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Legende: Audio Swiss hält an ihrer Jahresprognose fest abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 30.07.2019.
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Preiskampf hat Folgen Gewinn bei Swiss bricht ein

  • Die Fluggesellschaft Swiss hat im ersten Halbjahr 2019 wegen anhaltendem Preisdruck in Europa und höheren Kosten deutlich weniger verdient.
  • Im ersten Halbjahr 2019 hat die Swiss einen operativen Gewinn von 245 Millionen Franken erzielt (1. HJ. 2018: 322 Millionen).
  • Gegenüber dem Rekordjahr 2018 bedeutet dies einen Rückgang um 24 Prozent.

Der Umsatz blieb in der Periode von Januar bis Juni 2019 mit 2.58 Milliarden Franken auf Vorjahresniveau, wie die Swiss mitteilte. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank allerdings gegenüber dem Rekordjahr 2018 um knapp ein Viertel auf noch 245 Millionen Franken, entsprechend einer Marge von noch 9.5 Prozent.

Preisdruck in Europa

Die Swiss begründet den Rückgang zu einem wesentlichen Teil mit höheren Aufwendungen für Treibstoff. Zudem seien die Wartungskosten aufgrund erstmals fälliger, periodisch stattfindender Instandhaltungsarbeiten (sogenannte C-Checks) auf der modernisierten Flotte angestiegen.

Lufthansa ebenfalls mit Gewinneinbruch

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Auch dem Mutterkonzern der Swiss machen der Preiskampf in Europa und höhere Kosten zu schaffen: der Gewinn der Lufthansa ist im abgelaufenen Quartal eingebrochen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sackte von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 754 Millionen Euro ab. Besonders die Kurzstrecken in Deutschland und Österreich seien umkämpft, erklärte Finanzchef Ulrik Svensson. Höhere Kosten fielen für Treibstoff und die Überholung von Triebwerken an. Der Umsatz legte im zweiten Quartal um vier Prozent zu auf 9.6 Milliarden Euro. Vor sechs Wochen hatte die Lufthansa wegen der schwachen Geschäftsentwicklung schon die Jahresprognose kräftig gesenkt.

Die Überkapazitäten im Europaverkehr hätten aber auch zu einem hohen Preisdruck und niedrigeren Stückerlösen geführt. Und nicht zuletzt habe sich eine anhaltend rückläufige Nachfrage im Frachtgeschäft – vor allem auf Strecken nach Fernost – negativ ausgewirkt.

Zweites Quartal besser

In der Periode von April bis Juni war der Gewinnrückgang mit 10 Prozent auf 197 Millionen Franken deutlich geringer. Es sei denn auch das zweitbeste Ergebnis, das die Swiss je in einem zweiten Quartal erzielt habe, so die Mitteilung. Dazu beigetragen habe unter anderem eine «optimierte Steuerung des Angebots insbesondere auf Europastrecken».

Die grösste Schweizer Fluggesellschaft zeigt sich mit dem Ergebnis auch insgesamt zufrieden. «Auch wenn wir nicht an das Rekordergebnis des Vorjahreszeitraums herangekommen sind, können wir insbesondere angesichts der anspruchsvollen Marktlage zufrieden sein», wird Finanzchef Michael Niggemann in der Mitteilung zitiert.

An Prognose wird festgehalten

Auch für den weiteren Jahresverlauf geht die Swiss von «anspruchsvollen Rahmenbedingungen» aus. Trotzdem will sie weiterhin eine zweistellige (bereinigte) EBIT-Marge erzielen, wie es heisst.

