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Weltfrauentag Wie Frauen an die Spitze kommen – vier Chefinnen erzählen

Sie haben es nach oben geschafft und ermutigen andere, es ihnen gleich zu tun: die Top-Managerinnen Philomena Colatrella, Yvonne Bettkober, Florence Schnydrig Moser und Sabine Bruckner. Im Interview geben sie preis, was ihnen auf ihrem Weg geholfen hat.

Der Anteil erwerbstätiger Frauen ist in der Schweiz mit mehr als 80 Prozent laut Bundesamt für Statistik einer der höchsten in Europa. Doch sobald Frauen Mütter werden, ändert sich das Bild: 152'000 Frauen oder jede fünfte Mutter in der Schweiz nimmt nicht am Arbeitsmarkt teil.

Dass es auch anders geht, zeigen vier Chefinnen: Drei von ihnen sind Mütter – und in Top-Positionen.

Die Familie trägt mit

Yvonne Bettkober ist Chefin von Amazon Web Services Schweiz und führt mehrere hundert Mitarbeitende.

Die Top-Managerinnen im Interview

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  • Florence Schnydrig Moser
    Designierte Leiterin Private Banking ZKB
    Rund 1000 Mitarbeitende
  • Yvonne Bettkober
    Chefin Amazon Web Services Schweiz
    Mehrere 100 Mitarbeitende
  • Sabine Bruckner
    Country Manager Pfizer Schweiz
    200 Mitarbeitende
  • Philomena Colatrella
    Chefin CSS Versicherung
    2700 Mitarbeitende

Auch als mehrfache Mutter hat sie berufliche Chancen gepackt: «Ich habe vor ein paar Jahren bei meinem früheren Arbeitgeber die Gelegenheit bekommen, in die Geschäftsleitung aufzusteigen, allerdings in Afrika. Als Mutter mit drei Kindern, die eigentlich in der Schweiz leben, war es für die Familie eine schwierige Entscheidung. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass das für meinen beruflichen Werdegang enorm wichtig war, dass wir es gemacht haben und die Familie das mitgetragen hat», erzählt Bettkober.

Als Mutter akzeptiert werden

Für Sabine Bruckner, Country Manager von Pfizer Schweiz, war es entscheidend, dass ihr neuer Arbeitgeber sie auch als Mutter akzeptierte: «Als mir hier in der Schweiz der Job angeboten wurde, hat mein damaliger Chef sehr viel Verständnis dafür gezeigt, dass ich hier keine Infrastruktur habe für meinen siebenjährigen Sohn.»

Er habe ermöglicht, dass das Unternehmen die Kosten für die Ganztagesschule übernimmt. «Ohne diese Unterstützung hätte ich meinen Job hier in der Schweiz nicht antreten können.»

Florence Schnydrig ist Mutter von zwei Kindern und designierte Leiterin Private Banking der ZKB: «Schlussendlich braucht es auch eine gute Balance im Privatleben, damit man Unterstützung hat. Allem voran, dass man einen Partner hat, der einem hilft und einen gleichberechtigt behandelt.»

Nicht alles muss perfekt sein

Für Yvonne Bettkober ist klar, dass Frauen nicht immer den Anspruch an sich selbst haben sollten, alles perfekt machen zu wollen: «Ich glaube, es ist wichtig, dass wir als Frauen ab und zu auch ein bisschen Abstand von Perfektion nehmen. Es kommt sehr viel Arbeit auf einen zu, sehr viele Entbehrungen auch, und da kann man nicht mehr alles perfekt machen.»

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Sonst verbrenne man sich auf dem Weg. «Die Reise ins Top-Management oder ins Management soll ja auch Spass machen», sagt Bettkober.

Weiterkommen wollen – und das kundtun

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist in der Schweiz mit 36 Prozent gering. Damit sich das ändert, rät Philomena Colatrella, Chefin der CSS Versicherung, sich auch mal Hilfe zu holen und sich unterstützen zu lassen.

Und: «Sich nicht zu verstecken und den eigenen Anspruch, weiterkommen zu wollen, zu manifestieren, zu diskutieren, zu äussern und kundzutun.»

ECO, 08.03.2021, 22.25 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Meier  (meierschweiz)
    Übrigens: Am 19. November ist internationaler Männertag. Ich freue mich auf die Berichterstattung von srf darüber.
  • Kommentar von Maame Kobi Mensah  (Maame Kobi Mensah)
    Frau Bettkober ist ein gutes Beispiel von Erfolg. Ich bin überzeugt davon, dass man auch unabhängig von der Nationalität erfolgreich sein kann als Frau. Als schwarze Frau habe ich erstmals ein Vorbild vor mir. Ich bin sehr stolz das zu sehen.
    1. Antwort von Stefano Simeone  (SteSi)
      Stolz kann man nur auf eigene Leistungen sein.
    2. Antwort von Celia Abaitey  (Erdenbürgerin)
      @Stefano Simeone, so ein Quatsch, natürlich kann man stolz auf die Leistungen anderer sein. Als meine Mutter mit 50 ihren Master nachholte, war ich sehr stolz, auf mein Kind bin auch täglich stolz und auf alle Frauen und Menschen, die Mut zeigen und etwas erreichen, dass auch andere Menschen berührt.