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Handelsstreit USA und China China will 25 Prozent Zoll auf Soja, Autos und Whisky

  • Das Finanzministerium in Peking kündigte neue Zölle auf 106 US-Produkte im Gesamtvolumen von 50 Milliarden Dollar an.
  • So sollen künftig zum Beispiel auf Sojabohnen, Autos und chemische Produkte zusätzliche 25 Prozent erhoben werden.
  • Auch Whisky, Zigarren, Mais und Orangensaft sowie einige Flugzeugtypen sind betroffen.
  • Wann genau die neuen Zölle in Kraft treten, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.
Autos
Legende: Enden Trumps Strafzölle für die US-Autoindustrie in einem Desaster? Die Vermutung liegt nahe. Keystone

Der finanzielle Rahmen der Strafzölle ist genauso hoch wie bei den neuen US-Zollplänen. Die USA hatten Abgaben von 25 Prozent auf 1300 chinesische Importgüter im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar angekündigt. Die Liste, die das Büro des Handelsbeauftragten vorlegte, reicht von Chemiegütern bis hin zu Fernsehern, Fahrzeugen und Elektronik-Komponenten.

Der Wert der Produkte spiegle den Schaden wider, der durch die «unzumutbare Politik des Technologietransfers» entstanden sei, hiess es zur Begründung. Die USA werfen China Dumpingpreise und andere unfaire Handelspraktiken sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor. China weist dies zurück.

Bereits am Montag hatte China 128 US-Produkte mit Strafzöllen belegt. Betroffen waren unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte, die aus den USA nach China eingeführt werden. Allerdings war das Volumen hier insgesamt deutlich geringer als bei der neuen Runde.

Die neuen Strafzölle weckten Sorgen über die weltweiten Auswirkungen einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften. Einige Beobachter fürchten, dass sich eine Spirale aus immer neuen wechselseitigen Strafmassnahmen ergeben könnte.

Der Streit belastet inzwischen auch die Finanzmärkte.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Das ist doch die beste Meldung seit langer Zeit - China soll ihren Schrott im eigenen Land verkaufen - dann tun sie endlich etwas gegen die Armut . Die USA ist in derselben Lage was Binnenmarkt an geht .
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Trump, dieser machtbessene und absolut dumme USA-Präsident verstrickt immer mehr Länder in bald nicht mehr kontrollierbare Verhältnisse. Nur mit China könnte er sich einen Zahn ausbeissen. So hoffe ich. Die restlichen Länder wie auch Europa liegen ihm nach-wie-vor zu Füssen !!! Traurig.
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  • Kommentar von Walter Schwarb (Schwarb Walter)
    Na ja, ein guter Schritt gegen die Globalisierung, vielleicht wird dann wieder etwas ökologischer lokal eingekauft, wenn sich die Grossen mit Strafzöllen gegenseitig ärgern. Ist schon ok.
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