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Der Schweiz drohen Steuerausfälle wegen OECD-Vorstoss
Aus HeuteMorgen vom 10.10.2019.
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OECD zu Unternehmenssteuern Der Schweiz droht neues Ungemach

  • Die Schweiz ist von der grauen Liste der Steueroasen gestrichen worden.
  • Dass sie jetzt davon wieder verschwindet, ist die Folge der Annahme der AHV-Steuervorlage.
  • Doch es droht neues Ungemach. Und wieder geht es um die Unternehmensbesteuerung.

Grosse international tätige Unternehmen sollen künftig ihre Steuern dort zahlen, wo sie ihre Gewinne erwirtschaften – und nicht mehr nur dort wo der Hauptsitz ist. So lautet zwar erst ein Vorschlag der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der als Basis für die Verhandlungen mit den beteiligten Ländern dienen soll.

Doch die OECD drückt aufs Tempo. Bereits im kommenden Jahr soll ein Beschluss stehen. Die Folgen für die Schweiz wären potenziell noch grösser als beim eben beigelegten Streit um Steuerprivilegien für ausländische Holding-Gesellschaften.

Wer hat Anrecht auf die Steuern?

Brisant aber: Bei diesem neuen Vorschlag geht es nicht um Steuerdiskriminierung, sondern um viel Grundsätzlicheres – nämlich um die Frage, wer überhaupt ein Anrecht auf die Steuern der multinationalen Unternehmen hat. Die OECD sagt, dass auch jene Länder ein Anrecht auf die Steuern haben, in denen die Produkte der Unternehmen verkauft und konsumiert werden.

Mit den vielen Weltkonzernen wie Nestlé, Novartis und Roche wird klar: Der Schweiz drohen bei so einem Regime Steuerausfälle in Milliardenhöhe. Novartis zum Beispiel erzielt in der Schweiz nur gerade zwei Prozent des Umsatzes, liefert dem heimischen Fiskus aber mehr als ein Drittel der Gewinnsteuern ab.

Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass die Schweiz weiterhin für ein System plädiert, bei dem die Steuern hauptsächlich dort anfallen, wo die Wertschöpfung geschieht. Inwiefern die Schweiz diese Sicht einbringen kann, werden die Verhandlungen im Rahmen der OECD zeigen müssen.

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43 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Schmid  (andy)
    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher (war zu faul zum googeln) aber die OECD hat 32 oder 34 Mitglieder (international ein nobody - etwa 1/5 der UNO Mitglieder) und jedes Mitglied hat ein Vetorecht. Warum nur nimmt die CH da noch teil und lässt sich drangsalieren??
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  • Kommentar von Jürg Brauchli  (Rondra)
    Ich kann diese ständigen Neider nicht mehr hören und lesen. Wisst Ihr eigentlich nur ansatzweise, was ihr ohne die Steuern der Reichen selbst an Steuern bezahlen müsstet? Oder dann auf Leistungen verzichten? Diese Unwissenheit ist unglaublich und der Neid, gar Hass auf die Reichen.
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    1. Antwort von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
      Es mag Menschen geben die Neidisch sind auf Reiche. Das sind solche die ihr Wert des Lebens nach Finanziellen Maßstäben bewerten. Ich Definiere mich über andere Werte und bin sicher nicht Neidisch. Und wenn ich mich für schwächere Einsetz ist das weil ich etwas für ein klein wenig gerechtere Welt tun will. Sehen sie ich bin nicht mal Neidisch auf Menschen die Gesund sind, nein ich freue mich für sie.
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    2. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Wissen Sie, Herr Röthenmund, wenn ich mir Ihre Kommentare durchlese, kommt bei mir ein anderes Bild von Ihnen auf. Sie willen ständig die bösen Reichen besteuern, als ob jeder Reiche auf unredliche Weise zu seinem Geld gekommen wäre. Das ist halt ein linker Reflex. Aber beim Ausgeben von fremdem Geld wäre das dann den Genossen wiederum egal.
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  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Weil die Schweiz immer nachgibt, droht ihr immer neues Ungemach. Das ist ein naturgesetzt: Wem gegeben wird, der will immer noch mehr. Alles klar?
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Ja, das kennen wir von den Grosskonzernen und Milliardären, die immer mehr Steuervorteile verlangen und damit drohen, sonst ins Ausland abzuwandern. Weil man da immer nachgibt, werden die Forderungen nie aufhören. Man sagt dem auch Erpressung.
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