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Apple verändert sein Geschäftsmodell
Aus Echo der Zeit vom 03.01.2019.
abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
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iPhone-Verkäufe gehen zurück Apple stösst an Grenzen

Auf keinem anderen Gerät telefonieren Schweizerinnen und Schweizer häufiger, senden Text-Nachrichten, checken Facebook, hören Musik, lesen News: Das iPhone von Apple – hierzulande das meistverkaufte Smartphone. Weltweit ein Erfolg, der Apple einst zur wertvollsten Firma an der Börse gemacht hat.

Doch nun macht ausgerechnet dieser Verkaufsschlager dem Techgiganten aus Kalifornien Probleme. Die iPhone-Verkäufe gehen zurück. Schuld sei China. Das dürfte aber nicht der einzige Grund sein.

Smartphone neu erfinden ist schwierig

Ja, die Wirtschaft in China wächst nicht mehr ganz so rasant. Auch der Handelsstreit zwischen den USA und China belastet wohl die iPhone-Verkäufe. Das sind Fakten welche Apple nicht beeinflussen kann.

Doch neben diesen geopolitischen Gegebenheiten gibt es andere, kontrollierbare Elemente: Der Preis und die Innovation sind zwei Beispiele. Diese sind relevant für den Verkauf des für Apple so wichtigen Smartphones. Das iPhone macht rund 60 Prozent des Umsatzes aus beim Technologie-Giganten.

Kleine Schritte, grosser Preis

Die Innovationsschritte werden mit dem Alter des Smartphones immer kleiner. Das ist nicht nur ein iPhone-Phänomen, sondern eine Beobachtung in der ganzen Branche. Die Konsequenz daraus: Smartphonebesitzer ersetzen ihre Geräte nicht mehr so häufig. Anstatt alle zwei Jahre, im Schnitt noch rund alle drei Jahre.

Der hohe Preis für die Geräte dürfte das seinige dazu tun bei diesem Einkaufszyklus. Apple ist als erster Smartphone-Produzent an die Schmerzgrenze gegangen. Mit 1000 Franken und mehr pro Gerät für viele iPhone-Besitzer auch darüber hinaus. Apple muss sich die rückläufigen Verkäufe, die sich in den letzten Monaten bereits abgezeichnet hatten, also auch selbst zuschreiben.

Dienstleistungen rücken in den Fokus

Hat Apple damit den Zenit überschritten? Bei den Smartphone-Verkäufen vielleicht. Der Fokus dürfte sich immer mehr auf ein anderes Geschäftsfeld verlagern. Auf die Dienstleistungen. Zum Beispiel auf den eigenen Musikstreaming-Dienst oder das Datenspeicherungs-Geschäft – die Cloud. Diese Geschäfte wachsen rasant.

Grundlage für dieses Dienstleistungs-Geschäft sind dabei aber die Apple-Geräte, auf denen diese Services genutzt werden. Das heisst für Apple: Möglichst viele Geräte – nicht nur Smartphones, sondern auch Tablets, Smartwatches und Laptops – zu verkaufen. Und dies scheint zu gelingen. Derzeit seien so viele Apple-Geräte im Umlauf wie noch nie zuvor, meldet der Konzern. Das ist zumindest eine solide Basis um das serbelnde iPhone-Geschäft zu kompensieren.

Samuel Emch

Samuel Emch

SRF-Wirtschaftsredaktor

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Die Digitalisierung der Wirtschaft und ihre Auswirkung auf die Gesellschaft bilden den Kern der Arbeit von Samuel Emch. Ausserdem stehen die Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten in seinem Fokus.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Nobs  (bernstein)
    Da macht Apple zum ersten mal in 10 Jahren keinen Bombenumsatz und schon kommen alle und lamentieren das serbelnde iPhone und Apple gleich mit...
    Apple kriegt halt die Breitseite chinesischer Denkweise ab: USA Zetteln Handelskrieg an, Chinesen boykottieren Amerikanische Produkte. Ja so sind die Chinesen.
    Und nein ich bin gar kein Fan der momentanen Astronautenpreispolitik bei Apple, aber Security/Privatsphäre hat nunmal seinen Preis. Wer kauft denn schon ein Android One-Gerät?
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  • Kommentar von Samuel Müller  (Samuel Müller)
    Die Dinger laufen auch ewig ...!
    Aber eventuell sind Produkte die ewig laufen (und das erst noch top!) nicht geeignet für einen Wegwerfmarkt in dem der Konsument entweder nicht rechnen kann oder schlicht das Geld nicht hat für ein Topprodukt und sich zusammen mit seinem Umfeld und den Werbefloskeln einredet er bekäme für viel weniger Geld das gleiche. Und da haben wir noch gar nicht von der perfekten Übereinstimmung mit der hauseigenen Software geredet ... sicher, einfach, extrem effizient.
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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    Mein 4-jähriges iPhone 6 funktioniert immer noch bestens. Warum soll ich ein 1200 CHF-Gerät kaufen, das kaum mehr bringt, dafür fast doppelt soviel kostet? Das nächste Gerät wird von der Konkurrenz sein.
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