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FOKUS: Ferien können dieses Jahr teuer werden
Aus 10 vor 10 vom 17.06.2021.
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Hohe Preise Ferien am Mittelmeer? Das kann teuer werden

Viele Ferienhungrige zieht es diesen Sommer wieder ans Meer. Wer jetzt noch nicht gebucht hat, muss sich auf happige Preise einstellen: Mietautos, Ferienwohnungen und Pauschalangebote sind deutlich teurer als vor der Krise. Die Gründe sind unterschiedlich.

Sonne, Sommer und endlich wieder Sandstrand. Diesen Sommer locken Mittelmeer-Destinationen dank dem Wegfall der Quarantänepflicht und weitgehend gelockerten Reiseeinschränkungen. Doch wer jetzt noch nicht gebucht hat, für den kann es teuer werden. Das bestätigt auch Barbara Zenoni. Sie betreibt in der Toskana ein Agriturismo: «Dieses Jahr sind die Preise in den Schweizer Ferien im Juni so hoch wie sonst im August», sagt sie. Der Preis könne pro Tag um 200 bis 300 Euro variieren, Listenpreise gibt es schon seit Jahren keine mehr.

Automiete: Auf Mallorca mehr als doppelt so teuer

Aber nicht nur Hotels und Pensionen haben aufgeschlagen, auch Ferienwohnungen, Mietautos und Pauschalreisen sind teurer als vor der Krise: 2019 kostete ein Mietauto auf Mallorca im Juli durchschnittlich 250 Franken pro Woche. Diesen Sommer muss bis zu 600 Franken oder mehr bezahlen, wer ein Auto der kleinsten Klasse buchen will.

«Die Preise sind krass gestiegen», sagt Frieder Bechtel vom Vergleichsdienst «Billiger-Mietwagen». Das sei eine direkte Nachwirkung des vergangenen Sommers: «Weil wegen der Corona-Massnahmen die Kunden ausblieben, mussten die Autovermieter ihre Flotten reduzieren, um nicht pleite zu gehen», sagt er. Nun fehlten vielerorts die Autos, weil die Firmen im Frühling, als die pandemische Lage noch gravierender war, kaum neue Autos gekauft haben. «Wegen des reduzierten Angebots steigen nun die Preise», sagt Bechtel.

Auch Ferienwohnungen haben zum Teil massiv aufgeschlagen. Daten des Vermieterportals Airbnb zeigen grosse Preissprünge. Drei Beispiele: Wer jetzt noch nicht gebucht hat, zahlt im französischen Nizza durchschnittlich 21 Prozent mehr als im Vorkrisenjahr 2019, im italienischen Neapel durchschnittlich 36 Prozent – und auf der spanischen Insel Teneriffa sind es gar 80 Prozent mehr.

Auch pauschal wirds teurer

Nichtsdestotrotz: Des Schweizers Reiselust ist wiedererwacht. Besonders gefragt sind Badeferien in Europa, pauschal. Hier sind die Preise im Schnitt 15 Prozent höher als vor der Krise. «Das hat zwei Gründe», sagt Markus Flick von Kuoni. «Einerseits verzichten die Hotels dieses Jahr auf Sonderangebote, weil sie häufig nicht voll ausgelastet werden können.» Kundinnen und Kunden seien aber auch bereit, dieses Jahr mehr Geld für Ferien auszugeben: «Nach 15 Monaten Krise leisten sich viele eine höhere Kategorie», sagt er.

Man saniere sich aber nicht auf Kosten der Kunden, verteidigt sich Markus Flick: «In der Hochsaison kann es auch in normalen Jahren zu höheren Preisen kommen.» Es sei letztlich eine Frage von Angebot und Nachfrage.

10vor10, 17.06.21 21.50 Uhr

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47 Kommentare

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  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    und wenn es teuer ist ist das auch kein Problem dann bleiben die Leute im eigenen Land, und verbreiten das Virus nicht noch mehr.
  • Kommentar von Guido Herr  (Guido12)
    Sorry, das ist alles Angstmache, wir sind in Spanien. War noch nie so ursprünglich, Spanier genießen ihr eigenes Land. Einreise überhaupt kein Problem mit dem Auto. Menschen zu sehen die ihr Leben genießen tut gut!
    Ab nach Espana, nie war es so schön.
    Einzig Masken zu tragen ist etwas mühsam bei 30c.
    1. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      wenn es mühsam ist dann einfach keine vor den Mund und Nase.
  • Kommentar von Heinz Michel  (Joshuatree)
    Antwort an drpesche:
    Es gibt Menschen die in den Ferien nicht nur am Strand liegen und Kneipen besuchen sonder auch das Land und Leute kennenlernen möchten da ist wohl das Auto eine gute Option!
    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Reisen, kurze, erlebnisreiche, aufregende Momente für 1,5 Mia Leute/J, gut als Einnahmequelle für Ferienländer. Man reist in die Ferne, um Sonne zu tanken od.Dinge sehen, um die wir uns normalerweise nicht kümmern, die weder den Horizont erweitern noch bilden, bei dem man meist nur zu sehen bekommt, was Länder zeigen wollen, Fassaden, eine geplagte Natur, Postkarten, Souvenirs u.ZAG=Z'Amerika gsi. Eigentlich ein rein egoistisches Vergnügen, schädlich für Natur u.Umwelt, am echten Leben vorbei.
    2. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Wenn Sie wirklich Land und Leute kennenlernen möchten, fahren Sie mit dem Fahrrad oder, zusammen mit den Leuten, welche Sie kennenlernen wollen, mit dem ÖV, Herr Michel.