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Plastiksäcke kosten bald überall
Aus Espresso vom 24.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:42 Minuten.
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Weniger Kunststoffabfall Schweizer Detailhändler verlangen neu für alle Plastiksäcke Geld

  • Auch mehrfach verwendbare Plastiksäcke werden bei Schweizer Detailhändlern künftig kosten.
  • Dies teilen die Swiss Retail Federation und die IG Detailhandel Schweiz mit Verweis auf eine erweiterte Branchenvereinbarung mit.
  • Zu diesen Verbänden gehören unter anderem Detailhändler wie Coop, Migros, Aldi, Lidl, Manor, Denner, C&A, oder Spar.
  • Weiterhin gratis bleiben die Plastiksäcke für Früchte und Gemüse.

Bei Migros kosten die Plastiksäcke künftig je nach Grösse fünf bis fünfzig Rappen, Coop hat die Preise noch nicht festgesetzt. Die Gebühr wird ab Januar auch bei Läden fällig, die zu Coop und Migros gehören – beispielsweise bei Interdiscount, Fust oder Ex Libris.

«Beitrag zur Verringerung von Plastikabfällen»

Coop verweist im Communiqué auf die Branchenvereinbarung zu den kostenpflichtigen «Raschelsäckchen». Der Verbrauch dieser Säckchen habe mit der Einführung einer Gebühr von fünf Rappen um über 85 Prozent gesenkt werden können. Coop habe so pro Jahr 850 Tonnen Neu-Plastik sparen können, schreibt der Konzern.

Die Detailhändler wollen nach eigenen Angaben mit dem Schritt einen «Beitrag zur Verringerung von Plastikabfällen» leisten. Kunden hätten einen Anreiz, Plastiksäcke mehrfach zu verwenden. Die Umsetzung der neuen Vereinbarung erfolge bei allen Mitgliedern der Verbände bis spätestens Ende 2020, heisst es von IG Detailhandel und Swiss Retail Federation. Es geht also auch um Läden wie Manor, Denner, Aldi, Lidl, Spar oder C&A.

Plastiksäcke für Früchte und Gemüse bleiben gratis

Weiterhin kostenlos bleiben jedoch die Plastiksäcke, im Offenverkauf von Früchten und Gemüse. Dies aus Hygienegründen, sagt Migros-Sprecher Patrick Stöpper: «Es ist nicht sehr hygienisch, wenn ein Apfel unverpackt im Einkaufskörbli herumrollt. Weiter bietet der Plastiksack auch einen gewissen Schutz.» Als Alternative verkaufen die Detailhändler Mehrweg-Stoffsäcke. Davon seien schon über zwei Millionen Stück verkauft worden.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Afri)
    Es gibt doch schon seit etlichen Jahren kompostierbaren Kunststoff. Warum wird diese Entwicklung nicht vorangetrieben? Bremst da jemand bewusst? Ich verstehe das einfach nicht. So viele Dinge wie Obst, Gemüse, Fleisch, etc. brauchen doch nicht in 100 Jahre haltbarem Kunststoff verpackt zu sein. Wenn dieser 4 Wochen durchhält, genügt das doch völlig. Und dann ab damit auf den Kompost. Ebenso die Raschelsäcklis. Oder sehe ich da was falsch?
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  • Kommentar von Fritz Stucki  (Tigerente)
    Also das "Gratisseckli" beim Offengemüse ist nicht gratis. Es sei denn man wäge das Gemüse ohne Säckli. Noch schlimmer ist der neue Stoffbeutel. Der ist mit 27 Gramm auf der Wage echt teuer. Also liebe Konsumenten Früchte und Gemüse ohne Säckli auf die Waage legen.
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  • Kommentar von Hans-Peter Grüter  (HP Grueter)
    Das ist keine echte Massnahme gegen unnötigen Plastikabfall, die Kosten der Säcke werden einfach weiter gereicht.
    Und das Gemüse kann immer noch nicht offen gekauft werden....
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