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Drei Ökonomen fordern eine SNB-Reform
Aus HeuteMorgen vom 14.04.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 54 Sekunden.
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SNB-Observatorium Nationalbank soll offener kommunizieren

Zu intransparent sei die Schweizerische Nationalbank (SNB) und sie müsse die Führung breiter aufstellen, fordern drei Ökonomen. Sie haben sich zum sogenannten SNB-Observatorium zusammengeschlossen.

Die Nationalbank müsse offener kommunizieren. Das sei sie der Öffentlichkeit schuldig, sagt Yvan Lengwiler von der Universität Basel. Der Wirtschaftsprofessor hat sich mit zwei weiteren Notenbankexperten zum sogenannten SNB-Observatorium zusammengeschlossen.

Lengwiler begründet das so: «Die Nationalbank ist die wichtigste wirtschaftspolitische Institution in unserem Land. Es gehört einfach zu einem demokratischen Staat, dass man eine derartige Institution zur Rechenschaft ziehen kann. Das kann man nur, wenn man versteht, wie sie arbeitet und wie sie funktioniert.»

Mehr Einblick in die SNB-Arbeit gefordert

Bei ihren folgenreichen Entscheiden wie etwa zu den Negativzinsen gebe die Nationalbank jeweils nur das Ergebnis bekannt. Das genüge nicht, kritisiert Lengwiler: «Die Nationalbank sollte uns ihre Alternativen darlegen. Welche Alternativen hat sie tatsächlich betrachtet?»

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Aus dem Archiv: Yvan Lengwiler zu den prall gefüllten SNB-Kassen
aus Tagesgespräch vom 18.06.2020.
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Lengwiler will SNB-Entscheide nachvollziehen können und sagt weiter: «Weshalb hat sie die alternative Vorgehensweise nicht gewählt? Gab es möglicherweise auch unterschiedliche Ansichten innerhalb des Direktoriums? Welche Punkte wurden kontrovers diskutiert und weshalb?»

Die SNB-Verantwortlichen sollten der Öffentlichkeit also mehr Einblick in ihre Arbeit geben, finden Lengwiler und seine Mitstreiter Stefan Gerlach und Charles Wyplosz. Die Ökonomen bemängeln zudem, dass das federführende Nationalbankdirektorium mit nur drei Mitgliedern zu klein sei.

Je mehr Köpfe mitredeten, desto besser

Andere Notenbanken wie die Europäische Zentralbank hätten viel grösser Entscheidungsgremien: «Wenn es eine breite Basis von Meinungen in einem Gremium gibt, dann gibt es auch eine vertiefte, schwierigere oder robustere Diskussion. Das führt klarerweise zu weniger Fehlern.» Zwar mache die SNB ihre Arbeit insgesamt gut, aber sie könne es immer noch besser machen.

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Aus dem Archiv: Die Schweiz wolle eine robuste SNB, so Jordan.
aus Echo der Zeit vom 17.06.2021.
abspielen. Laufzeit 6 Minuten 12 Sekunden.

Die SNB reagiert schriftlich, sie erfülle mit der bestehenden Struktur ihr Mandat: «Die Preisstabilität konnte wie in kaum einem anderen Land gewährt werden und die wirtschaftliche Entwicklung war im internationalen Vergleich sehr gut.» Weiter schreibt sie, die SNB führe einen intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit. Ziel sei es, «die Geldpolitik für alle gut verständlich und transparent zu erläutern». Zu den Vorschlägen des SNB-Observatoriums nimmt sie keine detaillierte Stellung.

HeuteMorgen, 14.04.2022, 06:00 Uhr (külc)

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36 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, vielen Dank für Ihre Meinungen zum SNB-Observatorium. Wir wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Luis Frei  (LFrei)
    NEIN. Der Auftrag ist klar. Die Bilanzen und Berichterstattungen kann jetzt schon jede Person lesen. Hören wir doch endlich auf mit dem politischen, links ideologischen Schwachsinn der Hauptstadt.
  • Kommentar von Martin Scheidegger  (Martin Scheidegger)
    Never change a winning team.
    Bitte nicht Erfolgreiches ändern, sich lieber auf Herausforderungen konzentrieren, wo etwas nachhaltig verbessert werden kann, selbst wenn es Generationen benötigt. (ZB Entsalzenes Meerwasser statt Öl und Gas transportieren und heutige Wüsten fruchtbar machen. Dies könnte langfristig Konfliktgebiete reduzieren)