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Nach Aktionärs-Protest Vergütungen von CS-Chef Thiam sinken unter 10 Millionen Franken

  • Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam kassierte im vergangenen Jahr 9,7 Millionen Franken an Fixgehalt und Boni.
  • Damit liegt Thiam für 2017 rund eine halbe Million unter dem Vorjahr und deutlich hinter UBS-Chef Sergio Ermotti mit 14,2 Millionen Franken.
  • Credit Suisse hatte für 2017 mit einem Verlust von 983 Millionen Franken das dritte Jahr in Folge tiefrote Zahlen ausgewiesen.

Auf der Aktionärsversammlung im April vergangenen Jahres hatten die Eigner der Konzernspitze einen Schuss vor den Bug gesetzt und den Vergütungsbericht nur mit 58 Prozent der Stimmen angenommen. Den Anlegern stiess damals sauer auf, dass Thiam trotz eines Milliardenverlustes noch 10,2 Millionen Franken erhielt.

In der Folge wurde nun das Vergütungssystem angepasst. Wie aus dem am Morgen publizierten Geschäftsbericht hervorgeht, gilt dieses ab dem laufenden Jahr und sieht mehr Transparenz sowie einfachere Messgrössen vor. So sollen beispielsweise die Boni des Managements stärker an die Aktienrenditen gekoppelt werden.

70 Millionen Franken für die Geschäftsleitung

Für das vergangene Jahr beläuft sich die Gesamtentschädigung der CS-Geschäftsleitung, zu der Ende Jahr 12 Mitglieder gehörten, auf 69,9 Millionen Franken. Im Vorjahr waren für 13 Mitglieder 73,1 Millionen bezahlt worden. Bei der UBS verdiente das Top-Management letztes Jahr insgesamt 99,9 Mio CHF.

CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner erhält für das vergangene Jahr eine Gesamtvergütung von knapp 4,3 Millionen Franken, wobei 3,2 Millionen davon in bar bezahlt wurden. Für das Jahr davor hatte er insgesamt 4,0 Millionen erhalten. Der gesamte Verwaltungsrat kommt auf eine Total-Vergütung von 11,5 Millionen Franken, eine halbe Million weniger als im Vorjahr.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Nick Schaefer (Nick Schaefer)
    Vervollständige die nachfolgenden Sätze: Wer einen Kaugummi stiehlt ... Wer einen Milliardenverlust verursacht ... Wer eine Bank "führt" ...
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Diese Boni sind eine Frechheit - ohne Frage. Aber wir sind alle Teil dieses Systems. Statt das Klagen zu sehr in die Länge zu ziehen, beteiligen wir uns am besten alle an Abstimmungen und Wahlen, wählen Leute, die nicht so sehr mit dem grossen Geld verfilzt sind. Problematisch ist m.E. u.a. das Aktionärsgesetz; da dreht sich das grosse Geld im Kreise der Gutbetuchten nach dem System „Säuhäfeli-Säutecheli“. Nochmals: Es ist an uns, mit aller Kraft Gegensteuer zu geben.
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  • Kommentar von Peter Baumgartner (mup)
    Eine absolute Frechheit und eine Ohrfeige für Leute die meisten Arbeitnehmer.
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