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Kurznachrichtendienst Twitter Elon Musk wird doch nicht Twitter-Verwaltungsrat

  • Elon Musk hätte am 9. April als Verwaltungsrat des Kurznachrichtendienstes Twitter beginnen sollen.
  • Doch der Einzug in die Leitung bei Twitter ist geplatzt. Die Hintergründe dazu sind nicht bekannt.
  • Musk ist mit 9.2 Prozent der grösste Twitter-Aktionär.
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Elon Musk: Der Milliardär startet einen bizarren Twitter-Kampf
Aus Gesichter & Geschichten vom 17.03.2022.
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Musk habe ihm mitgeteilt, dass er dem Verwaltungsrat nun doch nicht beitreten werde, schrieb Twitter-Chef Parag Agrawal am Sonntagabend. «Ich glaube, dass dies das Beste ist», ergänzte Agrawal.

Der Konzern werde weiterhin offen für Musks Input sein, so Agrawal. Noch kein Statement gibt es von Musk selber oder seinem Tesla-Konzern. Als Verwaltungsrat hätte er stärkeren Einfluss auf die Twitter-Strategie gehabt.

Der «Washington Post» zufolge hatten sich Twitter-Beschäftigte besorgt gezeigt, dass Musk einen negativen Einfluss auf die Atmosphäre im Unternehmen haben könne.

Grösster Twitter-Aktionär

Anfang April war bekannt geworden, dass Musk mit einer Beteiligung von 9.2 Prozent zum grössten Aktionär von Twitter aufgestiegen ist. Zunächst hatte es so ausgesehen, als wolle er sich mit einer passiven Rolle als Investor begnügen.

Kurz darauf wurde jedoch seine Einberufung in den Verwaltungsrat der Firma öffentlich. Voraussetzung dafür seien eine Hintergrundüberprüfung und eine formelle Einwilligung Musks gewesen, schrieb Twitter-Chef Agrawal.

Das Twitter-Loge an der Wallstreet in New York
Legende: Elon Musk besitzt nach seinem Grosseinkauf bei Twitter rund 73.5 Millionen Aktien des Kurznachrichtendienstes. Keystone

Am Samstag, dem Tag, an dem er hätte in den Verwaltungsrat Einsitz nehmen sollen, stellte Musk die Überlebenschancen der Plattform provokativ infrage. «Stirbt Twitter?», schrieb Musk in einem Tweet.

Dazu stellte er die Statistik der zehn Twitter-Konten mit den meisten Followern und beklagte: «Die meisten dieser «Top»-Accounts twittern selten und posten nur sehr wenige Inhalte.»

Musk ist selbst ein sehr aktiver Twitterer mit rund 80 Millionen Followern. Letzte Woche liess er auf seinem Profil abstimmen, ob es künftig eine Bearbeitungsfunktion geben solle. Mehr als vier Millionen Nutzerinnen und Nutzer nahmen an der Umfrage teil.

Schaltet sich die Börsenaufsicht ein?

Der Ablauf von Musks Einstieg in Twitter könnte die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan rufen. Musk gab das Überschreiten des Anteils von fünf Prozent später als vorgeschrieben bekannt und machte auch nicht gleich die Verwaltungsratspläne öffentlich. Er ist bereits in einem Dauerstreit mit der SEC.

Der 50-Jährige ist dank seiner Beteiligungen an Tesla und der Weltraumfirma SpaceX derzeit der mit Abstand reichste Mensch der Welt. Der Finanzdienst Bloomberg schätzt sein Vermögen aktuell auf 288 Milliarden Dollar.

Echo der Zeit, 04.04.2022, 18:00 Uhr;

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