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Umsatz eingebrochen Ems-Chemie ächzt unter Coronakrise

  • Die Folgen der Coronavirus-Pandemie hinterlassen beim Spezialchemiekonzern Ems deutliche Spuren.
  • Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank der Umsatz von Januar bis Juni um satte 26.4 Prozent.
  • Der Gewinn vor Steuern und Zinsen beträgt 229 Millionen Franken und liegt damit um über 27.6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
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Aus dem Archiv: Ems-Chemie nicht vom Handelsstreit betroffen
Aus Tagesschau vom 13.07.2018.
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Einen Anteil am Umsatz-Rückgang haben die Fremdwährungen: Den stärkeren Schweizer Franken herausgerechnet, wären die Verkäufe in der Berichtsperiode «nur» um 21.6 Prozent gesunken.

Einbrüche in der Autobranche spürbar

Insbesondere die Autobranche sei von den Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie getroffen worden, schreibt Ems. Die globale Automobilindustrie brach im ersten Halbjahr um ein Drittel ein. Das Geschäft mit den Autoherstellern steht bei Ems für rund 60 Prozent des Umsatzes.

Neugeschäfte und Effizienzprogramme hätten jedoch für hohe Margen gesorgt. In Zahlen ausgedrückt, lag der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT mit 229 Millionen Franken zwar um 27.6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge ging aber lediglich um 0.5 Prozentpunkte auf immer noch sehr hohe 26.9 Prozent zurück.

Viel Liquidität vorhanden

Auch die Liquidität sei sehr stark geblieben, betonte das Unternehmen. Diese hat sich zur Jahresmitte netto um 168 Millionen auf 864 Millionen Franken erhöht.

Daraus wird auch die Dividende von insgesamt 20 Franken je Aktie gedeckt. Über die Ausschüttung werden die Aktionäre am 8. August an der Generalversammlung befinden. Das bedeutet auch Millionenausschüttungen für Firmenchefin Magdalena Martullo-Blocher und ihre beiden Schwestern, die zusammen über 60 Prozent von Ems besitzen.

Am Ausblick für das gesamte Jahr hat sich nichts geändert. Ems-Chemie erwartet aufgrund des äusserst starken Markteinbruchs für 2020 unverändert ein Betriebsergebnis (EBIT) unter Vorjahr. 2019 hatte Ems einen Umsatz von 2.15 Milliarden Franken und einen EBIT von 624 Millionen erzielt.

SRF 4 News, 10.07.2020, 8:00 Uhr;

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Noah Schmid  (Schmid)
    Übrigens Tochterfirmen der EMS-Chemie (z.B. Eftec) haben sehr wohl Leute entlassen und von der Kurzarbeit profitiert.
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  • Kommentar von Noah Schmid  (Schmid)
    Bei 60% von etwa 20 Mio Aktien sind 20 CHF Dividende pro Aktie immer noch 240 Millionen Franken Einkommen für die Familie Blocher und auf dieses steuerbegünstigte Einkommen muss nicht einmal AHV bezahlt werden. Zudem ist die Liquidität grossartig - da sieht man wie effektiv Unternehmen durch der von uns allen bezahlten Kurzarbeit entlastet werden. Oder kurz gesagt: Trotz dem Umsatzeinbruch ist diese Familie nicht zuvorderst auf meiner Mitleidsliste.
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  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Solange wir ncht zu den Wurzeln der Probleme gehen wird es mehr als nur einige ganz schwere Quartale geben. Das war kein Witz als ich in der ersten Coronawoche sagte:Das wird die grösste Wirtschaftskiese der letzten hundert Jahre. Messt mich ruhig an meinen Worten. Die Wuzeln sind zuerst Tauschmittelersatz, dann Wertaufbewahrungsmittel dann Realwirtschaftsindikator und erst am Schluss in minimalem Mass Spekulationsmitte. Diese Pyramide muss umgedreht werden.
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