Für die Swiss ging es zum Jahresstart nach oben. Der Umsatz stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2025 leicht um 0.3 Prozent auf 1.22 Milliarden Franken.
Zudem konnte die Lufthansa-Tochter laut eigener Mitteilung den Betriebsgewinn auf 30 Millionen verbessern, nach 3.3 Millionen im Vorjahresquartal.
Zudem teilt die Swiss mit, dass Kabinenpersonal gegangen ist. Es seien so Überkapazitäten abgebaut worden. Die entsprechenden Angestellten hätten das Unternehmen freiwillig verlassen.
Die Swiss hat paradoxerweise vom Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar Rückenwind erhalten. Auf einzelnen Strecken habe das kurzfristig zu mehr Nachfrage geführt, vor allem auf den Strecken nach Asien, teilte die Swiss in einem Communiqué mit. In der Folge seien dort die Durchschnittserlöse gestiegen.
Höhere Treibstoffkosten schlagen allmählich durch
Gleichzeitig seien die höheren Treibstoffkosten noch nicht voll durchgeschlagen, weil sich Marktpreisveränderungen erst mit einem gewissen Zeitverzug auf das Ergebnis der Swiss auswirken würden, erklärte Finanzchef Dennis Weber. Diese Kombination habe zu einem sehr starken März und damit zu einem soliden Quartal geführt, was allerdings nur bedingt aussagekräftig sei.
Lufthansa will Gewinn trotz Iran-Krieg deutlich steigern
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Die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa will dem Iran-Krieg, den gestiegenen Kerosinpreisen und den Streiks ihrer Beschäftigten in diesem Jahr trotzen. Der operative Gewinn vor Sonderposten (bereinigtes Ebit) soll den Vorjahreswert von 1.96 Milliarden Euro weiterhin deutlich und damit um mehr als zehn Prozent übertreffen, wie das Unternehmen in Frankfurt mitteilte.
Zwar dürfte die Kerosinrechnung gegenüber der ursprünglichen Planung um 1.7 Milliarden auf 8.9 Milliarden Euro steigen. Vorstandschef Carsten Spohr will dies mit höheren Ticketerlösen, einer besseren Auslastung und Einsparungen auffangen. Das Flugangebot soll dabei statt um vier Prozent nur um höchstens zwei Prozent wachsen.
Zum Start ins Jahr konnte die Lufthansa ihren saisontypischen Verlust immerhin verringern. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent auf 8.75 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Verlust ging trotz der Belastung durch einen Streik um 15 Prozent auf 612 Millionen Euro zurück und fiel damit besser aus als von Analystinnen und Analysten im Schnitt erwartet. Unter dem Strich schrumpfte der Fehlbetrag sogar um ein Viertel auf 665 Millionen Euro.
«Im zweiten Quartal werden die Belastungen durch den Nahostkonflikt jedoch deutlich steigen», sagte Swiss-Finanzchef Weber. «Hätten wir im März bereits die Treibstoffpreise bezahlen müssen, die wir für April und die kommenden Monate erwarten, hätte sich ein deutlich anderes Quartalsergebnis ergeben.»
Legende:
Die Swiss im Aufwind – trotz Kerosinschock.
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Aktuell sei der Kerosinpreis annähernd doppelt so hoch wie vor dem Iran-Krieg. «Im April haben wir die Auswirkungen bereits deutlich gespürt, obwohl wir durch Preisabsicherungen (im Fachjargon ‹Hedging› genannt) teilweise vor steigenden Kerosinpreisen geschützt sind», sagte Weber.
Lufthansa trotz Kerosin-Lücken optimistisch für Sommer
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Trotz drohender Lücken in der Versorgung mit Kerosin blickt der Lufthansa-Konzern optimistisch auf den Sommer. Vorstandschef Carsten Spohr setzt auf höhere Ticketpreise und eine stärkere Nachfrage auf Flügen nach Asien und Afrika, bremst aber beim Ausbau des gesamten Flugangebots. Die Versorgung mit Treibstoff sei sechs Wochen im Voraus bis Mitte Juni gesichert. Danach sinke die Sichtbarkeit, er gehe aber weiter davon aus, dass die entstandenen Versorgungslücken geschlossen werden könnten, nachdem auch die Politik den Ernst der Lage erkannt habe.
