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Nach Kritik an Facebook Zuckerberg verspricht mehr Datenschutz

  • Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, den Schutz der Privatsphäre von Nutzerinnen und Nutzern künftig höher gewichten.
  • Auf seiner Facebook-Seite schrieb Zuckerberg, das Netzwerk wolle künftig bei Messenger-Diensten vermehrt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung setzen.
  • In den vergangenen Monaten stand Zuckerberg massiv in der Kritik.
Legende: Video Aus dem Archiv: Facebook wird 15 abspielen. Laufzeit 04:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.02.2019.

«Ich glaube, dass sich die Kommunikation in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird, in denen die Menschen sich darauf verlassen können, dass das, was sie einander mitteilen, sicher bleibt», schrieb Zuckerberg am Mittwoch. An dieser Zukunft wolle Facebook mitarbeiten.

Ich glaube, dass sich die Kommunikation in der Zukunft zunehmend auf vertrauliche, verschlüsselte Dienste verlagern wird.
Autor: Mark ZuckerbergFacebook-Chef

Das weltgrösste Online-Netzwerk war insbesondere nach dem Ausbruch des Datenskandals um Cambridge Analytica für den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert worden. «Ich verstehe, dass viele Leute nicht glauben, dass Facebook eine solche auf Privatsphäre fokussierte Plattform aufbauen würde oder wollte», räumte Zuckerberg ein. Das Online-Netzwerk habe nicht den Ruf, auf den Schutz der Privatsphäre ausgerichtete Dienste zu entwickeln.

Komplette Verschlüsselung angekündigt

Die Ankündigung von Mittwoch bedeutet ein Umdenken im Vergleich zu Zuckerbergs Einstellung in den frühen Jahren von Facebook. Damals hatte er noch erklärt, der Trend gehe dazu, dass Menschen immer mehr über sich öffentlich machen. Facebook war wiederholt in Konflikte mit Datenschützern und Aufsichtsbehörden geraten, als der Konzern die Grenzen bei der Öffnung der Privatsphäre austestete.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Legende: Mark Zuckerberg will einen Kurswechsel. Reuters

Jetzt kündigte Zuckerberg an, mehr Angebote des Konzerns würden eine Komplett-Verschlüsselung nach dem Vorbild von WhatsApp bekommen. Bei der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können die Inhalte einer Unterhaltung nur von Absender und Empfänger eingesehen werden. Weitere Dienste wie Videochats, E-Commerce-Angebote, Bezahl-Services sollen auf dieser abgesicherten Basis aufbauen, erklärte er.

Der Fall Cambridge Analytica

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  • Im Fall Cambridge Analytica waren Daten von Facebook-Nutzern vom Entwickler einer Umfrage-App vor über fünf Jahren widerrechtlich an eine Datenanalysefirma übergeben worden.
  • Facebook wusste seit Ende 2016 davon, begnügte sich aber mit der Zusicherung, dass die Daten vernichtet worden seien.
  • Darüber hinaus hatte Facebook seine Nutzer auch nicht über den Vorfall informiert.
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8 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Er verspricht mehr Datenschutz und lächelt den eigentlichen Betrügern ins Gesicht. Wer die Technologie will muss sie nehmen wie sie ist. Ein gerechtes, gutes oder intelligentes Internet oder Facebook gibt es nicht. Aber das erfassen nur intelligente Leute, welche es anscheinend nicht mehr zur Genüge gibt.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Dieser Mann ist schon früher einmal der Lüge überführt worden .
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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
    Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht - auch wenn er nun die Wahrheit spricht. Es wäre komisch, wenn Herr Zuckerberg an die eigenen Worte 10 % glauben würde. Er hatte solche Verspechen vor amerikanischen wie europäischen Politikern, vor Wettbewerbsbehörden und sonst noch überall gemacht. Ich vermute, er ist so abgebrüht, dass er sich sagt: Für 100 Mio mehr Vermögen erzähle ich das Märchen noch zwei Mal mehr. Trudi Gerster hat ihr Leben auch mit Märchen erzählen verdient, wenn auch weniger gut.
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