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Dank weniger Plastiksäckli wird weniger Rohstoff verbraucht
Aus SRF 4 News aktuell vom 01.11.2019.
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Seit sie kosten Plastiksäckli-Verbrauch sinkt deutlich

Der Verbrauch an Plastiksäcken geht zurück. Verantwortlich dafür ist nicht nur ihr Preis von fünf Rappen.

Darum geht es: Seit November 2016 kosten kleine Plastiksäcke bei Coop und Migros fünf Rappen. Seither ging der Verbrauch an solchen Säcken um 80 Prozent zurück. Grund dafür sei weniger die Höhe des Preises, als die Tatsache, dass die Säcke überhaupt einen Preis erhielten. «Die Leute ändern ihr Verhalten dann, wenn etwas plötzlich nicht mehr gratis ist», sagt SRF-Wirtschaftsredaktorin Denise Joder-Schmutz.

Weniger Plastik verbraucht: Dank des Rückgangs bei den Raschelsäcken an der Kasse spart allein Coop jährlich rund 850 Tonnen Neuplastik ein. Das tönt nach viel, ist aber weniger als ein Prozent des Plastiks, das pro Jahr in den Schweizer Haushalten verbraucht wird. Bei der Migros wurden die Säcke inzwischen aus Recycling-Plastik hergestellt, deshalb gibt es von ihr keine Angaben über die Einsparungen an Neuplastik.

Ein Umdenken findet statt: Offenbar versuchen viele Konsumentinnen und Konsumenten, Einweg-Plastiksäcke grundsätzlich zu vermeiden. So stellen sowohl Coop wie die Migros einen Rückgang bei den Plastiksäckchen fürs Gemüse um bis zu 30 Prozent fest. Zudem beobachten die Grossverteiler, dass weniger Plastiktaschen verlangt würden, dafür vermehrt Papiersäcke.

Kaum Auswirkungen auf die Industrie: Für die wenigen Hersteller, welche in der Schweiz noch Plastiksäcke produzieren, ist der Rückgang an verbrauchten Säcken im Detailhandel marginal. Einige von ihnen hätten auch auf alternative Materialien wie Papier oder Recycling-Plastik umgestellt, weiss Wirtschaftsredaktorin Joder-Schmutz.

Ausweitung auf alle Plastiksäcke

Ausweitung auf alle Plastiksäcke

Die Einführung eines Preises von fünf Rappen für Einweg-Plastiksäckchen im November 2016 geht auf eine Branchenvereinbarung zurück. Nun wird die Vereinbarung per 2020 auf mehrfach verwendbare Plastiksäcke erweitert. Migros und Coop führt das neue Regime ab dem 1. Januar 2020 ein, weitere Detailhändler dürften bald folgen. Gratis bleiben einzig die Plastiksäckchen im Gemüse-Offenverkauf.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Das ist doch PiPi... was zaehlt sind zB Dinge die verpackt sind, eine Plasticflacon mit Plasti-Seal in einer Decoschachtel, moeglichst uebergross, auch mit einem Plasticseal versehen.. also der brauchbare Innhalt 3-4 mal verpackt.. das ist Hirnrissig! Das geht vom UBS stick bis zum Aftershave flacon.. Und die marinierten Huehner Fluegel sind auch in einem Plastic eingeschweisst dann auf eine Stiropor Schale gelegt und nochmals in einen Film verpackt .. alles nicht wieder verwendbar
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen  (drpesche)
      Und warum soll eine Massnahme, die ganz klar Erfolg hat, Pipi sein, nur weil es noch weitere Probleme gibt? Dass man das jetzt auch auf die grossen Plastik-Taschen ausweitet, zeigt doch, dass etwas geht. Auch bei den Verpackungen gibt es durchaus Bemühungen, welche in die richtige Richtung gehen, aber natürlich gibt es noch viel zu tun.
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  • Kommentar von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
    "Einige von ihnen hätten auch auf alternative Materialien wie Papier oder Recycling-Plastik umgestellt, weiss Wirtschaftsredaktorin Joder-Schmutz." Dies ist ein sehr interessanter Punkt. Weshalb setzten die Hersteller erst nun auf Papier oder Recycling Plastik um? Die Hersteller produzieren seit Jahrzenten nicht recyclebarer Plastik und denken erstmal im Jahr 2019 über Nachhaltigkeit nach?
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    1. Antwort von Kurt E. Müller  (KEM)
      @Ebischer: Die Antwort ist einfach: Der Konsument lässt sich (nur) über das Portemonnaie erziehen und bestimmt die Nachfrage bei den Herstellern.
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  • Kommentar von Michael Gyger  (mikeonline)
    Ich finde es super dass die Sensibilisierung in der Bevölkerung für dieses Thema viel grösser geworden ist.
    Es sind kleine Dinge die man im Alltag machen kann.
    Schade ist zB dass es bei Migrolino, avec etc. für die Brötchen immer noch Plastiksäckchen gibt. Ich selbst habe immer einen dieser waschbaren Gemüsebeutel dabei für mein Brötchen. Die meisten andern nehmen leider ganz selbstverständlich ein Säckchen, essen das Brötchen 5 Min später und der Sack landet im Abfall...
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