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Hier prahlt Nix mit Erpressungsversuchen von Wahlkandidaten
Aus Tagesschau vom 20.03.2018.
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Nach brisanten Enthüllungen Cambridge Analytica suspendiert CEO Nix

  • Die umstrittene Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica hat ihren CEO Alexander Nix per sofort suspendiert.
  • Cambridge Analytica reagiert damit auf Enthüllungen über zwielichtige Methoden zur Beeinflussung von Wahlen.
  • Die Freistellung soll laut dem Unternehmen eine vollständig unabhängige Untersuchung von Nix' Aktivitäten ermöglichen.
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Politik droht Facebook
Aus Tagesschau vom 21.03.2018.
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Der bereits seit dem Wochenende bestehende Druck auf Cambridge Analytica stieg im Verlaufe des Tages nochmals deutlich. Der britische TV-Sender Channel 4 enthüllte, wie CEO Alexander Nix vor versteckter Kamera mit Erpressungsversuchen von Wahlkandidaten geprahlt hatte.

Wir schicken den Kandidaten ein paar Mädchen nach Hause. Wir haben viel Erfahrung in solchen Dingen.
Autor: Alexander Nixüber Möglichkeiten zur Diskreditierung

Ein Reporter des Senders hatte sich für den Vertreter eines potenziellen reichen Kunden ausgegeben, der für den Erfolg mehrerer Kandidaten bei einer Wahl in Sri Lanka sorgen wolle.

Welche politische Bedeutung hat der Fall in Grossbritannien?

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Es laufen mehrere Untersuchungen im britischen Parlament: Die Wahlkommission untersucht, mit welchen Methoden Cambridge Analytica Einfluss auf das Brexit-Votum nahm. Das Unternehmen hatte die Befürworter eines EU-Austritts beraten und unterstützt. Zudem befasst sich die Überwachungsstelle für Datenschutz mit der Verwendung von Datenanalysen für politische Zwecke. Nun hat der Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Medien Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu einer Anhörung nach London zitiert und verlangt, dass Zuckerberg bis nächsten Montag Stellung bezieht.

Millionen ertrogene Nutzerdaten

Am Wochenende hatte Facebook Cambridge Analytica ausgesperrt. Das Unternehmen soll unrechtmässig erhaltene Nutzerdaten entgegen früheren Zusicherungen nicht gelöscht haben.

Nach Informationen der «New York Times» und des «Guardian» sollen einige Informationen von rund 50 Millionen Facebook-Mitgliedern zu Cambridge Analytica gelangt sein. Um sie zu sammeln, wurde eine Umfrage zu Persönlichkeits-Merkmalen aufgesetzt, die bei Facebook als wissenschaftliche Forschung angemeldet wurde. Die Daten gingen dann ohne Wissen der Nutzer an Cambridge Analytica.

Cambridge Analytica wurde bekannt als die Firma, deren Datenauswertung Donald Trump zum Sieg bei der US-Präsidentenwahl 2016 verholfen haben soll.

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