Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio «Glasfaser für die Luft» abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
Aus Rendez-vous vom 21.02.2019.
Inhalt

Schöne neue Mobilfunkwelt 5G-Ankündigung ist vor allem lautes Marketing

Die Ankündigung, dass der Telekomkonzern Sunrise bereits im März mit 5G startet – statt erst 2020 – ist vor allem eines: zeitlich gut platziertes Marketing. Denn es wird weiterhin eine Weile dauern, bis die Kundschaft wirklich von der neuen Technologie profitieren kann.

Im Moment geht primär darum, sich im Gespräch zu halten. In den nächsten Tagen werden die Medien und die sozialen Medien voll sein mit Beiträgen über die neue Mobilfunktechnologie 5G. Dafür gibt es drei Gründe.

Der wichtigste Grund ist sicher, dass die Netzwerkanbieter wie Huawei, Ericsson und Nokia tatsächlich startklar sind. Sie haben in den vergangenen zwölf Monaten zusammen mit den Mobilfunkunternehmen die erste Generation der 5G-Technik schneller als erwartet zur Marktreife gebracht. Und diesen Effort wollen sie feiern.

Grösste Mobilfunkmesse öffnet am Montag

Ausserdem startet am Montag in Barcelona der «Mobile World Congress», der wichtigste Branchen-Anlass im Mobilfunk. Dort werden die ersten mehr oder weniger 5G-fähigen Handys und eine Vielzahl neuer Anwendungen für den Geschäftsbereich vorgestellt.

Gestern haben sich deshalb bereits Huawei und Ericsson mit neuen Erkenntnissen zu Wort gemeldet, heute war es Sunrise, die den Start verkündete. Und die nächsten Tage wird bestimmt auch die Swisscom noch mit einer ähnlichen Mitteilung aufwarten. Es geht darum, der Kundschaft die schöne neue Mobilfunkwelt zu zeigen – und sich selbst als Vorreiter zu positionieren.

Zuerst nur für «Early-Adopters»

Doch die meisten von uns werden von 5G noch länger nicht viel bemerken. Zuerst werden die so genannten «Early-Adopters» zugreifen. Also jene, die bei neuen Technologien immer zuvorderst mit dabei sein wollen. Danach werden die neuen 5G-Abonnemente erst einmal sehr teuer sein. Zudem muss man auch bei der ersten 5G-Generation, die bisher praktisch nur unter einer Art (Openair-)Laborbedingung getestet werden konnte, im Alltag mit Kinderkrankheiten rechnen.

Gerade letzteres aber zeigt, dass die Ankündigung nicht nur Marketing war. Der dritte Grund, warum die Mobilfunkanbieter heute schon so laut trommeln, ist: Sie wollen so rasch wie möglich so viele Nutzer wie möglich auf das neue Netz schicken. Denn nur so kann die neue Technologie einem echten Härtetest unterzogen – und dann, wenn nötig, gezielt verbessert werden.

Philip Meyer

Philip Meyer

Wirtschaftsredaktor, SRF

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Philip Meyer berichtet als Wirtschaftsredaktor seit fünf Jahren für Radio SRF über IT- und Telekomunternehmen sowie alte und neue Medien. Er ist zudem Chef vom Dienst im Newsroom von Radio SRF.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