In der zweiten Jahreshälfte werde ausserdem die Flottenmodernisierung vorangetrieben. Die zwei zusätzlichen Boeing 777-300ER, die im Mai 2018 bestellt wurden, sollen dann in Empfang genommen werden.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Entweder bin ich Krank oder die Wirtschaft! Wenn ich am Ende des Jahres ein Gewinn aufweisen kann , bin ich Glücklich und sehe das als Erfolg. Nur das scheint wohl etwas zu sein was nicht Normal ist, den ich lerne gerade das es schlechte Gewinne und gute Gewinne gibt!
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Röthenmund: Ich würde niemals im Leben behaupten, dass Sie krank sind. Doch ist es so, dass wenn Sie wirtschaftlich nachhaltig ein Unternehmen führen wollen, Sie jedes Jahr etwas mehr Gewinn machen sollten. Dabei geht es weniger um das Geld an sich, als viel mehr um Produkte, Strukturen und Abläufe, die so sein müssen, dass das Unternehmen fit und konkurrenzfähig ist. Wenn ein Unternehmen weniger Gewinn macht, gibt es dafür Gründe, diese sind zu analysieren und es ist zu reagieren.
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    2. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Herr Ducrey, ich gehe mit ihnen einig, das ein Betrieb Gewinn machen muss, auch für Rückstellungen falls mal was ist oder für Neuerschaffung. Doch man lese den Artikel und vernehme das der Rückgang im ersten Moment gewaltig scheint, doch dann liest man dass das auf das Rekordjahr errechnet wird vom letzten Jahr. Herr Ducrey diese andauernde noch mehr empfinde ich nicht als Gesund.
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  • Kommentar von Heinz Ludwig  (Heinz Ludwig)
    "NUR" CHF 245'000'000 Gewinn
    Wer muss nun gehen?
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Die kleinen Angestellten. Logisch, oder?
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    2. Antwort von Marta Zaugg  (m_zaugg)
      Absolutes Missmanagement ;-)
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  • Kommentar von Stefan Frei  (Fred)
    Kann mir jemand schlüssig erklären warum hier von der grössten „Schweizer Fluggesellschaft“ die Rede ist? Swiss gehört doch der Deutschen Lufthansa. Besten Dank den Antwortenden.
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    1. Antwort von Hans Meier  (H-M)
      Swiss hat den Hauptsitz immer noch in Basel ist in der Schweiz im Handelsregister und wurde als schweizer Firma gegründet! Swiss operiert unter eigenem name und ist nur ein Tochterunternehmen von Lufthansa!
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Die Swiss ist eine Schweizer Firma mit Sitz in Basel und mit einem Flottenbestand von aktuell 105 Flugzeugen mit Abstand die grösste Schweizer Airline. Daneben gibt es noch kleinere, wie die Easy Jet Switzerland (Sitz in Meyrin, GE, Flottenbestand 28 Flugzeuge); Zimex (Glattbrugg ZH, 25), Air Glaciers (Sitten VS, 14 Helikopter, 6 Flugzeuge); Helvetic (Zürich ZH, 11); Air Zermatt (Zermatt VS, 10 Helikopter); Nomad (Kloten ZH, 6); Cat Aviation (Kloten ZH, 6); Chair Airlines (Opfikon ZH, 3), etc.
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    3. Antwort von Philipp Fischer  (Fischer01)
      Die Gewinne werden in DE landen, aber ja di Firma ist in der Schweiz eingetragen und die Angestellten leisten seit jeher einen toolen Job, nur di Manager von damals (Banken) wahren unfähig, so ist es gekommen das der Gewinn jetzt nach DE geht (nicht alles)
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    4. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Fischer: Fakt ist: Die Swiss hätte ohne Partner nicht überleben können. Dank der Partnerschaft mit Lufthansa ist die Swiss heute grösser als es die Swissair jemals war. Klar wird die Lufthansa einen Teil des Gewinns für sich vereinnahmen, aber so als Vorschlag: Kaufen Sie doch Lufthansa-Aktien (im Moment grad im Sinkflug), dann gehört der Gewinn der Swiss wieder ein ganz klein bisschen Ihnen in Schweiz.
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    5. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Fischer: Laut Statuten muss die Lufthansa zu mindestens 50% Deutschen Aktionären gehören. 100% der Aktien sind im Streubesitz. Zur Zeit ist die Aktionärsstruktur so, dass 62.2% der Aktien in Deutscher Hand sind, 10.1% sind in der Hand von US Investoren, namentlich 3.14% in der Hand von BlackRock, 4.94% sind in der Hand von Lansdowne Partners International Ltd. (grösster Einzelaktionär).
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