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Lebensmitteltechnologie Nahrungsmittelunternehmen finanzieren Forschung an ETH Zürich

  • Die ETH Zürich will ihre Forschung im Bereich Lebensmitteltechnologie verstärken – und bekommt dabei Unterstützung aus der Lebensmittelindustrie.
  • Die Firmen Nestlé, Givaudan und Bühler liefern eine Anschub-Finanzierung von fünf Millionen Franken in den nächsten sechs Jahren, wie die ETH mitteilte.
  • Eines der Forschungsziele ist es, neue Technologien für lange Haltbarkeit zu entwickeln.

Um die ständig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, seien schmackhafte und nahrhafte Lebensmittel, die sicher gelagert und transportiert werden könnten, von zentraler Bedeutung.

Traditionelle Methoden wie Kochen, Trocknen und Fermentieren sowie moderne Verfahren wie Pasteurisierung, Druckverarbeitung oder Enzymeinsatz sollen deshalb an der ETH weiterentwickelt werden. Die Anschub-Finanzierung von fünf Millionen Franken solle in eine neue Professur fliessen und Forschung und Entwicklung stärken.

Die ETH Zürich hat sich mit ihrer Forschung zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Ernährungssicherheit und zur Volksgesundheit zu leisten, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern. Ein Beispiel für technologische Aufbereitung von Lebensmitteln ist etwa die Herstellung von Milchpulver für Babynahrung.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé zahlt der ETH Zürich Geld, um dereinst selber von den Forschungsergebnissen profitieren zu können. «Die wissenschaftlichen Entdeckungen werden es ermöglichen, Produktionssysteme zu verbessern und gleichzeitig Nährstoffverluste und Abfälle entlang der Wertschöpfungskette zu minimieren», wird Nestlé-Technologiechef Stefan Palzer in der Mitteilung der ETH zitiert.

ETH Zürich
Legende: Die ETH will einen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten – zum Beispiel mit neuen Technologien für lange Haltbarkeit von Lebensmitteln. KEYSTONE/Christian Beutler

«Um die wachsende Bevölkerung sicher, gesund und nachhaltig zu ernähren, braucht es neue Ansätze und Technologien», wird wiederum Calvin Grieder, Verwaltungsratspräsident der Bühler Gruppe und von Givaudan, in der Mitteilung zitiert. Givaudan ist der weltweit grösste Hersteller von Aromen und Duftstoffen. Bühler stellt unter anderem Technologien für die Nahrungsmittelproduktion her, etwa Maschinen zur Herstellung von Fleischersatzprodukten.

Video
Archiv: Stop Food Waste – Vieles ist haltbarer als man denkt
Aus Puls vom 28.02.2022.
abspielen. Laufzeit 32 Minuten 59 Sekunden.

SRF 4 News, 7.9.2022, 11:30 Uhr;

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