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Die grossen Abwesenden prägen das WEF in diesem Jahr
Aus Tagesschau vom 21.01.2019.
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WEF 2019 Wer in Davos für Aufsehen sorgen könnte

Mehr als 3000 Teilnehmer aus über 110 Ländern reisen für das WEF nach Davos, das von morgen Dienstag bis am Freitag dauert. Thema dieses Jahr: «Globalisierung 4.0: Auf der Suche nach einer globalen Architektur im Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution».

Die Inhalte dürften diesmal wieder im Vordergrund stehen, da mehrere ganz grosse Namen abgesagt haben. Einige Teilnehmer haben dennoch das Potenzial, dem WEF ihren Stempel aufzudrücken.

Angela Merkel
Legende: Reuters

Angela Merkel: Dank der Abwesenheit von Donald Trump, Emmanuel Macron und Theresa May werden alle Augen auf Angela Merkel gerichtet sein, wenn sie am Mittwoch ihre Rede vor dem Plenum hält. «Merkel ist die Hüterin der Stabilität Europas, die letzte Bastion», sagt SRF-Deutschland-Korrespondentin Bettina Ramseier. Auf der Zielgeraden ihrer Kanzlerschaft habe sie zudem alle Freiheiten, so kämpferisch aufzutreten, «dass sich manch einer nach ihr zurücksehnen könnte, wird sie die grosse Bühne erst verlassen haben».

Jair Bolsonaro hält einen Kugelschreiber in die Kamera
Legende: Reuters

Jair Bolsonaro: Der Auftritt am WEF ist für Brasiliens Präsident der erste grosse Auftritt ausserhalb Brasiliens, seit er im vergangenen Oktober zum Präsidenten gewählt worden ist. Zwei Themen sollen in seiner Rede im Vordergrund stehen: Die Öffnung der brasilianischen Wirtschaft und der Kampf gegen Korruption. Bolsonaro sagt von sich selbst, «keine Ahnung» von Wirtschaft zu haben und kommt in Begleitung des zuständigen Ministers. «Wie glaubwürdig seine Anti-Korruptionspolitik ist, muss sich noch zeigen», sagt SRF-Südamerika-Korrespondentin Karen Naundorf. Denn Zuhause in Brasilien muss sich Bolsonaros Sohn Flávio kaum drei Wochen nach Amtsantritt gegen Korruptionsvorwürfe wehren. «Der umstrittene Präsident wird versuchen, das WEF zu nutzen, um internationale Anerkennung zu gewinnen», so Naundorf.

Wang Qishan erhebt während einer Rede ein Weinglas
Legende: Reuters

Wang Qishan: Nachdem Chinas Präsident Xi Jinping vor zwei Jahren mit einem flammenden Plädoyer für den Freihandel für Aufsehen gesorgt hat, schickt er dieses Jahr den Vizepräsidenten nach Davos – laut SRF-China-Korrespondent Martin Aldrovandi «einen seiner wichtigsten Männer». Wang gelte als enger Vertrauter Xis und als Troubleshooter. In seiner Rede wird es laut dem chinesischen Aussenministerium unter anderem um Chinas Wirtschaft und die wirtschaftliche Globalisierung gehen.

Das offizielle Bundesratsfoto
Legende: Keystone

Die Bundesräte: Vier Bundesräte reisen dieses Jahr nach Davos. Auf ihrer Agenda stehen total rund 50 bilaterale Treffen mit anderen Gästen. Bundespräsident Ueli Maurer wird das WEF am Dienstag zusammen mit Gründer Klaus Schwab offiziell eröffnen. Zudem hat er rund 20 Termine für Treffen mit hochrangigen Politikern, etwa mit Jair Bolsonaro oder Japans Ministerpräsident Shinzo Abe. Neben Maurer sind auch Innenminister Alain Berset, Aussenminister Ignazio Cassis und Wirtschaftsminister Guy Parmelin am WEF.

Greta Thunberg
Legende: Reuters

Greta Thunberg: Mit nur 16 Jahren bewegt sich die Schwedin schon auf den ganz grossen Polit-Bühnen. Nach ihrem Auftritt bei der Klimakonferenz in Kattowitz reist die Klimaaktivistin auch nach Davos. Ihre Anreise mit dem Zug dauert 65 Stunden. SRF-Nordeuropa-Mitarbeiter Bruno Kaufmann weist darauf hin, dass Thunberg ein Team um sich herum habe und sie letztlich «einfach die Person ist, die die Botschaften weiterträgt». Mit ihren Anklagen gegen die Erwachsenenwelt habe sie einen Nerv der Zeit getroffen. «Das birgt auch die Gefahr, dass sie instrumentalisiert wird», sagt Kaufmann.

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