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CS will in der Schweiz Dutzende Filialen schliessen
Aus Tagesschau vom 25.08.2020.
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Reorganisation der Grossbank Credit Suisse schliesst 37 Filialen

  • Die Grossbank Credit Suisse baut ihr Geschäft im Heimmarkt umfassend um.
  • Damit sollen ab 2022 jährliche Kosteneinsparungen von 100 Millionen Franken erreicht werden.
  • Ein Abbau von Stellen sei unvermeidlich, teilt die CS mit.

Die Credit Suisse konkretisiert ihre im Juli angekündigten Pläne zur strategischen Marschrichtung des Schweizer Geschäfts. Diese haben zum Ziel, das Geschäft mit Privatkunden gleichzeitig auszubauen und es zu vereinfachen. Damit sollen auch Kosten gespart werden.

Unter anderem wird das Geschäft der Neuen Aargauer Bank AG (NAB) mit der CS zusammengeführt. Ein Stellenabbau bei der NAB und der Swiss Universal Bank (SUB) sei deshalb unvermeidlich, teilt die Bank mit.

Bankgeschäfte zunehmend digital

Zu einem Abbau kommt es auch beim Filialnetz. Dieses soll auf 109 Filialen gegenüber aktuell 146 Standorten gekürzt werden. Die CS verspricht sich von den Massnahmen jährliche Kosteneinsparungen von brutto 100 Mio. Franken ab 2022. Diese sind Teil der Ende Juli angekündigten, ab 2022 gruppenweit avisierten jährlichen Kosteneinsparungen von insgesamt rund 400 Millionen.

Während der Beratungsbedarf bei komplexeren Finanzfragen und die Nachfrage nach anspruchsvollen Lösungen steige, nehme der Anteil von Kunden, die zur Erledigung der Bankgeschäfte zunehmend die digitalen und telefonischen Services der Bank nutzten, laufend zu, begründet die Bank die Schliessung der Filialen.

So sei in den letzten zwei Jahren die Nutzung des Online-Banking um rund 40 Prozent gestiegen und jene des Mobile-Banking habe sich gar mehr als verdoppelt. Die Coronakrise habe diese Entwicklungen noch weiter beschleunigt. Im Gegenzug hätten die Frequenzen in den Geschäftsstellen Jahr für Jahr abgenommen.

Stellenabbau «unvermeidlich»

Im Kanton Aargau, wo die CS und die NAB zusammen derzeit noch 30 Geschäftsstellen betreiben, sollen nach der Zusammenlegung noch 12 Filialen übrig bleiben. Die Zusammenführung soll in Form einer Fusion der NAB in die Credit Suisse (Schweiz) AG geschehen und – vorbehältlich der vorgängigen Genehmigung durch die Finma – Ende November 2020 rechtswirksam und im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Ein Stellenabbau bei der NAB sowie in der Division Swiss Universal Bank werde unvermeidlich sein, so die Credit Suisse, die diesen Abbau allerdings nicht genau beziffert. Die geplante Zusammenführung und insbesondere sämtliche die Mitarbeitenden betreffenden Massnahmen stünden unter dem Vorbehalt des Abschlusses der Konsultationsverfahren mit den Personalkommissionen. Ein Sozialplan stehe zur Verfügung. Oberstes Ziel sei es, dass möglichst alle von einem Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden eine interne oder externe Weiterbeschäftigung fänden.

Tagesschau, 25.08.2020, 12:45 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Yvonne Abt  (YvonnedieDreizehnte)
    Schon 1994 sagte Bill Gates: Banking is necessary, banks are not.
    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
    Das Banking steht vor gewaltigen Herausforderungen.
    Dieses Jahr kommt noch der Milliardenschwere Börsengang von Ant Financial des Konzerns Alibaba.
    Eine Frage der Zeit, bis auch die anderen grossen Tech- Firmen wie Apple oder Amazon eine Bankenlizenz bekommen werden.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wurde um Rahmen von Covid-19 in Rheinfelden geübt. CS-Filiale zu mit Verweis auf NAB-Filiale.
  • Kommentar von mahmut alane  (holundder)
    Ich wette die machen nach der ganzen Aktion wieder Milliardengewinne. Meiner Meinung nach sollte ein Unternehmen einfach nur die Löhne bezahlen und vielleicht ein bisschen was für Forschung investieren und Steuern bezahlen. Warum immer diese unsäglich hohen Gewinne? Ich finde ein Unternehmen sollte niemand entlassen dürfen, wenn sie danach Milliardengewinne machen.
    1. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      m.alane Wenn eine Bank unsägliche Gewinne macht, so wird von diesem Gewinn, eine Ausschüttung des Gewinnes an den Bund durch Steuern bezahlt. Nicht wenige die oft jammern, haben ja noch Aktien bei den Banken, wo sie vom Gewinn auch profitieren. Nicht wenige haben Hypotheken auf der Bank, um ihr Haus zu finanzieren, ohne dies hätte mancher hier lebende Mensch kein Eigenheim. So profitier mancher vom geliehenen Geld. So profitiert die Bank von den Schuldnern, dies nennt man Schuldenwirtschaft ;-(
    2. Antwort von Urs Imboden  (Noba)
      Da bin ich ja froh, dass ich nicht in Ihrer Firma arbeite, die nur ein bisschen was für Forschung investieren will und nicht bereit ist, Risiken einzugehen, die auch einmal scheitern können, aber auch neue Produkte und Märkte entwickeln kann. Solche statischen Firmen überleben nicht lange am Markt, der innovativen Produkte verlangt. Tesla z.B. beabsichtigt, das Chassis statt aus 70 Teilen aus 1 Teil herzustellen. Da müssen Gewinne erzielt werden, um die Schulden und Zinsen zu zahlen.
    3. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      U.I. Investitionen sind auch Börsengängen, entweder verliert man, oder macht Gewinne, so werden auch einige Reich, ohne eine Firma zu besitzen, also aus Geld wurde mehr Geld gemacht. Oft stellt sich mir aber die Frage, ob nicht die Arbeitende Bevölkerung "beschissen" wird, in dem man oft bei niedrigen Gewinne Arbeiter entlässt, um die Gewinne an die Börsianer, oder Aktionäre zu verteilen. Dass man Geld investiert für Entwicklung und Forschung ist das eine, der Umgang mit Geld das andere.
    4. Antwort von Marlies Artho  (marlies artho)
      Früher waren Banken zum Zweck, nicht zum Selbstzweck. Durch die Börse Tätigkeit, wurden grössere Dimensionen geschaffen, jedoch nicht für Sparer und teils Arbeiter sondern zur Spekulation, um noch mehr Geld ( Z.T. Papiergeld) zu machen. Heute hat der Sparer, der keine Schulden hat und das Geld zur Verfügung stellt das nachsehen, in dem man keine Zinsen mehr erhält. Damals bekam der Sparer durch Obligationen immer hin noch einen Zins von 4 bis 7 %. Heute gibt es auf Sparkonten praktisch 0%.