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Grund für den kleineren Gewinn sind vor allem höhere Kerosin-Kosten
Aus SRF 4 News aktuell vom 30.07.2019.
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Nach Halbjahreszahleneinbruch Die Swiss hat keinen Grund zur Sorge

Der Himmel über Europa ist umkämpft. Die Fluggesellschaften liefern sich einen harten Wettbewerb um Kunden, das Angebot an Sitzplätzen ist grösser als die Nachfrage. Das drückt – zur Freude der Passagiere – auf die Billettpreise. Das hinterlässt aber Spuren in den Kassen der Airlines.

So ist das Betriebsergebnis der Swiss im ersten Halbjahr im Vergleich zur Vorjahresperiode um einen Viertel geschrumpft. Dies, bei einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Umsatz.

Keine Panik bei der Swiss

Die Swiss erklärt, sie habe ihr Streckennetz dem intensiven Wettbewerb inzwischen etwas angepasst – oder um die Worte der Swiss wiederzugeben: Man habe «die anspruchsvollen Marktgegebenheiten vor allem auf Europastrecken durch eine optimierte Steuerung des Angebots» abfedern können.

Die Fluggesellschaft mit dem Schweizerkreuz auf der Heckflosse gibt sich zuversichtlich, die ursprünglich gesteckten Finanzziele für das Gesamtjahr 2019 zu erreichen.

Lufthansa spürt den Druck mehr

Etwas anders tönt es beim Mutterhaus, der deutschen Lufthansa: Auch dort ist das Betriebsergebnis um rund einen Viertel geschrumpft, im zweiten Quartal. Der Reingewinn unter dem Strich ging gar noch stärker zurück, wegen einer Steuerrückstellung.

So hatte die Lufthansa bereits vor sechs Wochen ihre Gewinnziele für das Gesamtjahr 2019 deutlich gesenkt. Dass alle Fluggesellschaften momentan auch mehr für den Treibstoff bezahlen müssen, drückt zusätzlich auf die Ergebnisse der Airlines.

Insgesamt bleibt der Eindruck, dass die Swiss derzeit besser zurecht kommt mit den verschiedenen Herausforderungen als ihre deutsche Mutter Lufthansa. Der Gewinnrückgang im ersten Halbjahr ist jedenfalls noch kein Grund zu übermässiger Sorge.

Eveline Kobler

Eveline Kobler

Wirtschaftsredaktorin, SRF

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Eveline Kobler ist seit 2007 bei Radio SRF und leitet seit Dezember 2016 die Wirtschaftsredaktion von Radio SRF.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Köbi Leu  (Köbi Löwe)
    Swiss: Goldesel der LH.
    Witzig, wenn man die Geschichte kennt. Am 3.10.2001 sagte der damalige Chef-RA der UBS: Denen im Balsberg oben haben wir den Stecker gezogen. Der Kurer-UBS hätte Bundesbern im Oktober 2008 auch den Stecker ziehen müssen! Die Rettung war der wirtschaftspolit. Sündenfall der CH. Und dann hat Bundesbern die neue Swiss für ein paar Hundert Mio. an die LH verscherbelt. Natürlich; die neue Swiss auf Vordermann zu bringen, wäre eine Herkulesaufgabe gewesen. Schade!
    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Leu: Nicht Bundesbern sondern die CS, UBS und der Kanton Zürich waren damals die Aktionäre der Swiss.
    2. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      Ohne die Vorteile der Lufthansa-Gruppe, wie z.B. die Einkaufskonditionen, wäre die Swiss deutlich weniger Rentabel.
  • Kommentar von Adrian Weber  (Pöbel)
    Da steht zwischen den Zeilen, dass halbleere Flieger durch die Gegend düsen. Zudem entsprechen die Ticketpreise nicht dem ökologischen Fussabdruck, die die Passagiere hinterlassen. Ohne CO2-Steuer werden wir das Verursacherprinzip nie umsetzen können.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Da hat das Klima wohl mehr "Sorge" als die Swiss.... .
    1. Antwort von Jo Meyer  (JoMey)
      @UVK
      Mal sehen wo die Schweiz stehen würde ohne Flüge!!