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Credit Suisse veröffentlicht Quartalszahlen
Aus Nachrichten vom 30.07.2020.
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Quartalszahlen Credit Suisse CS steigert Reingewinn trotz Coronakrise

  • Für das zweite Quartal meldet die Credit Suisse einen Reingewinn von fast 1.2 Milliarden Franken, das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Die Bank will sich neue Strukturen geben und strebt bis 2022 Kosteneinsparungen von rund 400 Millionen Franken an.
  • Zudem will das Finanzinstitut die Dividende künftig nachhaltig um mindestens 5 Prozent pro Jahr erhöhen.

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat im zweiten Quartal die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der Reingewinn sei von April bis Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 24 Prozent auf 1.16 Milliarden Franken gestiegen, wie die Bank heute Donnerstag mitteilte.

Auf Vorsteuerebene lag der Gewinn bei 1.55 Milliarden Franken – ein Anstieg um 19 Prozent. Die Erträge kletterten 11 Prozent nach oben, auf 6.19 Milliarden Franken.

«Wir haben in einem anhaltend volatilen Marktumfeld ein starkes Ergebnis erzielt», sagte der seit Februar amtierende Konzernchef Thomas Gottstein.

Auswirkungen der Coronakrise noch unklar

Doch auch im zweiten Quartal musste die CS Rückstellungen für Kreditrisiken vornehmen. Diese sind mit 296 Millionen Franken im Vergleich zum ersten Quartal, in welchem die Bank 568 Millionen Franken zurücklegte, aber deutlich niedriger.

Angesichts der anhaltenden Marktvolatilität hiess es seitens der Bank, die wirtschaftlichen Auswirkungen seien bezüglich Coronakrise nach wie vor schwierig zu beurteilen. Grundsätzlich sei die CS aber gut aufgestellt und könne finanziell widerstandsfähig agieren.

Neue Initiativen sollen Wachstum sicherstellen

Gestärkt werden soll das Thema Nachhaltigkeit mit der Schaffung einer neuen Funktion «Sustainability, Research & Investment Solutions», wie die CS am Donnerstag mitteilte.

Was bedeutet «Nachhaltigkeit» für die CS?

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Was bedeutet «Nachhaltigkeit» für die CS?

Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es trotz der Ankündigung der CS noch viele offene Fragen: Steigt die CS aus laufenden Finanzierungen von fossilen Investitionen aus? Was heisst überhaupt «nachhaltig»? Stellt die CS selber neue, nachhaltige Fonds zusammen? Klar ist einzig, dass künftig je ein Mitglied im Verwaltungsrat und in der Geschäftsleitung – beide sind übrigens Frauen – für die Nachhaltigkeit verantwortlich sein werden. Sie müssen auch gewisse Finanzziele erreichen. (Eveline Kobler)

Zudem will die Bank die verschiedenen Einheiten des Investmentbanking wieder zu einer einzigen «globalen Investmentbank» zusammenführen, nachdem der frühere CEO Tidjiane Thiam die Investmentbanking-Aktivitäten auf mehrere Bereiche verteilt hatte.

Stellenabbau geplant

Netto werde der Stellenabbau aber «sehr begrenzt» sein, sagte der neue Konzernchef Thomas Gottstein am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg TV.

Ab 2022 will das Finanzinstitut so jährliche Kosteneinsparungen von rund 400 Millionen Franken generieren. Diese könnten ganzheitlich in Wachstumsinitiativen reinvestiert werden, wenn entsprechende Marktbedingungen gegeben seien.

Die CS-Aktie kletterte nach Veröffentlichung der zweiten Quartalszahlen vorbörslich um 3.4 Prozent nach oben.

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CS stärkt die Nachhaltigkeit – was das heisst, bleibt offen
03:32 min, aus SRF 4 News aktuell vom 30.07.2020.
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SRF 4 News, 30.07.2020, 08:00 Uhr;

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13 Kommentare

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Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    „CS steigert Reingewinn trotz Coronakrise“ und muss deshalb weiter „reorganisiert“ werden. Wieviele Mitarbeitende betroffen sind werden wir vermutlich nie erfahren.
  • Kommentar von Ernst U. Haensler  (ErnstU)
    Politiker werden vom Volk gewählt. Warum immer auf die Politiker eindreschen. Die Wähler wollen den Kapitalismus.
  • Kommentar von Roland Brechbühl  (RoBre)
    Dividende erhöhen, restrukturieren (heisst wohl Arbeitsplätze abbauen), und absahnen, während viele wegen der Krise leiden und der Staat, sprich wir alle, die Kosten übernehmen müssen. Kapitalismus in Reinkultur. Wann wird eigentlich diese Bank verstaatlicht, die den Namen Suisse tragen darf.....oder zumindest dem Schweizer Staat und der Bevölkerung auch mal was zurückgibt dafür? Macht nur weiter so, bis es dereinst zur blutigen Revolution kommt....
    1. Antwort von Urs Imboden  (Noba)
      "Verstaatlichung" ist der Ruf. Vergleichen wir Länder mit Verstaatlichung, z.B. Russland, ein reiches Land wegen Rohstoffen und die Schweiz, reich durch Freiheit und sozialer Marktwirtschaft. Die Russische Eisenbahn hatte 2009 1.2 Mio Angestellte, heute 710'000. Gemessen an Personenkilometern müsste die SBB 2.5x mehr Angestellte beschäftigen, um auf die Zahlen der Russen zu kommen. So sieht das aus mit Sozialismus/Kommunismus/Verstaatlichung gegenüber unserem System. Und wer zahlt?