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Legende: Audio Konsumentenschützerin Sara Stalder: «Das ist eine Schlaumeierei» abspielen. Laufzeit 03:05 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 25.01.2019.
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Tricksereien bei Coca-Cola «Hersteller tricksen auf unterschiedliche Weise»

Ab April will Coca-Cola in der Schweiz 4,5-Deziliter-Flaschen einführen. Auch wenn der Konsument weniger Cola hat – der Preis bleibt gleich. Das berichtete der «Tages-Anzeiger». Sara Stalder vom Konsumentenschutz ist nicht erstaunt. Zudem hätten Unternehmen in der Schweiz eine besonders loyale Kundschaft.

Sara Stalder

Sara Stalder

Konsumentenschützerin

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Sara Stalder ist Geschäftsleiterin bei der Stiftung für Konsumentenschutz.

SRF News: Ist dieses Vorgehen von Coca-Cola Betrug am Kunden?

Sara Stalder: Es ist eine versteckte Preiserhöhung und ein gängiges Übel. Vielfach merken es die Kunden nicht, dieses Mal hat es aber Wellen geschlagen. Die Coca-Cola-Flaschen sind schon fast Kult. Es ist eine Schlaumeierei, und man kann damit Gewinnmaximierung betreiben. Aber ja, es ist freie Marktwirtschaft.

Coca-Cola sagt, man reagiere damit auf veränderte Kundenbedürfnisse.

Das ist eine gewagte Behauptung. Ich bezweifle, dass zwei Schlucke weniger Coca-Cola wirklich ein Bedürfnis der Kunden sind. Es ist eher das Bedürfnis der Unternehmung, noch mehr Gewinne herauszuschinden.

Sie sagen, das Vorgehen ist bekannt. Können Sie Beispiele nennen?

Flüssigkeiten sind sehr beliebt. Man kann die Flasche leicht abändern, das wird nicht bemerkt. Aber auch Lebensmittel wie Babybel, die plötzlich einen Käse weniger in der Verpackung haben. Ein berühmtes Beispiel war die Toblerone in Grossbritannien, die eine Zacke weniger hatte. Das ist offensichtlich und führt dann auch zu Protest.

Die Hersteller haben eine grosse Elastizität im Ausloten von neuen Machenschaften.

Ist das nicht auch ein Pokern mit der Loyalität der Kunden, wenn man solche Anpassungen macht?

Die Schweizer Kunden sind sehr markentreu. Das wissen wir, und das wissen auch die Hersteller. Deshalb haben sie eine grosse Elastizität im Ausloten und Ausreizen von neuen Machenschaften. Sie spielen mit der Loyalität der Kunden, aber diese werden in der Regel trotzdem nicht untreu.

Bekommen die Kunden zu wenig von den Tricksereien mit?

Nicht jede Geschichte kommt so in die Medien, wie das jetzt bei Coca-Cola der Fall ist. Und es wird auf unterschiedliche Weise gemacht: Es werden Rezepturen verändert mit weniger wertvollen Rohstoffen drin, oder das Duschmittel wird flüssiger gemacht, so dass mehr rauskommt. Solche Sachen passieren schleichend und über die Jahre.

Das Gespräch führte Kevin Capellini.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Schlaumeier! Ja, wer ist denn auf unserer Welt noch ehrlich? Heute kommt man nur mit FakeNews und Lügen weiter. Eine traurige Wahrheit, wenn man selber nicht so gut lügen und tricksen kann. Unsere Jungen werden es sicher besser beherrschen als wir und könnten uns vielleicht ab und zu beraten!
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  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Ebenda)
    In den USA ist die Kleinflasche traditionnel 591ml. Von wegen weniger als 500ml sei ein Kundenwunsch. Nichts als eine Preiserhöhung von 10%.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Die Frau Sara Stalder müsste wesentlich mehr Mitarbeiter erhalten, um diese Tricksereien der Grossen und Mittleren Handelsketten effizient zu überwachen. Der Kunde ist nicht alleine in der Lage, diese Schwindel zu durchschauen. So ein Konsumentenschutz-Team muss dies im Fernsehen und im Internet aufzeigen und anprangern, damit der Kunde dann seinen Kaufentscheid darauf einstellen kann.
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