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Coronavirus: US-Notenbank senkt den Leitzins
Aus Tagesschau vom 03.03.2020.
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Konsequenzen des Coronavirus US-Notenbank senkt überraschend Leitzins

  • Die US-Notenbank hat wegen der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Auswirkungen des neuen Coronavirus ihren Leitzins überraschend um einen halben Prozentpunkt gesenkt.
  • Der Leitzins liege nun im Bereich von 1 bis 1.25 Prozent, teilte die Notenbank Federal Reserve (Fed) mit.
  • Die Notenbank werde die Entwicklung weiter genau beobachten und ihre Werkzeuge bei Bedarf einsetzen, um die Konjunktur zu stützen, heisst es weiter.

Einen derart grossen Schritt hatte es zuletzt in der globalen Finanzkrise vor zehn Jahren gegeben. Die einstimmig getroffene Entscheidung der Währungshüter überrascht die Finanzmärkte, die erst für die Zinssitzung am 17. und 18. März mit einer Senkung gerechnet hatten.

Auf einer Telefonkonferenz hatten sich die Finanzminister und Zentralbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) über ihr Vorgehen gegen die Krise abgestimmt. US-Finanzminister Steven Mnuchin betonte danach, die G7 hätten vereinbart, «alles in ihrer Macht Stehende» zur Schadensbegrenzung zu tun.

US-Präsident Donald Trump forderte die von der Regierung unabhängige Notenbank wegen der Auswirkungen des Coronavirus wiederholt zu Zinssenkungen auf. Er fürchtet – wohl auch im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl im November – infolge der Epidemie eine Wachstumsdelle.

Auch G7 wollen handeln

Nur wenige Stunden vor der Erklärung der Fed hatten die führenden westlichen Industrieländer (G7) ihren Willen bekundet, gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise vorzugehen. Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus und die Auswirkungen auf Finanzmärkte und Wirtschaft würden genau beobachtet, hiess es in einer Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs der G7.

Die Finanzminister seien bereit, auch fiskalische Massnahmen – also beispielsweise höhere Staatsausgaben – zu ergreifen, soweit dies notwendig sei. Zur Gruppe der G7-Staaten gehören die USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Italien.

SRF 4 News, 3.3.2020, 16:00 Uhr; agenturen/hesa;gotl

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Zingg  (Beat Zingg)
    Trump verlangt eine Zinssenkung, obwohl das Problem durch die ausbleibende chinesische Produktion die Lieferkette vieler Hersteller sabotiert und daher keine Produkte verkauft werden können, egal wie gross die Kaufkraft auch sein mag.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller  (KEM)
    Da hat wohl einer die Nerven verloren. Wegen dieser völlig unnötigen Zinssenkung haben die Menschen jetzt erst recht das Gefühl, es stimme was nicht, und wegen dem vergleichsweise harmlosen Coronavirus ginge bald die Welt unter. Die Börsenkurse gingen jedenfalls sofort nach unten - das Gegenteil von dem, was beabsichtigt wurde. Ausserdem zeigt sich US-Finanzminister Mnuchin deutlich als Weichei von Trumps Gnaden. Er ist nicht unabhängig, sondern macht einfach, was Trump verlangt hat.
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  • Kommentar von Thomas Meier  (Harz)
    Irgend etwas braut sich da hinter den Kulissen zusammen. Ich glaube nicht, dass bloss wegen des Corona Virus die ganze Weltwirtschaft zusammenbrechen wird, auch wenn es schon kurzfristig zeigt, wie stark wir von "Teilchen" aus China abhängig sind. Ich befürchte eher, es geht da auch noch um etwas Geopolitisches (Türkei / Russland) oder dann hat es etwas mit den kommenden Präsidentschaftswahlen respektive mit den Kandidaten zu tun... (Hillary Clinton).
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    1. Antwort von Urs Wunderli  (Urs Wunderli)
      Eher kaum etwas hinter den Kulissen .. eher fuer's grosse Schaufenster "see what i did".. Und dann..wir ..die Auslandschweizer im $ Bereich mit AHV Bezug - in meinem Fall ueber 40 J immer noch CH only - sehen den gegenwaertigen SFR/$ Wechselkurs eher mit einem lachenden Auge aber auch in vollem Verstaenniss fuer das getruebte Auge der CH Wirtschaft. Stoltz is man hier wenn man sieht was d' Schwiiz vollbingt.
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