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Viel Geld für Schweizer Start-ups – trotz Corona
Aus Rendez-vous vom 14.07.2020.
abspielen. Laufzeit 02:47 Minuten.
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Trotz unsicheren Corona-Zeiten Anleger haben Lust, in Start-ups zu investieren

Zwar nahmen die Engagements von ausländischen Investoren ab, allerdings sprangen Schweizer Geldgeber in die Bresche.

760 Millionen Franken haben Investoren in der ersten Hälfte 2020 in Schweizer Start-ups gesteckt. Rund ein Drittel weniger als in der Vorjahresperiode, sagt Stefan Kyora von «Startupticker», quasi das Leitmedium der Start-up-Szene. «2019 war offensichtlich ein Rekordjahr, 2020 konnte daran bisher nicht anknüpfen.»

Im langjährigen Vergleich seien 760 Millionen Franken eine hohe Summe. Den Rückgang bei den Investitionen begründet Kyora damit, dass grosse Finanzierungsrunden im dreistelligen Millionenbereich gefehlt hätten. Die grösste Finanzierungsrunde brachte einem Zürcher IT-Unternehmen 77 Millionen Franken.

Dennoch zieht Stefan Kyora in einem neuen Report eine positive Bilanz: Denn die Masse der Start-ups habe insgesamt mehr Geld erhalten. Und es seien auch mehr Finanzierungsrunden abgewickelt worden für Schweizer Jungunternehmen, besonders für Biotech-Firmen. Die Start-up-Finanzierung erweise sich als widerstandsfähig, trotz Corona-Pandemie. «Es ist das erste Mal, dass ich das sehe, wo die Schweiz wirklich Resilienz zeigt – ein Beharrungsvermögen der Investments.»

Dennoch hat die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. Bislang haben ausländische Investoren eine wichtige Rolle gespielt bei der Finanzierung von Schweizer Start-ups. Die Mehrheit der Gelder kamen aus den USA, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien. Nun haben sich die ausländischen Investoren zurückgehalten.

46 Prozent der Gelder stammen von Schweizer Investoren. Das kontrastiert sehr stark mit dem langfristigen Trend.
Autor: Thomas HeimannInvestorenvereinigung Seca

Auch das dürfte damit zusammenhängen, dass vor allem grosse Finanzierungsrunden ausblieben. Bei diesen waren ausländische Investoren jeweils vorne dabei. Nun sind Schweizer Kapitalgeber in die Bresche gesprungen, wie Thomas Heimann von der Investorenvereinigung Seca sagt: «Uns ist besonders aufgefallen, dass 46 Prozent der Gelder von Schweizer Investoren stammen. Das kontrastiert sehr stark mit dem langfristigen Trend.»

Denn in den vergangenen zehn Jahren belief sich der Schweizer Anteil jeweils bloss auf etwa ein Viertel. Die zunehmende Bedeutung der Schweizer Investoren erklärt sich auch damit, dass in jüngster Zeit hierzulande neue Fonds entstanden sind, um in Start-ups zu investieren. Allerdings: Soll die Schweizer Start-up-Finanzierung eine Erfolgsgeschichte bleiben, müssen auch die ausländischen Geldgeber wieder zurückkommen.

Rendez-vous vom 14. Juli 2020, 12:30 Uhr

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2 Kommentare

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  • Kommentar von René Balli  (René Balli)
    6 von 10 Firmen sind in der Medtech für Symptombekämpfung tätig und das soll die Zukunft sein? Climeworks, die einzige Firme in der Umwelttechnik, filtert mit viel Aufwand CO2 aus der Luft, wärend gleichzeitig der zunehmende Verkehr wieder alles in die Atmosphäre bläst. Mir schläft bei soviel Innovation das Gesicht ein.
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  • Kommentar von andreas furrer  (andfurrer)
    ziemlich medtechlastig das ganze, man könnte auch einfach sie lebenserwartung nach unten schrauben - gerade in dieser branche eigentlich auf der hand ilegend (kein mensch arbeitet mit über dreimonatealter software).
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