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Wettbewerbskommission Weko nimmt 20 Baufirmen im Jura ins Visier

  • Sprechen sich Firmen untereinander ab, zu welchem Preis sie offerieren und wem sie einen Auftrag zuteilen wollen, treffen sie kartellrechtlich unzulässige Absprachen.
  • Solche Absprachen soll es im Kanton Jura in der Baubranche gegeben haben. Die Wettbewerbskommission (Weko) hatte bereits im November 2025 gegen sechs Unternehmen ein Verfahren eröffnet.
  • Nun hat die Weko ihre Untersuchung auf 20 Firmen ausgeweitet, wie sie mitgeteilt hat.

Es bestehe der Verdacht, dass diese Unternehmen ihre Offerten und Preise während mehrerer Jahre für Beschaffungen der öffentlichen Hand und Privaten koordinierten, schrieb die Weko. «Damit ist durchaus ein nennenswerter Teil der Baubranche im Jura von den Untersuchungen betroffen», erklärte der stellvertretende Weko-Direktor Frank Stüssi der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage.

Bagger arbeitet an Gleisen.
Legende: Betroffen ist die Baubranche im Kanton Jura. (Symbolbild) KEYSTONE / Christian Beutler

Potenziell seien mehr als 150 Ausschreibungen im Tief- und Hochbau aus den Jahren 2016 bis 2025 betroffen, teilte die Weko weiter mit. Über die Höhe des Volumens können noch keine Angaben gemacht werden. Eine solche Untersuchung dauere im Normalfall drei Jahre.

Das potenzielle Strafmass, das den Unternehmen drohen würde, liege bei bis zu zehn Prozent des Umsatzes der betroffenen Projekte, so Stüssi. «Die Sanktionen sind schon einschneidend, dürfen ein Unternehmen aber nie in den Konkurs treiben», erklärt er.

Weko-Medienmitteilung inkl. betroffene Firmen:

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SRF 4 News, 17.02.2026, 08:00 Uhr ; 

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