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Seuche in China Afrikanische Schweinepest trifft Schweizer Fleischverarbeiter

Die Afrikanische Schweinepest wütet derzeit in China. Zu spüren bekommt sie auch der Schweizer Fleischverarbeiter Bell.

Die Afrikanische Schweinepest - sie wütet derzeit in China. Zu spüren bekommt sie indirekt aber auch der Schweizer Fleischverarbeiter Bell. Wegen höherer Einkaufspreise für Schweinefleisch muss das Unternehmen Einbussen in Kauf nehmen. Der Aktienkurs fiel deshalb bis zum Mittag um rund 8 Prozent.

Legende: Video Aus dem Archiv: Schweiz exportiert Schweinsfüsse nach China abspielen. Laufzeit 04:52 Minuten.
Aus 10vor10 vom 14.06.2019.

Die Bell-Gruppe, die mehrheitlich zu Coop gehört, rechnet für das erste Halbjahr 2019 mit einem deutlich tieferen operativen Ergebnis. Grund dafür sei die internationale Sparte, die in und für die EU produziert. Der EBIT werde laut Bell auf unter 50 Millionen Franken zu liegen kommen. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum noch 55.2 Millionen Franken.

Preise schnellen in die Höhe

Seit Anfang des Jahres haben sich die Schweinefleisch-Preise im europäischen Ausland um bis zu 30 Prozent erhöht – denn immer mehr EU-Produzenten liefern ihr Fleisch nach China. Das führt, bei stagnierendem Angebot, zu höheren Preisen in Europa.

China als Exportmarkt für Schweizer Schweinefleisch

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Der Bundesrat teilte am 14. Juni mit, dass fünf Schweizer Fleischverarbeiter die Zulassung für den Export von Schweinefleisch nach China erhielten.

Doch ein neues Absatzparadies für die Schweizer Schweinezüchter dürfte nicht zu erwarten sein. Denn Schweizer Schweinefleisch sei auf dem internationalen Markt kaum konkurrenzfähig. Die Produktionskosten sind zu hoch – und auch bisher exportiert die Schweiz verhältnismässig wenig Schweinefleisch ins Ausland.

Allerdings erhoffen sich die Lieferanten in China eine Absatzmöglichkeit für Schweinefüsse, -ohren, -schwänze und -schnauzen, für die in der Schweiz nicht dieselbe Nachfrage bestehe.

In China grassiert die Afrikanische Schweinepest. Laut einem Bericht der Welternährungs-Organisation dürften bis Ende Jahr dort rund 100 Millionen Schweine verendet sein. Das ist ein Fünftel des gesamten Bestandes. China muss daher - um die eigene Nachfrage zu decken - vermehrt Schweinefleisch importieren.

Massnahmen angekündigt

Bell konnte nach eigenen Angaben die höheren Einkaufspreise noch nicht «in erforderlichem Umfang» auf die Verkaufspreise überwälzen. Und so schwindet die Marge und das Vertrauen der Anleger. Um dem Ergebnisrückgang entgegenzuwirken, hat Bell «grössere Massnahmen» eingeleitet. Details dazu wurden nicht benannt.

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