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Legende: Audio Interview mit Peter Spuhler zur geplatzen Fusion von Alstom/Siemens abspielen. Laufzeit 05:17 Minuten.
Aus Nachrichten vom 09.02.2019.
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Nach Nein der EU-Kommission Spuhler bedauert geplatzte Fusion von Alstom und Siemens

  • Peter Spuhler, Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, bedauert die Ablehnung der Fusion zwischen Alstom und Siemens durch die EU.
  • Für Stadler Rail hätte ein Zusammenschluss Vorteile gebracht, meint Spuhler.
  • Die EU-Kommission hatte am Mittwoch die Fusion der Zugsparten des deutschen Siemens-Konzerns und des französischen Alstom-Konzerns wegen erheblicher Wettbewerbsbedenken verboten.

Peter Spuhler, der Chef des Thurgauer Zugherstellers, hätte einen Zusammenschluss von Alstom und Siemens begrüsst. Aus Eigennutz, wie er im Wirtschaftsmagazin «Trend» von Radio SRF zu erkennen gab.

So seien nach so einer Fusion die Unternehmen zumeist für eine Weile mit sich selber beschäftigt. Stadler Rail hätte davon profitieren und vielleicht einige Aufträge an Land ziehen können, erklärt Spuhler.

Er wäre aber auch interessiert gewesen, bei einer Abspaltung gewisser Unternehmensteile eventuell etwas zu übernehmen, sagte er.
Etwa im Bereich Signaltechnik hätte er gerne dazugekauft. Dieser Bereich sei wichtig für die Zukunft, weil die Fahrzeuge immer intelligenter würden, erklärt Spuhler.

Ziel: Bessere Wettbewerbschancen

Die EU hatte am Mittwoch den geplanten Schulterschluss im Bahnbau gestoppt. Der Zusammenschluss würde den Wettbewerb etwa bei Hochgeschwindigkeitszügen einschränken, teilte die Wettbewerbsbehörde in Brüssel mit. Siemens stellt die deutschen ICE her – Alstom die französischen TGV.

Die beiden Konzerne wollten einen europäischen Grosskonzern schaffen – vor allem, um es mit dem weltgrössten Zughersteller CRRC aus China aufnehmen zu können.

Legende: Video Fusion der Zug-Sparten von Siemens und Alstom gestoppt abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 06.02.2019.

Kein Entscheid zu Börsengang

Auf die Berichte, wonach für Stadler Rail ein Börsengang kurz bevorstünde, sagte Spuhler: Es sei geprüft worden, ob das Unternehmen bereit dafür sei. Die Vorbereitungen seien gestartet worden, ein Entscheid sei aber noch nicht gefällt. Das hänge auch vom Marktumfeld ab. «Vielleicht machen wir's, und vielleicht machen wir's nicht.»

Erst vor gut einer Woche hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Personen geschrieben, der Zugbauer peile allenfalls noch vor Ostern den Gang an die Schweizer Börse an, ein formeller Startschuss sei jedoch noch nicht gefallen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Die neue Weltmacht Asien. Die Weltwirtschaft steht vor einer Zeitenwende: Asien ist dabei, endgültig die Vorherrschaft im globalen Wettbewerb zu übernehmen. Der Kontinent, auf dem über die Hälfte aller Menschen lebt, setzt sich als Technologiechampion an die Spitze, flankiert von den neuen Seidenstrassen, einem der ehrgeizigsten Infrastrukturprogramme in der Geschichte der Menschheit. Ob die WEKO mit dem Fusionsverbot für Siemens und Alstom nicht einen grossen Fehler begangen hat?
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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Die WEKO hat Recht mit dem Fusionsverbot.
    Siemens und Alstom sollten über die Bücher: Ihre Hochgeschwindigkeitssparten brauchen mehr globalen Marktanteil gegen die dominierende CRRC, und die Japaner. Entweder es wird nur versucht, diese beiden Sparten zu fusionieren (schwierig), oder sie suchen je unabhängig voneinander andere Partner. Bei Lokalzügen gibt es mehr Player weltweit, die Auswahl grösser. CRRC hat noch Mühe in den EU Markt zu kommen wegen den langwierigen Typenzulassungen.
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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Europa, aber auch die ganze Welt, braucht dringend ein Netzwerk aus Hochgeschwindigkeitszügen mit 400+ km/h. Zur Ablösung von 80% des Flugverkehrs, und dessen absurdem CO2-Schaden. Dafür gibt es realistisch 4-5 Anbieter: CRRC, TGV/Alstom, Siemens/ICE, und Kawasaki/Hitachi. Stadler spielt da nirgends eine Rolle. CRRC ist #1. Stadler hat auch keine Technologie für autonom fahrende Züge, und hat Schwierigkeiten, dafür Partner zu finden - denn diese gehören den obigen Herstellern. Wohin, Stadler?
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