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Kiosk yourself – Valora tüftelt am Laden der Zukunft
Aus 10 vor 10 vom 05.04.2019.
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Neue Kiosk-Konzepte Das grosse Buhlen von Valora

Valora wirbt mit kassenlosen Läden um Kunden – und auch um die SBB? Diese vergibt bald die begehrten Kioskflächen neu.

Das Kiosk- und Convenience-Laden-Unternehmen Valora tüftelt mit Hochdruck an der Zukunft des Einkaufens.

Ein Konzept für die Zukunft beinhaltet den Containerladen Avec Box. Dieser steht zurzeit am Zürcher HB. Das Geschäft ist kassen- und fast personallos. Zugang erhält der Kunde nur per App, nachdem er Kreditkarte angegeben und ID gescannt hat. Eingekauft und ausgecheckt wird auch mit dem Handy. Erhältlich sind vor allem Frischeprodukte und Lebensmittel für den täglichen Bedarf.

Personal sei nur zu Stosszeiten im Laden, vor allem um die Regale aufzufüllen. Geöffnet ist das Geschäft am HB unter der Woche während 20 Stunden, am Wochenende sogar rund um die Uhr. Ein Augenschein in der Bahnhofshalle zeigt: Ein externer Sicherheitsdienst ist vor Ort.

Avec Box läuft erst als zweiwöchiger Testbetrieb. Einen fixen solchen Laden will Valora demnächst im zürcherischen Wetzikon eröffnen. Noch steht die Baubewilligung aus.

Volle digitale Pipeline

Das zweite neue Geschäft, Avec X, wird als Innovationslabor für das Einkaufen von Morgen angepriesen. Dort sollen abwechselnde digitale Einkaufsformen getestet werden.

Noch dieses Jahr will Valora zudem einen automatisierten Kiosk lancieren. Entwickelt wird dieser zusammen mit einem US-Tech-Startup. Beim Einkaufen im neuen Kiosk soll der Bezahl-Vorgang noch stärker automatisiert werden.

Valora-Chef Michael Müller sagt, man wolle mit solchen Formaten «flexiblere Einkaufsmöglichkeiten» anbieten.

Valora kämpft um begehrte Kiosk-Standorte

Doch die Digitalisierungsoffensive hat laut Branchenbeobachtern auch damit zu tun, dass die SBB demnächst die begehrten Kioskflächen neu vergibt. Valora betreibt schweizweit 230 der insgesamt 265 Kioske auf SBB-Gebiet.

Michael Müller erklärt dazu: «Wir haben bereits lange vor der SBB-Ausschreibung begonnen, die Konzepte zu entwickeln.» Man wolle den Markt aktiv mitgestalten und nicht nur auf Entwicklungen reagieren.

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Michael Müller: «Unsere Aufgabe ist die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit»
Aus News-Clip vom 06.04.2019.
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Konkurrenz durch Migros und Coop

Die Kioske sind im Wandel. Die Nachfrage nach Fertigprodukten, sogenannter Convenience, steigt. In diesen Markt drängen vermehrt die beiden Grossverteiler Migros und Coop.

Coop-Chef Joos Sutter sagte kürzlich zu «ECO»: «Der Bahnhof ist ein klarer Hotspot im Gesamtkontext des Detailhandels, der in den letzten Jahren unter Druck war.»

Valora gab sich vor ein paar Wochen zuversichtlich, dass man die Kiosk-Standorte wieder zugesprochen bekomme – wegen das «einzigartigen Know-Hows im kleinflächigen Retailgeschäft an Hochfrequenzlagen».

Das Unternehmen habe «erneuerte und neue Verkaufsformate» entwickelt. Die nun eröffneten Geschäfte wurden in anderen Medien auch als Bewerbungs-Dossier für die SBB-Ausschreibung bezeichnet.

Die SBB will die Resultate der Vergabe Mitte des Jahres bekannt geben.

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SBB: Der diskrete Immobiliengigant
Aus ECO vom 25.02.2019.
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16 Kommentare

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  • Kommentar von Jo Egli  (Jolly)
    Und wieder ein Ding das die Welt nicht braucht.
  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    An alle die solche Vorhaben auch planen: Denkt ihr auch an die Menschen die diese Arbeit brauchen oder eben verlieren? Menschen die ihre Existenz mit Arbeit verdienen müssen. Was ist nur los mit unserer Gesellschaft? Eogismus pur und Geldmacherei, wo man den Hals nie voll bekommen kann? In was für einer Welt werden wir in Zukunft leben, wo sozial Schwache keine Arbeit mehr haben werden? Nicht alle können studieren. Würde solche Läden nie betreten, weder selber zu einer Art Roborter werden.
  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Heisst diese "US-Tech Startup" etwa "Bodega"???

    Wenn ja, dann ist Valora einem Musterbeispiel von "miserable failing" auf den Leim gekrochen.

    Weitere Anmerkung: ich bin mir wirklich nicht sicher, ob "Frischprodukte" und "Convenience" dasselbe sind.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Max Wyss Besten Dank für ihren Kommentar. Convenience umfasst natürlich Fertiggerichte.
    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      @SRF News: Da sind wir uns wieder absolut einig…