- Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen den deutschen Softwarekonzern SAP eingeleitet – wegen möglicher wettbewerbswidriger Praktiken.
- SAP steht im Verdacht, den Wettbewerb bei Wartungs- und Supportdienstleistungen verzerrt zu haben.
- SAP ist Deutschlands wertvollstes Unternehmen.
Konkret geht es laut der EU-Kommission um die Frage, ob Konkurrenten, die ebenfalls Wartungen für die SAP-Software anbieten, wettbewerbswidrig benachteiligt werden.
Laut der EU-Kommission verlangt SAP von seinen Kunden, die Software nur vom Konzern selbst warten zu lassen. Zudem müssten sie dieselbe Art von Wartungs- und Supportleistungen zu denselben Preisen wählen. Dies könne die Kundschaft daran hindern, Wartungs- und Supportleistungen anderer Anbieter zu unterschiedlichen Preis- und Supportniveaus zu kombinieren.
Auch wirft die Kommission SAP vor, dass Kunden Leistungen für ungenutzte Softwarelizenzen nicht kündigen können. Zudem müssten sie nach einem Unterbruch der SAP-Dienstleistungen eine Gebühr und Nachzahlungen leisten. Die Kommission verdächtigt SAP daher, seine Kunden auszubeuten und Dritte unlauter einzuschränken.