Schneider-Ammann erfreut über Schweizer Erfolg im Gas-Poker

Nun ist klar, welche Pipeline gebaut wird, um Gas aus Aserbaidschan nach Europa zu pumpen. Den Zuschlag hat das Projekt Trans Adriatic Pipeline (TAP) erhalten, an welchem der Schweizer Energiekonzern Axpo beteiligt ist. Wirtschaftsminister Schneider-Ammann hat dies gegenüber «10vor10» bestätigt.

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Schweizer Erfolg im Gas-Poker

1:22 min, aus 10vor10 vom 27.6.2013

Im Poker um das Milliarden-Projekt hat sich am Ende TAP gegen das von der EU forcierte Erdgas-Pipeline-Projekt Nabucco durchgesetzt. «Ich habe die freudige Nachricht gestern zu Kenntnis genommen», bestätigte Bundesrat Johann Schneider-Ammann gegenüber «10vor10». «Das ist natürlich eine Bestätigung für die Schweizer Regierung, dass wir am richtigen Projekt gearbeitet haben.»

Wichtig für die Schweiz

Der Energiekonzern Axpo ist am Projekt Trans Adriatic Pipeline beteiligt. Das Gas aus der neuen Pipeline, welche 2019 in Betrieb genommen werden soll, dürfte auch in die Schweiz geliefert werden.

«Dieses Projekt ist wichtig für die Schweiz», sagte Schneider-Ammann. «Wir sind abhängig von Öl und Gas. Die neue Pipeline gibt zusätzliche Versorgungssicherheit und dies erst noch mit Einflussnahme eines Schweizer Unternehmens. Das war genau die Absicht des Bundesrates.»

Im April noch hatte der Wirtschaftsminister auf seinem Aserbaidschan-Besuch für das TAP-Projekt geworben. Seinen Anteil am Erfolg will Schneider-Ammann aber nicht überbewerten. «Selbstverständlich habe ich bei den zuständigen Stellen klar zum Ausdruck gebracht, dass die Schweizer Regierung daran interessiert ist, dass die TAP-Variante gewählt wird.»