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Gewinneinbruch bei Raiffeisen
Aus Tagesschau vom 01.03.2019.
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Gewinn bricht ein Raiffeisen leidet unter Vincenz-Altlasten

  • Raiffeisen sah letztes Jahr den Gewinn dahinschmelzen: Er ging um fast 400 Millionen Franken zurück.
  • Grund dafür sind Wertberichtigungen auf Beteiligungen, die der frühere Chef Pierin Vincenz gekauft hatte, wie die Bank mitteilt.
  • Die Sondereffekte betragen 270 Millionen Franken.

Der Gruppengewinn sank auf 540.8 Millionen Franken, wie die Raiffeisen-Gruppe mitteilt. Die Sondereffekte im Gesamtumfang von 270 Millionen Franken belasteten auch das operative Ergebnis: Der Geschäftserfolg lag mit 699,1 Millionen Franken um 37 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Ende Januar hatte die Genossenschaftsbank den Schaden noch auf maximal 300 Millionen Franken beziffert. In der Ära Vincenz hatte Raiffeisen Schweiz zwischen 2012 und 2015 durch Zukäufe von Beteiligungen neue Geschäftsbereiche im Wert von über 1 Milliarde Franken aufgebaut.

Auch der Ertrag ist gesunken

Insgesamt erwirtschaftete die Gruppe einen Gesamtertrag von 3.01 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 7.0 Prozent entsprach. Im wichtigsten Geschäft der Gruppe, dem Zinsengeschäft, ging der Ertrag dabei trotz weiterem Kreditwachstum netto leicht um 0.9 Prozent auf 2.23 Milliarden Franken zurück.

Die Sonderfaktoren der Vincenz-Ära drückten auch auf das Kosten-Ertrags-Verhältnis. Im Vergleich zur Vorperiode verschlechterte sich dieses auf 64.9 Prozent von vorher 60.8 Prozent.

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Raiffeisen-Chef Heinz Huber will Altlasten hinter sich bringen
04:16 min, aus Rendez-vous vom 01.03.2019.
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Wachstum im Hypothekargeschäft

Im Hypothekargeschäft war die Raiffeisen-Gruppe mit einem Anstieg der Forderungen um 4.0 Prozent auf 179.6 Milliarden Franken weiterhin schnell unterwegs. Raiffeisen halte nun einen Marktanteil von 17.6 Prozent nach 17.5 Prozent im Vorjahr, so die Bank.

Die verwalteten Kundenvermögen (AuM) lagen mit 196.1 Milliarden Franken um rund 6.5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Allerdings hatte die Gruppe im vergangenen Jahr ihre Vermögensverwaltungsbank Notenstein La Roche verkauft. Insgesamt vermeldete Raiffeisen einen Zufluss von Nettoneugeldern in Höhe von 6.3 Milliarden Franken.

Aufarbeitung und Neustart

Das Jahr 2018 steht vor allem für die Aufarbeitung der Ära von Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. Mit dem Verkauf von Notenstein La Roche an Vontobel hat Raiffeisen Schweiz zudem die Entflechtung der Unternehmensstrukturen fast abgeschlossen.

Auch personell wurde aufgeräumt: Seit Januar 2019 sitzen keine Personen mehr in der Geschäftsleitung der Bank, die während der Zeit von Vincenz Mitglieder dieses Gremiums waren. In ihrer Mitteilung bezeichnet die Bank 2018 denn auch als «Jahr der Aufarbeitung und des Neustarts».

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Hans Huber – der neue Raiffeisen-Chef im Portrait
Aus 10 vor 10 vom 01.03.2019.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Toll, musste ich als Kunde nie leiden.
    1. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Nach dem mit ueber 70 000 000 000 Franken Volksvermoegen gestopften UBS-Loch mussten nur die Oberbosse und die Aktionaere nicht leiden. Dafuer konnte nachher mit einer prozentual von unter Null schon beim ersten Gewinnfraenkli prozentual unendlcihen Gewinnsteigerung "geglaenzt" werden....
  • Kommentar von Daniel Schmidlin  (Queren life)
    Ich bin langjähriger Raifeisenkunde (über 20 Jahre) und ich spüre einfach nichts. Habe ich das was verpasst? Oder geht es hier um etwas rein politisches oder Mediales? Für mich war das immer eine Top-Bank.
  • Kommentar von Hans Ochsner  (Hans Ochsner)
    Mir entsteht der Eindruck, dass es bei Raiffeisen unter der Führung von Vincenz noch deutlich besser lief als heute, was immer er ‚verbrochen‘ haben soll. Dass immer noch keine Fakten zu seinem Fall auf dem Tisch liegen und andauernd in der Presse spekuliert wird erachte ich als sehr fragwürdig.