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Schindler baut quasi vorsorglich Stellen ab
Aus HeuteMorgen vom 24.07.2020.
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Schwere Einbussen wegen Corona Schindler baut weltweit 2000 Stellen ab

  • Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im ersten Halbjahr 2020 durch die Corona-Krise schwere Einbussen hinnehmen müssen.
  • Diese sind jedoch weniger gravierend als von den Analysten befürchtet.
  • Auftragseingang und Umsatz waren klar rückläufig und auch die Gewinnzahlen lagen deutlich unter dem Vorjahr.
  • Das Unternehmen will weltweit 2000 Stellen abbauen und in den kommenden zwei Jahren die Kosten optimieren.

«Die Bedingungen haben sich in den letzten Monaten weiter verschlechtert», erklärte Konzernchef Thomas Oetterli. «Wir müssen nun handeln und Kosten entlang der kompletten Wertschöpfungskette reduzieren.»

Im ersten Halbjahr brach der Gewinn des Luzerner Unternehmens um 28,2 Prozent auf 313 Millionen Franken ein. Im Gesamtjahr erwartet der Rivale der ThyssenKrupp-Aufzugsparte einen Gewinn zwischen 680 und 720 Millionen Franken.

Jede zehnte gestrichene Stelle in der Schweiz

Schindler plant ein Kostenoptimierungsprogramm über die nächsten zwei Jahre. Dabei sollen etwa 2000 der 65'000 Stellen weltweit reduziert werden.

«Der geplante Stellenabbau wird vor allem Verwaltungsaufgaben betreffen und damit auch die Konzernverwaltung», sagte Oetterli. «Auf die Schweiz könnten bei dem geplanten Abbau von weltweit rund 2'000 Stellen bis zu 10 Prozent entfallen, also bis zu 200», so der Schindler-Chef weiter.

Wettbewerb verschärft, Kostendruck erhöht

Mit den geplanten Schritten will sich Schindler an die derzeitige Markenwicklung anpassen. Oetterli sieht aktuell verschiedene Strömungen. Einmal sei da der generelle Abschwung, der durch die Covid-19-Pandemie noch verstärkt wurde. «Der Kuchen wird kleiner», so der Schindler-Chef. Dadurch werde der Wettbewerb schärfer und der Kostendruck höher.

Zudem sei der Schweizer Franken in Krisenzeiten eine Fluchtwährung. Durch Translationseffekte schlage ein höherer Frankenkurs bei Schindler auf den Umsatz und das Ergebnis durch.

SRF News, 24.07.2020; 07:30 Uhr;

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Und der CEO kommt finanziell unbehelligt davon? Wenn ja, so läuft es wie immer in der unbarmherzigen neoliberalen Wirtschaftsordnung. Jene, die die Knochenarbeit leisten, müssen sich dann wie die „Dummen“
    im Umzug vorkommen.
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    1. Antwort von Hans-Ulrich Rechsteiner  (Rechi)
      Herr von Känel, können Sie mir ein Beispiel geben in welchem Land oder welchem System es umgekehrt läuft - das ganze Management wird entlassen und die Büezer drehen Däumchen weil es keine Aufträge mehr gibt. Wahrlich sehr nachhaltig.
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  • Kommentar von Urs Imboden  (Noba)
    @ Ernst Haft
    Ihre Argumente sind moralischer Art. Ich verzichte bewusst darauf und masse mir kein Urteil darüber an, was angemessen ist und was nicht. In einer freien Wirtschaft entscheiden das die Kunden von Schindler, die ein Angebot erhalten für eine Leistung zu einem bestimmten Preis. 2019 lag die Umsatzrentabilität von Schindler bei 8.2%. Ich überlasse dieses Faktum dem geneigten Leser, dies zu beurteilen.
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    1. Antwort von Ernst Haft  (Ernst Haft)
      Ganz genau. Ich finde es moralisch verwerflich 2000 Stellen zu streichen wenn man gleichzeitig gegen 1 Mia. Gewinn einstreicht! Wenn man sich kein Urteil darüber anmasst, ob man persönlich etwas moralisch verwerflich findet, kann man als Kunde auch nicht dementsprechend entscheiden. Ergo die Unternehmen können tun und lassen was sie möchten, solange Sie nur die richtigen Preise auf ihre Angebote schreiben.
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    2. Antwort von Urs Imboden  (Noba)
      Ich stelle in der Argumentationsart fest: aus 700 Mio werden "gegen 1 Mia".
      Diese Art von moralischer Argumentation erhebt sich über die Fakten und wird dadurch populistisch.
      Fakt bleibt: eine Unternehmung kann langfristig nur Mitarbeiter beschäftigen und Leistungen für Menschen anbieten, wenn sie Gewinne macht und ihre Struktur ständig den Marktbedürfnissen anpasst. Beim Ausbleiben von Massnahmen wird das gesamte Unternehmen gefährdet - und das wäre moralisch verwerflich.
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  • Kommentar von Jean-Pierre Schibich  (spectator)
    Schindler hat schon 2016 200 Stellen in Ebikon abgebaut und diese Abteilung nach China ausgelagert - zur Gewinnmaximierung und trotz Lippenbekenntnis zum Standort CH im Zusammenhang mit 1:12-Initiative 2014. Wer damals Nein gestimmt hat, soll nicht empört sein, wenn solche CEOs alle legalen Möglichkeiten ausreizen!
    Nicht der Lockdown ist schuld an dieser Entwicklung, er bietet nur eine gute Ausrede.
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