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Nationalbank mit Milliardengewinn
Aus HeuteMorgen vom 30.10.2020.
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Zahlen des 3. Quartals Nationalbank macht bis September 15.1 Milliarden Gewinn

  • Die Schweizerische Nationalbank SNB erzielte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von 15.1 Milliarden Franken.
  • Die SNB erzielte einen Gewinn von 5.3 Milliarden Franken auf ihren Fremdwährungspositionen und 9.1 Milliarden Franken auf ihren Goldbeständen.
  • Das teilt die SNB heute Morgen mit.

Der Gewinn stammt fast vollständig aus dem dritten Quartal, das mit einem Plus von 14.3 Milliarden abschloss. Das erste Halbjahr hatte – nach einem coronabedingt sehr schwachen ersten Quartal bzw. einem ebenso starken zweiten Jahresviertel – nur ein ganz knappes Plus erreicht.

Während bei den Fremdwährungspositionen im Neunmonatszeitraum ein Gewinn von 5.3 Milliarden resultierte, gab es auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand einen Bewertungsgewinn von 9.1 Milliarden. Auf den Frankenpositionen erzielte die Notenbank ein Plus von 1.0 Milliarden.

Ergebnis ist starken Schwankungen unterworfen

Die SNB betonte wie üblich, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel und Rückschlüsse vom Zwischenergebnis auf das Jahresergebnis nur bedingt möglich.

Im Gesamtjahr 2019 etwa hatte die SNB aufgrund des freundlichen Finanzmarktumfeldes einen Gewinn von 49 Milliarden Franken erzielt, 2017 waren es gar über 54 Milliarden gewesen und 2016 über 24 Milliarden. In den Jahren 2018 oder 2015 war das Bild hingegen umgekehrt. Da musste die SNB Verluste von knapp 15 Milliarden respektive von über 23 Milliarden ausweisen.

Video
Aus dem Archiv: Lagebericht der SNB
Aus Tagesschau vom 24.09.2020.
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SRF 4 News, 30.10.2020, 08.00 Uhr;

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Sehr schön, aber diese Milliarden sind nur auf dem
    Papier, ohne Physische Deckung. Schade
    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @König, ich nehme an, dass die 9,1 Milliarden Gewinn vom Goldbestand real sind. Ich glaube nicht, dass die Goldbarren aus Papier sind.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Krebs Alfred: Die Nationalbank hat immer gleich viele Goldbarren. Sie werden einfach jeden Monat gemäss dem aktuellen Goldpreis neu bewertetet. Ich weiss jetzt nicht, was Sie mit real meinen. Für mich wäre real, wenn sich jetzt die Anzahl Goldbarren durch harte Arbeit vermehrt hätte.
    3. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      HerrLeu,leider hat die Nationalbank ca.1550 Tonnen seit 2000 verkauft und Herr König trifft den Nagel auf den Kopf.
    4. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Udo Gerschler: Dieser Goldverkauf ist allgemeine bekannt und wurde damals breit thematisiert. Man musste damals das Schweizer Gold in der Federal Reserve Bank in New York einfach in eine andere Kammer schieben. Die aktuellen Kursgewinne haben aber nichts damit zu tun. Es sind reine Buchgewinne.
    5. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      @tleu. Ich habe auf die Bemerkung von Peter König geschrieben. Er meinte, dass der Gewinn nur auf Papier sei. Das ist in jeder Firmenbuchhaltung so. Beispiel einer Pensionskasse. Die Beträge, die zum Beispiel in Aktien angelegt sind, werden auch als Vermögen gerechnet. Man kann ja nicht bei einem Abschluss, ob Jahres oder Quartal einfach alles verkaufen um zu schauen wie viel Vermögen da ist.
    6. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Sie können uns gerne ihre ungedeckten Franken geben.
      Glücklicherweise stört es Migros, Vermieter, Krankenkasse etc. nicht, dass die Franken wie alle anderen Fiatwährungen seit bald 100 Jahren ungedeckt sind.
      Die Devisenreserven von 850 Mrd CHF reichen bei einem Goldpreis von 0.06 Mrd/Tonne übrigens für 14'166 Tonnen Gold (knapp fünffache Jahresproduktion). Da man mit so viel Gold wenig anfangen kann, wäre es allerdings besser es würde z.B. in Infrastruktur investiert.
  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Es werden jetzt wieder Forderungen kommen, die SNB solle die coronageschädigte Wirtschaft mit Geld retten. Mit dem Geld alleine ist aber noch keine Beiz, Kino oder Konzert wieder offen. Man schüttet nur Geld in die Wirtschaft. Hinter dem Geld der SNB steht aber keinerlei Wertschöpfung. Es sind Bewertungsänderungen der Goldbestände und der 860 Mrd. Fr. (!) Devisenbestände der SNB. Wenn diese Devisen nur 1 Rp. pro Einheit aufwerten, macht das bereits 8.6 Mrd. Fr., ohne dass etwas produziert wurde.
    1. Antwort von Noah Schmid  (Schmid)
      Wenn Arbeitslose finanziert werden, dann können sie wenigstens noch einkaufen gehen und ihre KK und Mieten bezahlen. Wenn sie das nicht mehr tun, wird eine Rezession und Deflation provoziert.
      Wenn die Steuerzahler die Arbeitslosen über eine Verschuldung bezahlen, dann muss zukünftig Steuergeld für die Bezahlung von Schulden anstatt für die Finanzierung von z.B. Infrastruktur ausgegeben werden, was wiederum auch eine Rezession und Deflation provozieren kann.
  • Kommentar von Max Borer  (BorerMax)
    Diese Bank heisst doch Schweizerische Nationalbank, richtig?
    Meiner Meinung sollte sich unsere Nationalbank 5-10 Milliarden für die Coronahilfen dem Bund und den Kantonen geben.
    Denn es ist diese Nationalbank die von dem stabilen Politischen Schweizer Klima jährlich MEGA-Gewinne nach Hause nimmt.
    Da darf man dann eine Pandemieausnahmenfinanzspritze schon gewähren.
    Sie kann sich dann als die grossherzige, Retterin der Bundeshaushalten medial profilieren.
    Der Staat rettete schon oft Banken!
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Max Borer: Die SNB erfüllt einen verfassungsmässigen Auftrag. Sie ist kein Privatunternehmen. Die (Buch-)gewinne der SNB fliessen nicht in Herrn Jordans Tasche, sondern verlängern lediglich die SNB-Bilanz.