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Legende: Video Der Panalpina-Konzern wird dänisch abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.04.2019.
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Grossfusion mit Folgen DSV übernimmt Schweizer Logistikkonzern Panalpina

  • In der Logistikbranche kommt es zu einer Grossfusion.
  • Der dänische Logistiker DSV übernimmt den Schweizer Logistikkonzern Panalpina für 195.80 Franken je Aktie, wie Panalpina mitteilt.
  • Damit wird Panalpina mit 4.6 Milliarden Franken bewertet.

Im Januar hatte DSV ein Übernahmeangebot für Panalpina gemacht. Damals hatte Panalpina das Angebot entschieden zurückgewiesen. Nun steht der Deal: Die drei grössten Panalpina-Aktionäre haben sich mit dem dänischen Mitbewerber geeinigt.

Die dänische DSV hatte ihr Angebot seit Januar merklich aufgebessert: Hatte der Konzern anfangs noch 166 Franken pro Panalpina-Aktie geboten, sollen es jetzt 195.80 Franken sein. Diesem Angebot konnte die Ernst-Gröhner-Stiftung – die Panalpina mit einem Aktienanteil von 46 Prozent kontrolliert – offenbar nicht widerstehen.

Unklare Folgen für Mitarbeiter

Das neue Unternehmen erhält den Namen DSV Panalpina AS. Die Ernst-Gröhner-Stiftung wird künftig noch einen Aktienanteil von elf Prozent halten. Ein Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2019 erwartet.

Nach Abschluss des Tauschangebotes würden DSV und Panalpina zu einem der weltweit grössten Logistikunternehmen mit einem kombinierten Umsatz von umgerechnet rund 18.2 Milliarden und einer kombinierten Belegschaft von rund 60'000 Mitarbeitern.

Grösse ist im hart umkämpften internationalen Logisitikmarkt ein wichtiger Faktor. So hielten viele Beobachter Panalpina mit rund 5 Milliarden Franken Umsatz pro Jahr langfristig für nicht überlebensfähig.

Beide Unternehmen gehen davon aus, dass mit der Übernahme erhebliche Synergien genutzt werden können, wie sie heute schreiben. Was das konkret für die Mitarbeiter heisst, ist offen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Silvio Walter (s.Walter)
    Solchen Ausverkäufen, die früher oder später zigtausende von Arbeitsplätzen in der Schweiz gefährden und vernichten, wird seit Langem tatenlos zugeschaut. Wenn aber zu hinterst im Verzascatal oder zu oberst im Goms ein Rustico oder ein Ferienchalet (und das gar als Zweitwohnung !!) an einen Ausländer verkauft wird, so wird das für die Schweiz als eine massive Bedrohung angesehen und gehört strengstens verboten. Das verstehe wer will...
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Walter: In der Schweiz arbeiten für Panalpina 600 von 14500 Mitarbeitern. DSV und Panalpina sind beides mittlere Unternehmen (wobei DSV mit 3x soviel Leuten nur doppelt soviel Umsatz macht wie Panalpina) und entsprechendem Konkurrenzdruck ausgesetzt. Dies in einem Markt, wo Grösse eine entscheidende Rolle spielt. Insofern ist eine solche Fusion sinnvoller, da wirtschaftlich nachhaltiger als letztendlich einfach von einem ganz grossen geschluckt zu werden.
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    2. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Ducrey: Ich denke das der Bund durch aus Gesetze erlassen könnte die den Waren- und Packettransport innerhalb des Landes den CH Betrieben vorbehält. Aber das widerspräche natürlich dem Geistes des Kapitalismus. Jaja, es muss halt alles globalisiert und der Welt gegenüber geöffnet werden. Alles? Nein, der Bürger natürlich nicht. Der muss via SVP Doktrin natürlich weiterhin in den Mauern der Neutralität sitzen.
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    3. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Schulenburg: 1. Solche Gesetze gibt es bereits (siehe Kabotageverbot). 2. Panalpina ist weniger als Päckliverteiler innerhalb der Schweiz tätig, sondern vielmehr ein globaler Anbieter von Logistiklösungen. 3. Wie erwähnt: Viele Schweizer Firmen haben ausländische Firmen aufgekauft und viele Schweizer Firmen wurden von ausländischen Firmen gekauft. Das ist freie Marktwirtschaft (siehe BV Art. 94) und genau diese hat uns Wohlstand beschert, den wir heute haben.
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    4. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      @Ducrey: Welchen Wohlstand? Den von Aktionären und Firmenvorsitzenden meinen Sie wohl. Das was sie beschreiben ist der Kapitalismus und keinesfalls die Marktwirtschaft. Schon gar nicht die soziale Marktwirtschaft. Deshalb geht die Lohnschere nicht nur immer weiter auf, sie überdreht in der Schweiz förmlich.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Der finale Pirrussieg der von der Politik und Juxtiz ungezuegelten Aktionaere. Auf dem Puckel von Buerger, Volk und Staat wird das private und immer mehr gar auch frueher staatliche Tafelsilber zur Tributpflicht an auslaendische Aktionaere verkauft....
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      @Dupond: Was meinen Sie, wieviele ausländische Tochterunternehmen Schweizer Firmen haben (von Alpiq via Novartis und Stadler bis Vitra und der Zürcher Kantonalbank)? Wenn der von Ihnen vorgeschlagene Protektionismus weltweit herrschen würde, gäbe es keine global tätigen Schweizer Firmen und auch keine ausländischen Investoren, die in der Schweiz Arbeitsplätze schaffen.
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    2. Antwort von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
      Na ja die bösen ausländischen Aktionäre, irgendwei greift dieses Denken ein wenig zu kurz, denn in einer Mehrheit von Fällen dürften es wohl im Ausland die bösen schweizerischen Aktionäre sein! Übrigens auch solche die mit PK Geld geschäften!
      Es wäre intelligenter, wenn wir uns unter diesen Umständen einmal vertieft fragen würden, was denn so an der Konzernverantwortungsinitiative toll sein soll. Es sei denn das politische Ziel wäre es, wichtige Steuerzahler aus der Schweiz zu vertreiben!
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  • Kommentar von Andreas Müller (Hugh Everett)
    Und wieder ist ein Schweizer Unternehmen weg...
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