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Im 3. Quartal gut unterwegs Roche gehen die Kassenschlager aus

Legende: Audio Roche: Pharmakonzern im Wandel abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
01:36 min, aus HeuteMorgen vom 17.10.2018.
  • Der Basler Pharmakonzern Roche hat in den ersten neun Monaten des Jahres weiter zugelegt.
  • Die Verkäufe stiegen um 7 Prozent auf 42,1 Milliarden Franken.
  • Die Umsätze bei Roches jüngeren Medikamenten steigen.
  • Damit kann sich das Unternehmen erfolgreich gegen den negativen Einfluss von Generika stemmen – obwohl verschiedene Patente von erfolgreichen Roche-Produkten derzeit auslaufen.

Herceptin und Rituxan – zwei Mittel gegen Krebs. Für die Patienten sind sie Hoffnungsträger, für Roche seit Jahren Kassenschlager. Doch nun ändert sich alles. Der Patentschutz von Herceptin und Rituxan ist abgelaufen. Die Konkurrenz mischt nun mit Generika auf dem Markt mit und das schlägt sich bei Roche in die Verkaufszahlen nieder. Sprich: Die Umsätze mit Herceptin und Rituxan gehen zurück.

Ebenso verdient Roche weniger an diesen Arzneimitteln. Die Marge sinkt, weil Roche nicht mehr die gleich hohen Preise verlangen kann, als sie diese noch exklusiv vertrieben hat. Ein ähnliches Schicksal droht Avastin, ebenfalls ein Mittel gegen Krebs. Sein Patent läuft 2020 aus.

Hoffnung auf neue Produkte

Roche hofft darum, dass die Einbussen bei den alten Produkten durch neue Produkte wettgemacht werden können. Zumindest beim Umsatz klappt das im Moment ganz gut: Der Pharmakonzern konnte in den letzten Jahren – und auch dieses Jahr – mehr verkaufen; etwa dank eines neuen Mittels gegen Multiple Sklerose und dank eines Bluter-Medikaments.

Bei der Marge sieht es dann aber anders aus. Sie ist rückläufig. Roche, die sich im Branchenvergleich bisher mit überdurchschnittlich hohen Margen auszeichnet konnte, hat darauf mit einem rigorosen Sparprogramm reagiert.

Weltweiter Stellenabbau

Weltweit baut das Basler Unternehmen Stellen ab. Dieses Jahr war es allein am Aargauer Standort Kaiseraugst jede zehnte der 2300 Stellen. Was den betroffenen Angestellten weh tut, verbessert die Marge und soll die Anleger wieder zum Kauf animieren.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Es gab noch Zeiten da hatten diese Betriebe noch ein gewissen, da Stellte man Menschen ein die im ersten Moment nicht Produktiv wahren aber doch sehr viel zu einer Sozial friedlichen Schweiz beitrugen. Vor über 3 Jahrzehnten erzählte mir mal ein höherer Mitarbeiter der Roche das sie 3 eigene Liftmonteure hatten, obschon nur einer gebraucht wurde, wahr ein Dienst an der Schweiz. Früher stellte man auch noch Alkoholkranke ein, damit sie die Stunden nicht tranken und ein geregelten Tag hatten.
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  • Kommentar von Olivier Wyss (owy)
    Es ist schon Wahnsinn. Damit die Roche weiter satte und sättere Gewinne machen und exorbitante CEO-Saläre bezahlenkann, werden halt einfach ein paar hunderte Stellen gestrichen. Wie viele solcher Arbeitsstellen könnten wohl mit diesen nie als Individuum zu erwirtschaftenden Boni u. Löhne erhalten bleiben. Wann hört das endlich mal auf?
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  • Kommentar von Thomas F. Koch (dopp.ex)
    Fast 42,3 Mrd Gewinn einstreichen und gleichzeitig Personal entlassen um die sich dann der Staat kümmern darf. Der gleiche Staat, der durch UST Senkungen den Konzernen noch höhere Gewinne nach Steuern schenken will. Wie lange macht die grosse Masse das Spiel noch mit?
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
      Ich hoffe nicht das sie Guillotine wieder hervorgeholt wird für diese Manager und Schmarotzer. Ich hoffe das diese Menschen lernen das sie den Bogen überspannt haben und sich auf sehr dünnem Eis bewegen. Für alle hoffe ich das man Friedlich zur Vernunft kommt!
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    2. Antwort von Peter Morgenthaler (Da war doch was)
      42,1 Mrd Gewinn wäre schon ein wenig übertrieben. Bitte Bericht lesen bevor Sie losschreien.
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