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Ökonomen der Credit Suisse Schweizer BIP dürfte 2022 stärker wachsen als angenommen

  • Ökonomen der Credit Suisse erhöhen die Schätzung für das Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) für 2022 leicht.
  • Lieferengpässe bremsen aber nach wie vor die Erholung der Gesamtwirtschaft, heisst es im aktuellen Bericht der Bank.
  • Das Risiko eines Anstiegs der Inflation betrachten die Experten als gering.
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Aus dem Archiv: Inflation – Grund zur Sorge?
03:12 min, aus Rendez-vous vom 02.08.2021.
abspielen. Laufzeit 03:12 Minuten.

Dank der Impffortschritte sowie der von den Schweizer Unternehmen an den Tag gelegten Agilität dürfte sich die Erholung in grossen Teilen der Schweizer Wirtschaft in den kommenden Monaten fortsetzen, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten «Monitor Schweiz».

Aufgrund diverser Lieferverzögerungen werde die erhöhte Nachfrage nach Gütern länger andauern als bisher prognostiziert, heisst es weiter: Neu rechnen die Ökonomen erst für Mitte 2022 mit einem spürbaren Abflachen der Güternachfrage.

Vor diesem Hintergrund heben sie die Prognose für das BIP-Wachstum im kommenden Jahr auf 2.5 Prozent von bisher 2.0 Prozent an. Für das laufende Jahr erwarten sie eine unveränderte Wachstumsrate von 3.5 Prozent.

Uneinheitliche Erholung

Allerdings verlaufe die Erholung derzeit äusserst uneinheitlich, mahnen die Ökonomen: Während einige Branchen, etwa die Industrie, der Fahrzeughandel oder die Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, wieder über das Vorkrisenniveau zugelegt hätten, lägen andere noch weit darunter. Dazu zähle das Transportgewerbe oder der Tourismus.

Die Experten gehen aber davon aus, dass die Erholung 2022 auch diejenige Branchen erfassen wird, die derzeit noch unter Einschränkungen leiden und hinterherhinken.

Der jüngste Anstieg der Inflation bereitet den Ökonomen der CS kaum Sorgen. Ihrer Ansicht nach dürfte sich dieser mehrheitlich als temporär erweisen. Das Risiko, dass angesichts einer zu hohen Nachfrage eine Lohn-Preisspirale in Gange komme, sei in Europa und der Schweiz gering.

Zinsen bleiben tief

Die langfristigen Inflationsrisiken in Europa und der Schweiz seien gar derart tief, dass die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank in absehbarer Zukunft keine Leitzinserhöhungen in Betracht ziehen würden, so die Experten.

In den nächsten Monaten erwarten die Experten konkret zwar einen Anstieg der Teuerung in der Schweiz auf 1 Prozent. Im kommenden Jahr werde sie sich aber wieder unter 1 Prozent einpendeln.

SRF 4 News, 15.09.2021, 11 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    Das BIP ist die Summe aller hergestellten Güter und Dienstleistungen. Da sind die exorbitanten Gesundheitskosten für vermeidbare Wohlstandskrankheiten mit einbegriffen!
    Das BIP ist folgedessen kein Indikator für Zufriedenheit und Glück.
  • Kommentar von Hans Meier  (HansMeier93)
    Die Wirtschaft sahnt wieder mal ab, die Arbeitnehmer haben wieder das Nachsehen.
  • Kommentar von Philipp M. Rittermann  (airmaster1)
    ...die cs-experten... na dann weiterhin good luck für den blick in die kristallkugel.