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Corona setzt auch der Schweizerischen Post zu
Aus Rendez-vous vom 27.08.2020.
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Halbjahresergebnis Corona-Pandemie schmälert Gewinn der Post deutlich

  • Die Coronakrise wirkt sich auf das Halbjahresergebnis der Post aus: Der Konzerngewinn beträgt nur noch 30 Millionen Franken, das sind 163 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.
  • Das Halbjahresergebnis werde wegen der Pandemie mit einem negativen Effekt von rund 120 Millionen Franken belastet, teilt die Post mit.
  • Das Betriebsergebnis von PostFinance sank um 86 Millionen auf 60 Millionen Franken und bei Postauto ging der Verkehrsertrag um 17.8 Prozent zurück.

Die Coronakrise habe bedeutende Trends wie die Mengenrückgänge im Briefgeschäft und im Zahlungsverkehr am Postschalter beschleunigt. Auf der anderen Seite habe die Pandemie das Online-Geschäft positiv beeinflusst und bei den Paketen zu einem deutlichen Mengenanstieg im Vergleich zum Vorjahr geführt. Die Zunahme an Paketen könne aber die negativen Effekte auf das Konzernergebnis finanziell nicht kompensieren.

Corona beschleunigte Entwicklungen im Kerngeschäft

Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig die Post für die Grundversorgung der Schweiz sei – insbesondere in der Logistik. Alex Glanzmann, Leiter Finanzen Post, sagt dazu: «Das riesige Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat mich beeindruckt. Es ist ihnen und damit der Post gelungen, die gesamte Schweiz mit wesentlichen Dienstleistungen zu versorgen. Und das unter erschwerten Bedingungen aufgrund der geltenden Abstandsregeln.»

Post verarbeitet 22 Prozent mehr Pakete

Die Post hat im ersten Halbjahr knapp 87 Millionen Pakete verarbeitet, das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein im April stellte die Post 17 Millionen Pakete zu, das sei so viel wie noch nie in einem einzelnen Monat in der 170-jährigen Geschichte der Post. Das führte bei PostLogistics zu einem Betriebsergebnis von 108 Millionen Franken, 40 Millionen mehr als im Vorjahr.

Auf der anderen Seite wurden im ersten Halbjahr 7.8 Prozent weniger Briefe versandt als im Vorjahreszeitraum. Insbesondere bei den Werbesendungen sei es zu einem starken Rückgang gekommen. Das führte bei PostMail zu einem Betriebsergebnis von 110 Millionen Franken, 84 Millionen weniger als zuvor.

Auch PostFinance und Postauto verlieren

Bei Postauto sank der Verkehrsertrag um 17.8 Prozent, hauptsächlich wegen des reduzierten Verkehrsangebots während des Shutdowns. Mittlerweile sei die Nachfrage aber wieder deutlich gestiegen, auch wenn die Auslastung noch nicht ganz so hoch sei wie vor der Krise.

Das Betriebsergebnis von PostFinance sei gegenüber dem Vorjahr um 86 Millionen auf 60 Millionen Franken gesunken. Hauptgrund für den Rückgang sei der Zinsertrag, der aufgrund der anhaltend tiefen Zinsen um 31 Millionen Franken abgenommen habe.

SRF 4 News, 27.08.2020, 10:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Baumgartner  (Beumli)
    Da bleibt nur staunen, es rentiert anscheinend hinten und vorne nicht, Post nur noch zwei, drei mal pro Woche!
    Aber Pet einsammeln ist ganz was anderes???
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    „Nur“ 30 Mio CHF Gewinn nenne ich „jammern auf hohem Niveau“!
  • Kommentar von Peter Belmi  (P.B.)
    Solange die Post immer noch einen Gewinn von 30 Millionen Franken macht ist Klagen fehl am Platz. Sogar ein Verlust wäre nicht so tragisch, dafür bildet man ja Reserven in guten Jahren