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Wirtschaft Syngenta-Deal: Gefahr für die nationale Sicherheit in den USA?

Die USA könnten die Übernahme von Syngenta durch die chinesische Staatsfirma ChemChina stoppen. Diese Macht hätte jedenfalls die Kommission für ausländische Investitionen in den USA, die sich die Transaktion derzeit genauer anschaut.

Ein Syngenta-Schild am rande eines Maisfelds.
Legende: Hat Syngenta in den USA Patente, die nicht in chinesische Hände übergehen sollten? Das prüft die zuständige Kommission. Reuters

Die Aufgabe der «Commission on Foreign Investment in the USA» ist es, abzuklären, ob eine Übernahme oder eine Fusion eines US-Geschäftes mit einer ausländischen Firma die nationale Sicherheit der USA gefährden könnte.

Aber was genau die nationale Sicherheit bedeutet, ist nicht definiert, erklärt Steven Ratner, Rechtsprofessor an der University of Michigan. Das Komitee kann viele verschiedene Themen anschauen. Früher hat sie sich vor allem mit Militärtechnologie beschäftigt, aber in jüngerer Zeit auch mit Übernahmen im Bereich Industrie, Computertechnologie, Telekom, und Detailhandel.

Übernahme einer Philips-Tochter verboten

Da im Fall von Syngenta eine chinesische Staatsfirma als Käuferin auftritt, werde das Gremium noch genauer hinschauen, sagt Ratner: «Die Kommission wird in den nächsten zweieinhalb Monaten analysieren, wie dominierend Syngenta im US-Agrochemie- und -Saatgutmarkt ist, und ob die US-Filiale von Syngenta geistiges Eigentum besitzt, das für die USA als strategisch wichtig erachtet wird.»

Syngenta betreibt in den USA Gentech-Forschung und hält zahlreiche US-Patente gentechnologisch veränderter Pflanzen. Dabei spielt es keine Rolle, dass Syngenta eine Schweizer Firma ist.

Letzten Herbst hat das Komitee die Übernahme des LED-Geschäfts des holländischen Konzerns Philips durch einen chinesischen Investor verboten.

Eingreifen der Kommission unwahrscheinlich

Joseph Falcone von der Anwaltsfirma Herbert Smith Freehills erklärt: «Das Gremium untersucht sorgfältig, wenn Filialen ausländischer Firmen betroffen sind, die für die USA wichtige Technologie besitzen.» Beide Experten erachten es aber eher als unwahrscheinlich, dass die USA die Übernahme von Syngenta durch ChemChina verhindern. Doch sie können Anpassungen verlangen – etwa den Verkauf von Teilen des US-Geschäfts. Die Kommission muss dabei nicht öffentlich machen, was sie genau als Gefahr für die nationale Sicherheit erachtet.

15 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wusste gar nicht dass Syngenta den Amerikanern gehört , ja dann sieht es schlecht aus Herr BR Schneider Ammann, mit dem guten Deal ! Und die Chinesen stehen im Regen, was ja keinesfalls schadet ! Im übrigen, hier würde ich nur Freude empfinden wenn die USA einmal wegen ihren Ängsten von den Chinesen am Weltmarkt verdrängt zu werden, das Know How der Schweiz schützen würde. Ja wir sind in der Tat - nicht aber per Gesetz, ein weiterer Bundesstaat der USA - Wau, uns geht es aber gut . 6.2.16.30h
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Entweder wird diese Firma ausgelaugt + Finanzen und Kow-How gehen nach China, oder die Chinesen kommen in die Schweiz zur Arbeit. Dann werden sie zusammen mit der EU und USA unsere bodenständigen Werte betr. Natur,Tier +Umwelt auslöschen. Ich hoffe, dass dieser Deal noch abgewendet werden kann. Wann kommt endlich der Tag der Umkehr zu vernünfigem Leben. Eines ist sicher, es werden nicht die Chinesen sein, die diese Umkehr einläuten, denn für die sind Menschen, das was für uns Arbeitstiere sind.
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Mir gefällt diese Übernahme, wie auch andere nicht - Monsanto wäre noch schlimmer gewesen, dies ist meine Meinung. Gegenteilig zu USA oder Russland, kenne ich niemand der mir sagen kann, wie China wirklich ist. Was ich weiss ist, dass Monsanto die Farmer in den USA voll unterdrückt und ihre Mittel schreckliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Wunder nicht, in den USA führen die Firmen selbst Sicherheitskontrollen durch und werden nicht Aussenstehenden kontrolliert.
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