33 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Lienhard  (mazzok)
    Hat schon jemand erwähnt das die Endgeräte Sprich das Telefon egal welcher Generation G1 - G5 so oder so mehr strahlt als ne Antenne ausser man hockt sich auf einer drauf :-),
    aber das machen die meisten ja nur mit ihrem PHON!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Nur: die Antennen strahlen praktisch dauernd, Tag und Nacht und man kann sich der Dauerbestrahlung auch auf niedrigem Niveau nicht entziehen (noch schlimmer sind allerdings die hausinternen WLAN die ständig an sind oder dauerstrahlende DECT-Telefone). Beim Handy kann man den Datenmodus, wlan, bluetooth usw. ausschalten. Im Standby mit nur GSM-Modus an ist das stationär liegende Handy recht harmlos!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Bernoulli: Bei 2 Minuten Handynutzung pro Tag erhalten sie aber schon mehr Strahlung ab, als wenn sie denn ganzen Tag sich nahe an einer Antenne aufhalten. Bei 5G können die Handys viel zielgerichteter angestrahlt werden. Die Strahlung rundherum müsste sich daher reduzieren. Ich kann das ganze Geschrei um die Strahlung sowieso nicht nachvollziehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Es ist erstaunlich, wie bei gewinnsuechtigen Faiks die fisikalischen Tatsachen verdreht werden. Das Haendy produziert eine Sendeleistung, die bis zur naechsten Empfangsantenne des Betreibers km weit reicht. Die WLAN-Reichweite ist zur Maximierung des Gewinns auf ueberfluessigen APs auf rund 20 m beschraenkt. Die Feldstaerke nimmt mit zunehmender Distanz im Quadrat ab. Die benoetigte Sendeleistung bei 2 km statt 20 m somit um das Zehntausend- statt Hundertfache....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Armin Pletscher  (minrad)
      Dupond: Bei der maximal überbrückbaren Distanz spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle die einen Einfluss auf die SNR (Signal Noise Ratio) haben. z.B.
      die Kanalbreite (~Anzahl Frequenzen), die Länge der CDMA Sequenz, die Datenrate und allgemeine Störsignale. Ein Handy sendet in etwa gleich stark wie ein WLAN Router, trotzdem kommt das Handy viel weiter, allerdings ist die Datenrate dann auch tiefer. Das Handynetz sendet auch nicht so wild durcheinander wie die WLAN Router.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      @ B. Trütsch: die Frage ist, wie viele Menschen erkranken müssen, wie schlecht es ihnen mehrheitlich gehen muss, bis begriffen wird, dass dies nicht unabhängig ist von einer Dauerbestrahlung mit Hochfrequenzen, welche die biologischen Systemen rund um die Uhr einem zunehmenden Stress aussetzen? Ich sage Ihnen mit Sicherheit: so lange dies nicht begriffen wird, werden chron. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein usw. bis hin zu Krebs weiter zunehmen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Pletscher! Schade werden die Sendeleistungen von WLAN, Haendy und 5G-Sendeantennen nicht einnach von mW bis kW veroeffentlicht, damit sich der Laie ein vergleichendes Bild von der Schae(n)dlichkeit machen kann. Die Distanz vom Haendysender (mit einer Reichweite von ein paar km!) zum Hirn betraegt rund 2 cm, Die Distanz vom Router zum Hirn in der Regel mindestens 2 m. Die mickrigen WLAN-mW wurden zur Maximierung des Gewinns unnoetig schwach durchregiert und zudem nicht optimal ausgenuetzt….
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Die Krebsrate hat seit Einführung des Mobilfunks nicht zugenommen. Es sind auch keine anderen Erkrankungen bekannt, die sich eindeutig auf den Mobilfunk zurückführen lassen. Es gibt zwar Elektrosensible Leute, die von sich aus behaupten, dass sie auf Strahlung reagieren. Bisher liess sich weltweit keiner finden bei dem man dies in einer Doppelblindstudie nachweisen konnte. Dann muss man auch sehen das dank dem Mobilfunk in einem Notfall schon oft Menschenleben gerettet wurden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Bruno Hagen  (brunohagen)
    5G kann meines Erachtens als grausamer Eventualvorsatz gegenüber der Gesamtbevölkerung bezeichnet werden. Solange keine glaubhaften Studien zur Gesundheit vorliegen, glaube ich der Mobilfunkindustrie nicht.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans-Peter Grüter  (HP Grueter)
    Im Geschichtsuntericht wunderten wir uns über die Römer, welche nicht merkten, dass ihre hochgelobten neuen Wasserleitungen sie mit Blei vergifteten. Generationen nach uns werden sie sich fragen, weshalb wir uns derart verstrahlen liesen.
    Mikrowellen machen Speisen heiss, lassen aber 5G-Nutzer kalt?
    Soll keiner kommen, er hätte es nicht gewusst...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Die Mikrowellen des Mobilfunks erwärmen tatsächlich die Umgebung und theoretisch auch uns. Die verwendeten Sendeleistungen sind im Vergleich zu einem Mikrowellenoffen aber winzig klein. Ein Smartphone direkt am Ohr auf voller Sendeleistung kann dieses um einige hundertstel Grad erwärmen. Ein Mobilfunkmast in 50 Meter Entfernung ist bereits zu schwach um noch einen Effekt zu messen. Der Effekt, den Sie ansprechen, ist also garantiert ungefährlich.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      @Trütsch: Ihre Garantie möchte ich nicht! Das Natel am Ohr erwärmt diesen Bereich nicht um eineige hundertstel, sondern um einige volle Grade, je nach sprechdauer. Daher empfehlen Hersteller schon jetzt Freisprechanlagen oder via Kopfhörer zu phonen...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      @Müller: Das kann sein, das liegt aber daran, dass man etwas ans Ohr hält und dadurch die Eigenwärme die sonst abbliesen kann sich staut. Rein von der abgestrahlten Sendeleistung kann unmöglich eine Erwärmung um einige Grad erfolgen, selbst dann nicht wenn die volle Energie absorbiert würde.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Es geht nicht nur um die thermische Energie. Die Signale stören biologische Systeme, welche auch elektrisch feinreguliert werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Beno Trütsch  (benotruetsch)
      Bernoulli: Das mag ja eventuell stimmen, aber darum ging es im ursprünglichen Kommentar ja nicht. Die biologischen Wirkungen sind bisher auch nur nicht nachgewiesene Vermutungen. Die ganzen Natürlichen Strahlungen, welche viel stärker sind, scheinen uns ja auch nichts zu machen, bis auf die hochenergetischen Strahlung im UV Bereich und noch höher Frequenzen. Die im Mobilfunk verwendeten Frequenzen sind aber rund eine Million Mal tiefer.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      "Die biologischen Wirkungen sind bisher auch nur nicht nachgewiesene Vermutungen." Kommt wohl darauf an, wer welche Studien liest bzw. sich wie informiert (siehe diagnose-funk). Dass die viel stärkere natürliche Strahlung nichts macht hat seinen Grund, dass sie eben natürlich ist, d.h. auf die biologischen Systeme abgestimmt (bzw. umgekehrt).
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von Armin Pletscher  (minrad)
      Das einzelne Studien zu anderen Schlüssen kommen, kann immer mal vorkommen. Es gibt allerdings eine Studie mit Ratten, die sich reproduzieren lässt. Sie kommt zum Schluss, dass bei männliche Ratten, starke Dauerbestrahlung ein bereits bestehender Tumor schneller wächst. Gleichzeitig steigt aber auch die Lebenserwartung. Dieser Effekt hat durchaus viele Forscher überrascht und muss noch weiter untersucht werden. Solchen Strahlungen sind wir allerdings im Alltag normalerweise nicht ausgesetzt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen