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Ukraine auch am WEF ein Thema
Aus Tagesschau vom 22.05.2022.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 26 Sekunden.
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Weltwirtschaftsforum Das ist das WEF 2022

In diesem Jahr ist alles anders: Zum ersten Mal in den 52 Ausgaben des World Economic Forums herrschen Frühlingstemperaturen anstatt klirrende Kälte beim Treffen in Davos. Russland ist ausgeladen, China kaum vertreten, und die Krisen sind so gross wie nie.

Eine Übersicht:

Das sind die Top-Themen

Die Organisatoren und Organisatorinnen haben praktisch alle grossen globalen Probleme auf ihre Agenda gesetzt:

  • Klima-Notstand
  • Ernährungskrise
  • Energie-Unsicherheit
  • Digitale Umbrüche
  • Steigende Inflation
  • und Gesundheitskrisen

Über allem steht aber der Ukraine-Krieg mit seinen politischen, humanitären und wirtschaftlichen Konsequenzen. Das Thema in diesem Jahr deshalb prophetisch: «Die Geschichte an einem Wendepunkt».

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Andi Lüscher: «Die Wirtschaft muss ihren Kompass neu ausrichten»
Aus Tagesschau vom 22.05.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 45 Sekunden.

Diese prominenten Gäste kommen

Die Regierungschefs der ganz grossen Nationen wie USA oder China fehlen. Dennoch wird es auch in diesem Jahr ein Stelldichein von Politikern geben: Spitzenpolitiker wie Olaf Scholz und Robert Habeck kommen (Bundeskanzler bzw. Wirtschafts- und Klimaschutzminister Deutschland), auch Pedro Sánchez (Ministerpräsident Spanien), Andrzej Duda (Präsident Polen) oder Tamim Bin Hamad Bin Khalifa Al Thani (Emir von Katar), dazu rund 50 Finanzminister und -ministerinnen.

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WEF 2022 und die Sicherheit
Aus Tagesschau vom 20.05.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 55 Sekunden.

Vorsitzende internationaler Organisationen oder politischer Organe werden anwesend sein, wie Christine Lagarde (IWF), Ursula von der Leyen (EU-Kommission) oder Jens Stoltenberg (Nato). Aus der Schweiz kommen 6 von 7 Bundesräten.

Diese Personen treffen die Bundesräte

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  • Ignazio Cassis hält als Bundespräsident die Eröffnungsrede. Ausserdem will er den ukrainischen Aussenminister Dmytro Kuleba und Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez treffen.
  • Alain Berset trifft sich mit den Gesundheitsministern Indonesiens und Malaysias. Voraussichtlich wird es einen Termin mit der tunesischen Premierministerin, dem kosovarischen Premierminister, dem kolumbianischen sowie dem simbabwischen Präsidenten geben.
  • Viola Amherd hat ein Gespräch mit Nato- Generalsekretär Jens Stoltenberg geplant. Zudem wird sie die Schweizer Nationalmannschaft der Armeeköche besuchen.
  • Guy Parmelin wird gemeinsam mit Simonetta Sommaruga dem deutschen Minister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, treffen. Zudem wird es Gespräche geben mit dem brasilianischen Wirtschaftsminister, dem indischen Handels- und Industrieminister, dem peruanischen Handelsminister, dem indonesischen Handelsminister, dem singapurischen Transportminister, der britischen Staatssekretärin für internationalen Handel und dem EU-Kommissar für Handel.
  • Simonetta Sommaruga spricht, neben Robert Habeck, mit dem indonesischen Energieminister und dem chinesischen Sondergesandten für das Klima.
  • Zu Ueli Maurer sind keine konkreten Treffen kommuniziert. Er werde «im üblichen Rahmen hauptsächlich bilaterale Gespräche mit ausländischen Amtskolleginnen und Amtskollegen führen», heisst es von der Bundeskanzlei.
  • Karin Keller-Sutter wird nicht ans World Economic Forum reisen.

Hinzu kommen einflussreiche Stimmen wie Bill Gates, Al Gore und George Soros. Auch Vorsitzende zahlreicher Schweizer Firmen werden vor Ort sein, wie Thomas Gottstein (Credit Suisse), Björn Rosengren (ABB) oder Vas Narasimhan (Novartis).

So viele Russen kommen weniger

100 Prozent. Es wird am diesjährigen WEF keine russischen Teilnehmer geben, die Organisatoren haben sie ausgeladen.

Wladimir Putin und russische Geschäftsleute waren bis zuletzt gern gesehene Gäste in Davos. 2009 war Wladimir Putin persönlich am WEF, und noch letztes Jahr war er in einer «Special Address» zugeschaltet worden.

Diese Rolle spielen ukrainische Gäste

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wird am Montag per Video zugeschaltet werden. Zudem sind der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, anwesend sowie sein Bruder, Wladimir Klitschko. Hinzu kommt eine ukrainische Delegation aus Ministern und Parlamentariern.

Es sind zahlreiche Veranstaltungen mit Fokus Ukraine geplant, etwa zur humanitären Krise oder zum Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer.

Audio
Sicherheit als Herausforderung am WEF in Davos
aus Rendez-vous vom 20.05.2022.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 24 Sekunden.

So viele Teilnehmer hat das WEF

2264. Das sind rund 800 Teilnehmer und Teilnehmerinnen weniger als in Zeiten vor der Pandemie. Neben den fehlenden Gästen aus Russland und China ist auch die Covid-Pandemie weiterhin Grund, dass zahlreiche Repräsentanten nicht anreisen. Aufgrund des weltweiten Ausnahmezustands ist das WEF in den vergangenen zwei Jahren nicht in Davos durchgeführt worden.

Diese Demonstrationen sind angekündigt

Das Treffen in Davos ist traditionellerweise von Demonstrationen begleitet. In diesem Jahr ist eine zweitägige Wanderung von WEF-Kritikern von Küblis nach Davos angekündigt und bewilligt worden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden sich am Sonntagnachmittag auf dem Postplatz in Davos anlässlich der Juso-Kundgebung einfinden.

Nicht bewilligt war die so genannte «Smash WEF!»-Demonstration von Kapitalismus-Kritikern, die am Freitagabend in Zürich stattfand.

Für den 26. Mai ist zudem ein Klimastreik in Davos angekündigt.

Tagesschau, 20.5.22, 19.30 Uhr;

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60 Kommentare

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Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir schliessen die Kommentarspalte an dieser Stelle und wünschen Ihnen einen angenehmen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    «Hinzu kommen einflussreiche Stimmen wie Bill Gates, Al Gore und George Soros.» Niemand hat diese Personen demokratisch je gewählt und trotzdem sind sie einflussreiche Stimmen. Horst Seehofer hatte wohl nicht unrecht, als er in einer Satiresendung (Pelzig unterhält sich) in einem seltenen Lichtblick sagte: «Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.»
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Klaus Schwab wurde auch nie gewählt und dennoch wollte ihm Ulrich Maurer das Ehrenbürgerrecht verleihen.
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" - Zitat Warren Buffett
    Anlässlich des WEF treffen sich die Schönen, Reichen und Mächtigen, um weitere Pläne zu schmieden. Immer mehr wichtige Entscheidungen werden von Technokraten, NGOs oder internationalen Konsortien mit grossem Einfluss auf Regierungen getroffen.
    1. Antwort von Roger Stahn  (jazz)
      Ja, Frau Mitulla und paralell beginnt heute – was für ein Zufall – die 75. jährliche Weltgesundheitsversammlung der Weltgesundheitsorganisation in Genf und sie sind daran ihre internationalen Gesundheitsvorschriften zu ändern, vor allem was die Bedingungen und Grenzen ihrer Befugnisse betreffen (IHR und ein neues Kapitel IV). Ein Gremium von Technokraten sollen befugt werden, wie die betreffenden Vertragsstaaten die Einhaltung der Vorschriften verbessern können sollen. (...)