Die Wohnungssuche in der Schweiz gleicht oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen – vor allem, wenn es um die Frage der Bezahlbarkeit geht. Ob zur Miete oder zum Kauf: Daten, die das Immobilienberatungsunternehmen Iazi exklusiv für SRF ausgewertet hat, zeigen, wo Ihr Budget für eine Wohnung ausreicht.
Die wichtigsten Faustregeln
- Ob kaufen oder mieten: Abseits der Zentren ist die Wohnungssuche bei knappem Budget einfacher.
- Kaufen lohnt sich auf dem Land: In dezentralen Lagen ist die monatliche Belastung für Eigentum oft tiefer als die Miete.
- Mieten ist in der Stadt oft günstiger: An sehr zentralen Lagen und touristischen Gemeinden ist mieten deutlich weniger teuer als kaufen.
Soweit die allgemeinen Regeln. Aber was bedeutet das für Sie persönlich? Der interaktive Rechner beantwortet Ihnen in drei Schritten die wichtigsten Fragen:
Selbst wenn man sich die ortsübliche Miete oder den Kaufpreis leisten kann, heisst das nicht, dass man auf dem Markt eine passende Wohnung findet. Das Angebot ist oft begrenzt. Die Datenanalyse zeigt: Im ersten Quartal 2026 wurden im Durchschnitt nur 0.6 % aller Eigentumswohnungen zum Kauf ausgeschrieben. Bei den Mietwohnungen wurden immerhin 2.4 % zur Miete ausgeschrieben.
Die Marktverfügbarkeit von Eigentumswohnungen ist in der lateinischen Schweiz höher als in der Deutschschweiz. Mietwohnungen finden Sie vor allem im Mittelland und dem Jura.
«Die Lage ist angespannt»
«Es ist für alle teuer», sagt Donato Sconamiglio, Professor an der Universität Bern, Verwaltungsratspräsident von Iazi und Zürcher Kantonsrat (EVP). Besonders beim Eigentum hinke das Angebot der Nachfrage hinterher. «Die aktuelle Lage ist sehr angespannt. Junge Familien, die gerne ein Haus kaufen möchten, träumen lange, weil die Preise steigen und steigen.»
Im Vorteil ist, wer nicht umziehen muss: Eigentümerinnen und Eigentümer profitieren von einem steigenden Wert ihrer Immobilie, während die Bestandsmiete von langjährigen Mieterinnen und Mietern stabil bleibt. Teuer wird es dagegen beim Umzug.