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Warnungen und Suchfunktionen Apple kämpft mit neuen Tools gegen Kinderpornografie

  • Apple will den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf seinen Geräten mit neuen Funktionen verbessern.
  • Kinder sollen daran gehindert werden, Nacktfotos in den Chatdienst zu laden.
  • Eine weitere neue Funktion soll helfen, kinderpornografisches Material ausfindig zu machen.
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Archiv: Apple lässt Kunden mit gefährlichen Laptop-Akkus hängen
Aus Kassensturz vom 25.05.2021.
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Unter anderem wird es künftig die Möglichkeit geben, dass Eltern eine Warnmeldung erhalten, wenn ihr Kind in Apples Chatdienst iMessage Nacktfotos erhält oder verschickt. Die Nacktheit in den Bildern wird dabei von Software auf dem Gerät erkannt, wie Apple erläuterte. Der Konzern erfährt nichts davon.

Suche nach Kinderporno-Konsumenten

Eine weitere Neuerung, die im Herbst zunächst nur für US-Nutzerinnen und Nutzer eingeführt wird, soll helfen, kinderpornografisches Material im Besitz der Nutzer zu identifizieren. Dabei werden Fotos auf den Geräten von Nutzern vor dem Hochladen in Apples Online-Speicherdienst iCloud mit einer Datenbank bereits bekannter kinderpornografischer Bilder abgeglichen. Für den Abgleich soll auf die Geräte eine Datei mit sogenannten «Hashes» solcher Fotos geladen werden – eine Art digitaler Fingerabdruck des Bildes. Darüber lässt sich ein ähnliches Foto erkennen, es kann aus dem Hash aber nicht wiederhergestellt werden.

Bei einer Übereinstimmung wird ein verdächtiges Bild mit einem Zertifikat versehen, dank dem Apple es nach dem Hochladen zur iCloud ausnahmsweise öffnen und einer Prüfung unterziehen kann. Wird dabei tatsächlich kinderpornografisches Material entdeckt, meldet Apple dies der amerikanischen Nichtregierungsorganisation NCMEC (National Center for Missing & Exploited Children), die wiederum Behörden einschalten kann.

 Rechtliche Abklärungen nötig

Während die Funktion nur für Apple-Kundinnen und Kunden mit US-Accounts aktiviert wird, ist die Datei mit den Hashes fester Teil des Betriebssystems und wird auf alle iPhones geladen, auf denen diese Version der Software installiert wird.

Vor einer internationalen Einführung der Funktion müssen erst noch rechtliche Voraussetzungen geklärt werden.

SRF 4 News, 06.08.2021, 08:00 Uhr;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    Das tönt nur auf den ersten Blicn gut. Aus Datenschutzsicht eine erschreckende Nachricht. Bei Kinderpornographie gibt es kaum Widerstand, aber es ist ein Dammbruch in die Privatsphäre der Nutzer. Denn sind diese Tools erstmal implementiert, kommt die grosse Nachfrage nach allem Möglichen. Nicht auszudenken wie das in China, Russland oder anderen Staaten dann erweitert wird.
  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Apple gibt das quasi zur gleichen Zeit bekannt, als der Prozess (Anhörung) gegen Twitter von zwei Unbekannten Jugendlichen stattfindet. Ein Schelm, wer Böses denkt. Übrigens SRF News bez. dieses Prozesses wären toll, da wahrscheinlich weggleitend.
  • Kommentar von Christof Tschudi  (chritsch)
    Der „Markt“ für Kinderpornografie ist riesig und absolut verachtenswert. Hier stellt sich trotzdem die Frage, was diese Software effektiv kann und welche neuen Gefahren sie schafft. Zum Beispiel ist ein Nacktfoto nicht per se Pornografie, da gehört ein gewisser handelnder Charakter dazu. Wie zuverlässig die Software das erkennt und nicht unschuldige Leute verdächtigt, ist in der Theorie wohl nicht abzuschätzen.
    1. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Es geht um Nacktfotos von Kindern. Da gibt es kein Interpretationspielraum!
    2. Antwort von Christof Tschudi  (chritsch)
      Frank, das Gesetz schreibt, was eine Straftat ist. Nicht Sie, nicht ich, nicht Apple. Auch im Fall von Pornografie. Darum spielt es eine Rolle. Wir können über das Gesetz diskutieren. Aber ein Konzern sollte sich nicht über Gesetze stellen oder sie selber interpretieren dürfen.
    3. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Doch Herr Henchler. Das sind z.b. der Fall aus dem Wallis, wo ein Vater sich und seinen nackten Sohn auf den Armenien beim Baden geknipst hat. Das Foto postete er auf Facebook. Facebook sperrte im Lebenslang den Zugang wegen Kinderporngrafie. Und die lasen nicht mit sich reden. So fehlerhaft kann das abkaufen.
    4. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Bedingt richtig. Den in de sind solche Bilder strafbar
    5. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Andreas Müller. Warum muss ein Vater sich und seinen Sohn nackt auf Facebook stellen? Vielleicht möchte das der Sohn gar nicht. Man sich muss sich immer auch überlegen, was mit einem Foto alles geschehen kann das auf Facebook ist.
    6. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Henchler: Fotografiert eine Mutter zb ihre zwei Kinder in der Badewanne und schickt dss Foto dem Vater, so ist das Nichts illegales. Aber was wenn die Software hier Alarm auslöst? Solche Bilder werden allenfalls geflagged, daher ist diese Funktion von Apple so problematisch.