühren

Jörg Gasser, Geschäftsführer der Bankiervereinigung, verteidigt die steigenden Gebühren mit den steigenden Kosten für die Regulierung und schwindenden Margen im Bankgeschäft. Und: «Der Kunde erwartet neue Dienstleistungen. Er will sie bequem, schnell und jederzeit verfügbar haben», sagt Gasser. Das habe seinen Preis.

Viele Kunden hätten die vielen Gebührenerhöhungen gar nicht bemerkt, sagt Benjamin Manz vom Vergleichsdienst Moneyland. «Sie vergleichen die Gebühren nicht, deshalb können sich die Banken das erlauben.» Zudem seien die Gebühren teilweise gut versteckt.

Wohin mit dem Geld?

Doch selbst wer sein Geld nicht auf dem Konto einer bestimmten Bank lassen will: Es gibt kaum Alternativen. Geld unter dem Kopfkissen aufzubewahren, sei keine Lösung, sagt Stalder. Kleinsparer haben deshalb zunehmend schlechte Karten.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Heimberg  (tomfly)
    Umso wichtiger ist es, das wir alle der Abschaffung von Bargeld entgegentreten. Das machen wir am besten damit, indem wir wieder in bar zahlen. (Hat ein Finanzexperte einmal in einem Interview auf Radio SRF geraten). Sonst haben uns Banken, Staat und der Kommerz vollständig in der Hand. Ich habe nichts dagegen hier und da mit einem Kärtchen zu zahlen, aber ein Nötli in der Tasche ist eben doch effizient und ich brauche später keine Belastungen mehr zu überprüfen.
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  • Kommentar von b. glaset  (glaset)
    Jede Bank die Negativzinsen an normale kleine Kunden weitergibt ist definitiv eine Abzockeranstalt! Die SNB kann das beweisen, hütet sich aber sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen.
    Die Bankiervereinigung weiss das ganz genau, aber die dürfen auch nichts sagen.
    Also wird der Kunde abgezock. Noch dreister die Postfinance, ein Institut, das eigentlich kein Berechtigung mehr hat!
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Unter die Matratze mit dem Spargeld und das Gehaltskonto bei einer spesenfreien Bank (das gibt es noch).
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