Rund ein Viertel des in Europa benötigten Kerosins sei bis zur Sperrung der Strasse von Hormus vom Persischen Golf gekommen, führte der Lufthansa-Chef aus. Derzeit werde von diesem Anteil etwa die Hälfte mit Ersatzlieferungen ausgeglichen, während die andere Hälfte aus kommerziellen Reserven stamme. Die nationalen Lager der EU-Staaten würden bislang nicht beansprucht.
Auf der Langstrecke nach Asien und Afrika prüft die Lufthansa Möglichkeiten zu Zwischenlandungen, für den Fall, dass am Zielflughafen nicht nachgetankt werden kann. Spohr sagte: «Auch wir können nur fliegen, wenn wir Kerosin haben.»
Die Swiss beförderte im ersten Quartal knapp 3.7 Millionen Passagiere und damit 0.4 Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt führte die Swiss rund 29'600 Flüge durch. Das waren 7.1 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Überkapazitäten abgebaut – es fehlen Piloten
Wie die Airline weiter mitteilte, hat sie ihre «Überkapazitäten beim Kabinenpersonal» abgebaut, also Flight Attendants entlassen. Das sei über freiwillige Abgänge gelungen, wobei die Angestellten eine Abfindung erhalten hätten. Damit habe man den Überhang von rund 300 Mitarbeitenden beim Kabinenpersonal abgebaut, sagte Finanzchef Weber am Rande der Medienkonferenz in Kloten im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Kündigungen habe es keine gegeben.
Dieter Vranckx wird neuer Verwaltungsratspräsident
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Der frühere Swiss-CEO Dieter Vranckx übernimmt im Sommer das Präsidium des Verwaltungsrats der Swiss International Air Lines. Vranckx führte die Airline von 2021 bis Juli 2024 als CEO. Heute ist er Vize von Reto Francioni sowie Leiter «Globale Märkte und kommerzielle Steuerung Hubs» bei der Muttergesellschaft Lufthansa. Vrankx folgt auf Reto Francioni, der nach zehn Jahren als Verwaltungsratspräsident zurücktritt.
Die Swiss hatte im März bekannt gegeben, dass alle rund 4000 Kabinenmitarbeitenden an der Basis in Zürich ein «Angebot eines freiwilligen Abgangs» im Gegenzug für eine Entschädigung erhalten hätten. Angestellte, die ihr Arbeitsverhältnis bis zum 30. April freiwillig beendeten, würden eine pensumsbereinigte Pauschale von 15'000 Franken erhalten, hatte es geheissen. Voraussetzung war, dass die Beschäftigten die Swiss bis spätestens Ende August 2026 verlassen. Das Programm sei nun beendet, sagte Weber: «Wir bieten keine Abfindungen mehr an.»
Swiss rechnete mit mehr Flügen
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Grund für den Überhang beim Kabinenpersonal war, dass die Swiss mit höheren Flugkapazitäten geplant hatte. Aber dann stutzten fehlende Triebwerke und Pilotinnen und Piloten die Pläne.
Der Triebwerksmangel sei darauf zurückzuführen, dass der Wartungsaufwand viel höher sei als geplant, sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger an der Medienkonferenz. Derzeit stehen weiterhin mehrere Flugzeuge wegen fehlender Triebwerke am Boden. Deshalb muss die Swiss Flugzeuge samt Besatzung von anderen Airlines anmieten (im Fachjargon «Wetlease» genannt). Diese Wetlease-Einsätze wolle man wieder reduzieren, sagte Fehlinger.
Zum Mangel an Pilotinnen und Piloten sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger an der Medienkonferenz, dass dieser noch nicht vorbei sei, trotz einer Anstellungsoffensive. Derzeit habe die Swiss wieder so viele Pilotinnen und Piloten wie 2019, fliege aber weniger, sagte Fehlinger. Denn die Ausbildung der neuen flugzeugführenden Belegschaft koste viele Kapazitäten im Flugbetrieb.