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Legende: Audio Wie sich unser Fleischkonsum aufs Klima auswirkt abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 14.08.2019.
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Klimasünde Fleisch Was tun, damit uns der Appetit nicht vergeht?

  • Die Fleischproduktion verursacht vergleichsweise viele klimaschädliche Treibhausgase.
  • Die Klimabilanz lässt sich nur verbessern, wenn wir unsere Essgewohnheiten umstellen.
  • Die Branche leistet sich einige Leuchtturmprojekte – doch die Hauptverantwortung sieht sie bei den Konsumenten.

Verdauen die Kühe ihr Futter, entsteht Methan. Der Dünger für das Futter setzt Lachgas frei. Der Traktor stösst CO2 aus. Der Grossteil der inländischen Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft geht auf das Konto der Tierproduktion.

Der Schlüssel für mehr Klimaschutz liege vor allem im Konsum, sagt Regula Kennel, Leiterin der Unternehmensentwicklung beim Branchenverband Proviande: «In der Schweiz wird nur produziert, was gegessen wird. Am Ende entscheidet der Konsument, ob er mehr oder weniger Fleisch isst.»

Bislang gebe es keine Anzeichen, dass wegen der Klimadebatte weniger Fleisch konsumiert würde. Seit 2012 liegt der Konsum konstant bei rund 50 Kilogramm pro Person und Jahr. Handlungsspielraum sieht Kennel trotzdem: «Wir könnten eher auf Importfleisch verzichten und möglichst viel des geschlachteten Fleischs konsumieren.»

Suche nach nachhaltigem Ersatz

Deshalb werden vermehrt auch die etwas weniger edlen Stücke – sogenannte «Second Cuts» – beworben. Bislang finden diese Fleischstücke allerdings vergleichsweise wenig Kundschaft.

Inzwischen setzen Detailhändler und auch zunehmend Restaurants gezielt auf Fleisch-Ersatzprodukte – etwa aus Getreide. Auch, weil deren Ökobilanz besser ist als diejenige von Fleisch.

Gleichzeitig haben Migros und Coop jüngst in Jungunternehmen investiert, die im Labor aus tierischen Zellen künstliches Fleisch herstellen. So auch der Fleischverarbeiter Bell, der zu Coop gehört.

Der erste Burger aus dem Labor, 2013
Legende: Fleisch aus dem Labor: die Lösung aller Probleme? Für manche Kunden dürfte der Gedanke erst einmal gewöhnungsbedürftig sein. Keystone

Mediensprecher Fabian Vetsch erklärt, dass kultiviertes Fleisch eine Alternative für jene Konsumenten sei, die ihren Konsum reduziert hätten oder ganz auf Fleisch darauf verzichteten: «Und es entsteht eine Möglichkeit, die steigende Nachfrage nach Fleisch auf eine nachhaltige Weise zu decken.»

Allerdings ist das künstliche Fleisch erst in Entwicklung. Zuerst muss es in grossen Mengen produziert werden können – und auch preislich konkurrenzfähig sein. Bis es soweit ist, dürfte es jedoch noch einige Jahre dauern.

Legende: Video Aus dem Archiv: Wie lässt sich der Fleischkonsum senken? abspielen. Laufzeit 04:50 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.08.2019.
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82 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Jede Nahrung die wir zu uns nehmen müssen ist Energie. Wir brauchen so oder so diese Energie, ob sie nun pflanzlich oder tierisch daher kommt. Und diese energie muss irgendwo herkommen. Das geht so oder so nicht zum Nulltarif.
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    1. Antwort von Nicola Harrison  (Nicola Harrison)
      Der Körper läuft mit Elektronen - tierische Produkte liefern keine Elektronen; pflanzliche Nahrung liefert hingegen Elekronen - grüne Pflanzen!
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  • Kommentar von Benjamin Knie  (Beno)
    Der Klimawahn nimmt unendliche Dimensionen ein. Für mich ist die ganze Umwelt und Klimadebatte eine grosse Krankheit. Pharmaindustrie habt ihr immer noch nicht an einem Medikament geforscht gegen die monatelang bestehende Krankheit dem Klimatraumaumweltwahn? Beeilt euch mal die Welt geht bald daran zu Grunde. Da ich nicht infiziert bin heisst das praktisch, dass ich mehr Fleisch konsumieren sollte und wesendlich mehr Treibhausgase produzieren muss. Ich sollte noch Notstromaggregate laufen lassen
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    1. Antwort von Tom Duran  (Tom Duran)
      Anstatt etwas verhindern zu wollen das eh stattfindet und nicht zu verhindern ist (der Wechsel von der Eiszeit in eine Warmzeit) sollten wir besser dafür sorgen, dass die Weltmeere und die Wälder nicht mehr verschmutzt bzw. abgeholzt werden. Das wären lösbare Probleme, nur tut sich da erschreckend wenig.
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  • Kommentar von Jimbu Bürger  (Jimbu)
    Der Viehbestand in der Schweiz beträgt 1.5 Mio Tiere.

    In der Schweiz sind 0.5 Mio Hunde registriert.
    Sie sind für unsere Nahrungskette nutzlos.
    Sie essen Fleisch das produziert und vielfach importiert (Preis) werden muss.
    Sie werden mit dem Auto zum nahen Waldrand gefahren um mit dem Herrchen in der schönen Natur zu spazieren.

    Weshalb wird in der co2 Diskussion nicht über ein Hundeverbot diskutiert?
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    1. Antwort von Jimbu Bürger  (Jimbu)
      Zusatzfrage:
      Sind die "Ablehner" Hundehalter?
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    2. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Fairerweise auch die über 1,6 Millionen Katzen erwähnen. Auch die fressen kein püriertes Gemüse.
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    3. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Vielleicht sind auch Hundehalter unter den Ablehnern, Herr Bürger. Es können aber auch Leute sein wie ich, die wissen, dass das Thema "Haustiere & CO2" schon lange mitdiskutiert wird.
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    4. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Ich bin Hundehalter (oder umgekehrt) habe 3 Hunde und 4 Katzen... und eine Nussplantage.. Meine Tiere sind hervorragende Pestkiller, fressen Ratten Maeuse und anderes Getier das speziell die jungen weichen und sehr suessen Nuesse moegen... aber ich koennte auch spritzen.. und Gift auslegen.. Bevorzuge aber die Tiere... und sind zudem gute Waechter. mfg (ich verstehe was Sie aussagen.. und habe zugestimmt!)
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