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IWF: Corona-Rezession kostet die Welt Billionen
Aus Info 3 vom 24.06.2020.
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IWF-Prognose zu Corona-Folgen «Kein Land bleibt verschont»

Die Corona-Rezession kostet die Welt voraussichtlich 12.5 Billionen Dollar. Das sagt IWF-Chefökonomin Gita Gopinath.

Die Prognosen, die Gita Gopinath, die Chefökonomin des IWF, an einer virtuellen Medienkonferenz präsentiert hat, sind ernüchternd: «Die Rezession in diesem Jahr dürfte tiefer ausfallen und die Erholung im nächsten Jahr harziger als noch vor zwei Monaten gedacht.»

Minus 12.5 Billionen Dollar in zwei Jahren

Im laufenden Jahr wird die Weltwirtschaft demnach um fast fünf Prozent schrumpfen. Vor allem weil Verbraucher wegen der Coronakrise weniger konsumieren. In den USA erwartet der IWF ein Minus von acht Prozent, in der Eurozone ein Minus von gar zehn Prozent. Ähnlich dürfte es in Lateinamerika aussehen.

Die globale Wirtschaftsleistung wird laut IWF im laufenden und im nächsten Jahr wegen der Coronakrise um insgesamt 12.5 Billionen Dollar geringer ausfallen.

Gita Gopinath.
Legende: Gita Gopinath: «Kein Land bleibt verschont. Die ärmeren Länder brauchen zudem mehr Hilfe von den reichen Ländern.» Keystone

China mit leichtem Vorsprung

Anders präsentiert sich hingegen die Lage in China, das die Pandemie als erstes Land durchlebt hat: Dort könnte die Wirtschaft über das gesamte Jahr betrachtet in diesem Jahr um ein Prozent wachsen. Aber auch das wäre für chinesische Verhältnisse kein gutes Jahr.

Die Prognosen des IWF für die Weltwirtschaft sind düster. Aber selbst dieses düstere Szenario setzt voraus, dass die Corona-Pandemie im zweiten Halbjahr weitgehend unter Kontrolle bleibt.

Leichte Erholung im 2021

Im nächsten Jahr könnte die Weltwirtschaft dann um knapp 5.5 Prozent anziehen. Das tönt nach viel: Doch es gilt zu bedenken, dass diese Erholung von einem sehr tiefen Niveau aus starten würde.

Kommt hinzu, dass praktisch alle Länder noch lange an den Folgen der Coronakrise zu beissen haben werden. IWF-Chefökonomin Gopinath verweist auf die öffentliche Verschuldung: «Sie wird so hoch sein wie nie zuvor und den bisherigen Höchststand vom Ende des Zweiten Weltkrieg übertreffen.»

Die öffentliche Verschuldung wird so hoch wie noch nie und gar höher als nach dem Zweiten Weltkrieg.
Autor: Gita GopinathChefökonomin IWF

Das gilt laut Gopinath gleichermassen für Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer. An diesen Schulden dürften somit auch nachfolgende Generationen noch zu beissen haben.

Info 3, 24.06.2020, 17.00 Uhr

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Corinne Ehrler  (Corinne Ehrler)
    Während 2 Monaten Lockdown ist das Vermögen der 5 reichsten westlichen Milliardäre um ca. 30% gestiegen.... Wir reden hier von x Billionen. Gehalten in Fonds mit Domizil auf den Virgin Islands, Delaware etc, kurz Steueroasen. Es wird also praktisch nichts versteuert. Wir brauchen einen fundamentalen Systemwechsel - dringend!
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    1. Antwort von Delmar Lose  (DeLo)
      Sehr dringend - was wir Menschen machen ist total unverantwortlich und kontraproduktive!
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  • Kommentar von Johann Wieser  (Klausi)
    Die Zukunft einer jeden Gesellschaft sind unsere Kinder und deren Kinder. Wieviel Schulden können wir anhäufen ohne deren Zukunft nachhaltig zu gefährden ... und damit die Zukunft unserer Gesellschaft. Wie werden lernen müssen mit COVID-19zu leben ... und können uns nicht viele lock downs leisten.
    Vielleich bedeutet das den Tod von mehreren 10 Mio Menschen weltweit zu akzeptieren ... keine einfache Entscheidung ... bin froh kein Politiker zu sein.
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    1. Antwort von Jürg Sand  (Jürg Sand)
      Na, Herr Wieser, wer wird den gleich an 10 Millionen Tote denken, wenn noch nicht einmal die Zahl von ca. 690’000 Grippetoten (2015/16) erreicht wurde. Ausser man glaubt an „schreckliche“ weitere zwanzig „Wellen“. Was ist übrigens mit der üblichen Influenza-Welle dieses Jahr los, wo sind die 290‘000 bis 690‘000 Opfer, zählen die nicht mehr oder gab es die nie in anderen Jahren?
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  • Kommentar von Adrian Müller  (Adrian Müller)
    Ja genau der IWF, der alle Völker dieser Welt, mit der Schulden Falle versklavt. Die CH hat nach den letzten 3 Monaten nur Schulden und Arbeitslosen angehäuft, sprich eine Krise. Die Länder und die Menschen werden immer abhängiger vom Staat.
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